Expertenumfrage

Was müssen moderne MES leisten?

< zurück

Seite: 17/17

Anbieter zum Thema

John Günther, Leiter Industrie 4.0 / IoT bei Megla 

Fragen an die Experten

1. Welche Anforderungen stellen heutige Produktionsprozesse an das Manufacturing-Execution-System und welche Trends bestimmen die Entwicklung dieser Systeme aktuell? 

2. Welche typischen Risiken und Stolpersteine gibt es bei der Einführung eines MES und wie lassen sich diese umgehen?
 

3. Wie lässt sich der Nutzen (ROI) eines MES-Projekts konkret messen und welche Einsparungen oder Verbesserungen sind realistisch?
 

John Günther, Leiter Industrie 4.0 / IoT bei Megla

John Günther ist Leiter Industrie 4.0 / IoT bei Megla.(Bild:  Megla)
John Günther ist Leiter Industrie 4.0 / IoT bei Megla.
(Bild: Megla)

1. Heutige MES müssen dem Trend zu hochwertigeren, individuelleren Produkten, steigenden Personal- und Energiekosten, wachsender Datenmenge sowie regulatorischen Vorgaben (z. B. Nachhaltigkeit) gerecht werden. Anwender benötigen entscheidungsrelevante Daten in passender Qualität, Darstellung und Tiefe. Da diese in unterschiedlichen Systemen abliegen, müssen MES nahtlos in IT/OT-Umgebungen integrierbar sein. Industrie 4.0, IIoT und KI treiben MES-Entwicklungen voran. Offene Standards wie OPC-UA sowie Plattformen wie die MIP von MPDV ermöglichen die Aggregation und Nutzung von Daten über Systemgrenzen hinweg. KI unterstützt etwa bei der Feinplanung durch intelligente Szenarienvorschläge.

2. Häufig werden Komplexität und etwaige Prozessanpassungen unterschätzt. Unklare Anforderungen, fehlende Verantwortlichkeiten und zu spätes Einbeziehen der Key User führen zu Zeit- und Budgetüberschreitungen. Auch werden Testaufwände zu Projektbeginn unterschätzt. Erfolgsfaktoren sind: Stakeholder frühzeitig einbinden, transparent kommunizieren, Schulungen im Projektverlauf durchführen sowie ein strukturiertes Projekt-, Change- und Stakeholdermanagement. Megla bietet daher neben der Integration auch das Projektmanagement an, um MES-Projekte frühzeitig auf Erfolgskurs zu bringen.

3. Der ROI ergibt sich aus dem Vergleich von Investitions- und Betriebskosten mit dem jährlichen, quantifizierten Nutzen. Mehrerlöse und Einsparungen ergeben sich typischerweise durch Verbesserungen bei Durchsatz, Ausschuss, Stillstand, Rüst- und Durchlaufzeit. Für zusätzliche Planungssicherheit empfehlen wir eine Variantenrechnung für unterschiedliche Szenarien. Auch qualitative Aspekte wie Transparenz und Mitarbeiterzufriedenheit sind relevant.

Für zusätzliche Planungssicherheit empfehlen wir eine Variantenrechnung für unterschiedliche Szenarien.

John Günther

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung