Expertenumfrage

Was müssen moderne MES leisten?

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Markus Günther, Head of Sales Produktion bei Inform 

Fragen an die Experten

1. Welche Anforderungen stellen heutige Produktionsprozesse an das Manufacturing-Execution-System und welche Trends bestimmen die Entwicklung dieser Systeme aktuell? 

2. Welche typischen Risiken und Stolpersteine gibt es bei der Einführung eines MES und wie lassen sich diese umgehen?
 

3. Wie lässt sich der Nutzen (ROI) eines MES-Projekts konkret messen und welche Einsparungen oder Verbesserungen sind realistisch?
 

Markus Günther, Head of Sales Produktion bei Inform

Markus Günther ist Head of Sales Produktion bei Inform.(Bild:  Inform)
Markus Günther ist Head of Sales Produktion bei Inform.
(Bild: Inform)

1. Ein MES erfasst, verarbeitet und visualisiert Echtzeitdaten aus der Fertigung und bildet damit eine wichtige Grundlage für weiterführende Anwendungen wie KI, automatisierte Planung oder andere datenbasierte Entscheidungen. Dieses Potential entfaltet sich am besten, wenn im Zusammenspiel mit dem ERP dazu noch ein APS-System für die intelligente Planung und Steuerung integriert wird. Der Trend geht also klar zu integrierten, modularen Systemen, in denen das MES als grundlegender Baustein in ein ganzheitliches Gesamtkonzept eingebunden ist.

2. Ein häufiger Fehler bei der Einführung eines MES ist, dass es vor allem als Werkzeug zur Datenerfassung fürs Management gedacht wird. Es muss aber auch Nutzen für die Mitarbeitenden im Shopfloor bieten, zum Beispiel durch rüstoptimierte Arbeitsvorräte oder realistische Auftragsvorschläge. Ist dieser Mehrwert nicht sichtbar, bleibt die Akzeptanz oft aus. Wichtig ist auch, die vorhandene Datenlage nicht zu unterschätzen. Viele Unternehmen bringen bereits eine gute Grundlage mit, sie muss nur sinnvoll genutzt werden.

3. Ein MES entfaltet seinen vollen Nutzen vor allem durch die Daten, die es für nachgelagerte Prozesse bereitstellt und damit den Weg zur digitalen Fertigung ebnet. Der direkte finanzielle ROI steht dabei nicht immer im Vordergrund. Vielmehr geht es um bessere Transparenz, verlässlichere Steuerung und datenbasierte Optimierung. Wenn ein MES gezielt mit Planungssystemen verknüpft wird, sind Verbesserungen wie eine um bis zu 20 Prozent höhere Termintreue durchaus realistisch.

Ein häufiger Fehler bei der Einführung eines MES ist, dass es vor allem als Werkzeug zur Datenerfassung fürs Management gedacht wird.

Markus Günther

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