Expertenumfrage

Was müssen moderne MES leisten?

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Oliver Hoffmann, Geschäftsführer von Forcam Enisco

Fragen an die Experten

1. Welche Anforderungen stellen heutige Produktionsprozesse an das Manufacturing-Execution-System und welche Trends bestimmen die Entwicklung dieser Systeme aktuell? 

2. Welche typischen Risiken und Stolpersteine gibt es bei der Einführung eines MES und wie lassen sich diese umgehen?
 

3. Wie lässt sich der Nutzen (ROI) eines MES-Projekts konkret messen und welche Einsparungen oder Verbesserungen sind realistisch?
 

Oliver Hoffmann, Geschäftsführer von Forcam Enisco

Oliver Hoffmann ist Geschäftsführer von Forcam Enisco.(Bild:  Forcam Enisco)
Oliver Hoffmann ist Geschäftsführer von Forcam Enisco.
(Bild: Forcam Enisco)

1. In unsicheren Zeiten benötigen fertigende Unternehmen vor allem Resilienz in ihren Lieferketten. Für Resilienz sorgt Flexibilität. Wer international produziert und flexibel auf alternative Lieferanten oder Märkte ausweichen kann, ist klar im Vorteil. Heutige Produktionsprozesse benötigen ein MES, mit dem Fabrikteams erstens Ressourcen einfach steuern – Personaleinsatz, Material, Lieferketten –, und zweitens neue gewünschte Apps nahtlos integrieren können. Das MES muss Unternehmen dabei unterstützen, ihre Wertschöpfungsketten schnell an neue Realitäten anzupassen.

2. Als typischen Fehler sehen wir, dass sich Unternehmen auf neue Apps wie Künstliche Intelligenz verlassen und die notwendigen Hausaufgaben vernachlässigen. Jede KI braucht smarte Daten. Smart Data aber benötigen viel Fürsorge, bevor sie in einem MES oder in IIoT-Apps zielführend genutzt werden können. Bestands-Maschinen müssen vernetzt, Signale zu Informationen und Informationen zu Datenmodellen gewandelt werden. Erst mit sauber aufbereiteten Daten liefern ein MES oder auch KI-Apps Echtzeit-Auswertungen, mit denen dann signifikante Produktivitätssteigerungen drin sind.  

3. Entscheidend für den ROI sowie nachhaltige Wertschöpfung ist ein reibungsloser Auftragsdurchlauf. Dieser ist komplex und hat viele Dimensionen. Diese Komplexität kann mit einem leistungsfähigen MES sowie einer Arbeitskultur der kontinuierlichen Verbesserung beherrscht werden. Es gilt, wesentliche MES-Funktionalitäten wie die OEE, die Rückverfolgbarkeit oder das Energiemonitoring zu kombinieren sowie das tägliche Analysieren der Shopfloor-Daten zu trainieren. Wird der Auftragsdatenfluss zwischen Shopfloor und Topfloor kontinuierlich analysiert und optimiert, sind Effizienzsteigerungen im mittleren zweistelligen Prozentbereich realistisch.

  Als typischen Fehler sehen wir, dass sich Unternehmen auf neue Apps verlassen und die notwendigen Hausaufgaben vernachlässigen.

Oliver Hoffmann

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