Expertenumfrage

Was müssen moderne MES leisten?

< zurück

Seite: 14/17

Anbieter zum Thema

Peter Weiß, Business Development - MES, EMEA –  Aveva (Unternehmensgruppe Schneider Electric) 

Fragen an die Experten

1. Welche Anforderungen stellen heutige Produktionsprozesse an das Manufacturing-Execution-System und welche Trends bestimmen die Entwicklung dieser Systeme aktuell? 

2. Welche typischen Risiken und Stolpersteine gibt es bei der Einführung eines MES und wie lassen sich diese umgehen?
 

3. Wie lässt sich der Nutzen (ROI) eines MES-Projekts konkret messen und welche Einsparungen oder Verbesserungen sind realistisch?
 

Peter Weiß, Business Development - MES, EMEA –  Aveva (Unternehmensgruppe Schneider Electric)

Peter Weiß, Business Development - MES, EMEA bei Aveva.(Bild:  Aveva)
Peter Weiß, Business Development - MES, EMEA bei Aveva.
(Bild: Aveva)

1. Die technologische Entwicklung und das wirtschaftliche Umfeld fördern flexible Produktionsprozesse. Eine flexible Produktion ermöglicht schnelle Reaktionen auf Marktanforderungen, etwa durch Produktvielfalt, kürzere Innovationszyklen und schnelle Produktwechsel. Moderne, composable MES-Systeme unterstützen dies durch anpassbare Prozessmodelle. Für Unternehmen mit verteilten Standorten ist MES-Standardisierung zentral, um Flexibilität, Integration und KI-basierte Analysen zu verbessern. Ein Hybrid-Cloud-MES trennt Echtzeitprozesse vor Ort von zentraler Analyse in der Cloud.

2. Die Einführung eines MES-Systems erfordert sorgfältige Planung, da sie tief in Prozesse und IT eingreift. Zentrale Erfolgsfaktoren sind klare Anforderungen, eine detaillierte Prozessbeschreibung und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Softwarelieferanten. Häufige Risiken sind unklare Zielsetzungen, fehlende Einbindung von Fachabteilungen und das bloße Digitalisieren bestehender Prozesse ohne Optimierung. Ein schrittweiser, skalierbarer Ansatz mit einem „composable MES“ ermöglicht frühe Erfolge, reduziert Risiken und verbessert Akzeptanz sowie Prozessqualität. Schneider Electric unterstützt hier mit Beratungsdiensten im Bereich der industriellen digitalen Transformation – in diversen Prozess- und Fertigungssegmenten.

3. Der ROI eines MES-Projektes lässt sich über verschiedene betriebswirtschaftliche Kennzahlen und konkrete Verbesserungen in der Produktion quantitativ und qualitativ analysieren. Übliche Kennzahlen zur Unterstützung einer Feststellung des Nutzens vor einer Implementierung sind OEE (+5-20%), Reduzierung der Ausschussquote (-10-30%), Reduzierung von Maschinenstillständen (-20-50%), etc. Alle Prozessoptimierungen, die durch ein MES erreicht werden können, müssen als Nutzen dargestellt werden. Für eine Abschätzung müssen realistische Annahmen getroffen werden. Am besten eignen sich hier selbst durchgeführte Pilotprojekte oder Benchmarks. Eine Investition amortisiert sich in vielen Fällen innerhalb von 1–3 Jahren.

  Ein schrittweiser, skalierbarer Ansatz mit einem „composable MES“ ermöglicht frühe Erfolge.

Peter Weiß

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung