Expertenumfrage

Was müssen moderne MES leisten?

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René Kirsch, Bereichsleitung Smart Production bei PSI Software | Business Unit Discrete Manufacturing

Fragen an die Experten

1. Welche Anforderungen stellen heutige Produktionsprozesse an das Manufacturing-Execution-System und welche Trends bestimmen die Entwicklung dieser Systeme aktuell? 

2. Welche typischen Risiken und Stolpersteine gibt es bei der Einführung eines MES und wie lassen sich diese umgehen?
 

3. Wie lässt sich der Nutzen (ROI) eines MES-Projekts konkret messen und welche Einsparungen oder Verbesserungen sind realistisch?
 

René Kirsch, Bereichsleitung Smart Production bei PSI Software | Business Unit Discrete Manufacturing

René Kirsch ist Bereichsleiter Smart Production bei PSI Software | Business Unit Discrete Manufacturing.(Bild:  PSI Software)
René Kirsch ist Bereichsleiter Smart Production bei PSI Software | Business Unit Discrete Manufacturing.
(Bild: PSI Software)

1. Kürzere Produktzyklen, höhere Variantenvielfalt und volatile Märkte erhöhen den Druck auf Fertigungsprozesse. MES-Lösungen müssen daher flexibel steuern, Echtzeitdaten verarbeiten und eng mit dem ERP zusammenarbeiten. Ein klarer Trend ist die Entwicklung hin zu Manufacturing Operations Management (MOM) – einem Ansatz, der MES- und ERP-Funktionalität mit Instandhaltung, Qualität und Personalressourcen verbindet.Neue KI-Anwendungen erweitern die Rolle des MES zusätzlich – sie machen aus reaktiven Systemen vorausschauende Lösungen, die Strukturen erkennen, Abläufe dynamisch anpassen und operative Entscheidungen vorbereiten – etwa bei der Rüstzeit-optimierung oder prädiktiver Wartung.

2. Typische Stolpersteine bei MES-Projekten sind erfahrungsgemäß unklare Ziele, fragmentierte IT-Strukturen und die unzureichende Einbindung der Fachabteilungen. Diese Risiken lassen sich durch moderierte Workshops, saubere Use Cases und die Wahl integrierter Gesamtlösungen aber frühzeitig minimieren.

3. Der Nutzen eines MES zeigt sich nicht allein in eingesparten Minuten oder reduzierten Ausschusskosten, sondern vor allem in der Fähigkeit, komplexe Abläufe gezielt zu steuern und Verluste frühzeitig zu vermeiden. Voraussetzung dafür ist die kontinuierliche Auswertung relevanter Kennzahlen – idealerweise auf Basis aktueller Daten. Ein guter ROI ergibt sich dann, wenn das System nicht nur Rückmeldungen sammelt, sondern diese auch kontextbezogen aufbereitet und für Planung, Materialfluss und Kapazitätssteuerung nutzbar macht. KI-gestützte Analysen verstärken diesen Effekt, indem sie Muster erkennen, Vorschläge ableiten und Handlungsbedarfe priorisieren.

Der Nutzen eines MES zeigt sich nicht  allein in eingesparten Minuten oder reduzierten Ausschusskosten.

René Kirsch

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