Expertenumfrage

Was müssen moderne MES leisten?

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Dipl.-Ing. Bernhard Falkner, CTO bei Industrie Informatik

Fragen an die Experten

1. Welche Anforderungen stellen heutige Produktionsprozesse an das Manufacturing-Execution-System und welche Trends bestimmen die Entwicklung dieser Systeme aktuell? 

2. Welche typischen Risiken und Stolpersteine gibt es bei der Einführung eines MES und wie lassen sich diese umgehen?
 

3. Wie lässt sich der Nutzen (ROI) eines MES-Projekts konkret messen und welche Einsparungen oder Verbesserungen sind realistisch?
 

Dipl.-Ing. Bernhard Falkner, CTO bei Industrie Informatik

Dipl.-Ing. Bernhard Falkner ist CTO bei Industrie Informatik.(Bild:  Industrie Informatik)
Dipl.-Ing. Bernhard Falkner ist CTO bei Industrie Informatik.
(Bild: Industrie Informatik)

1. Heutige Produktionsprozesse verlangen von Manufacturing Execution Systemen stabile MES-Kernfunktionen, hohe Flexibilität und maximale Interoperabilität – bei gleichzeitiger Releasesicherheit. Wir sehen außerdem einen klaren Trend zur Individualisierung (No-Code / Low-Code) sowie zur stärkeren Nutzung von Künstlicher Intelligenz und Predictive Analytics. MES ist nicht mehr nur Produktionssteuerung, sondern strategischer Enabler für die digitale Transformation der Fertigung. Dazu zählen auch modulare Architekturen, die sich dynamisch an neue Anforderungen anpassen lassen.

2. Ein häufiger Fehler ist der fehlende strategische Rahmen – etwa, wenn Ziele nicht klar definiert oder Mitarbeitende nicht ausreichend eingebunden sind. Auch unzureichende Datenqualität oder starre Projektstrukturen können den Erfolg gefährden. Entscheidend ist, frühzeitig alle Stakeholder mitzunehmen, die IST-Prozesse zu analysieren und fachliche Ressourcen bereit zu stellen. Auch eine enge Partnerschaft mit erfahrenen Anbietern und der Fokus auf schnelle, sichtbare Erfolge helfen, Stolpersteine zu vermeiden.

3. Der ROI lässt sich über Kennzahlen wie reduzierte Stillstandszeiten, höhere Auslastung oder geringeren Ausschuss gut abbilden. Wir hören von unseren Kunden, dass sie den Nutzungsgrad von Maschinen um bis zu 8 Prozent erhöhen und Produktivitätssteigerungen von bis zu 12 Prozent pro Jahr möglich sind. Gleichzeitig schafft ein MES die Datenbasis für fundierte Entscheidungen, strategische Weiterentwicklungen und ermöglicht die kontinuierliche Optimierung über Standorte hinweg. Synergien entstehen, Prozesse werden vergleichbar und Best Practices übertragbar.

MES ist nicht mehr nur Produktionssteuerung, sondern strategischer Enabler für die digitale Transformation der Fertigung.

Bernhard Falkner

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