Expertenumfrage

Was müssen moderne MES leisten?

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Dela-Aline Dauner, Field Lead MES bei Trebing+Himstedt 

Fragen an die Experten

1. Welche Anforderungen stellen heutige Produktionsprozesse an das Manufacturing-Execution-System und welche Trends bestimmen die Entwicklung dieser Systeme aktuell? 

2. Welche typischen Risiken und Stolpersteine gibt es bei der Einführung eines MES und wie lassen sich diese umgehen?
 

3. Wie lässt sich der Nutzen (ROI) eines MES-Projekts konkret messen und welche Einsparungen oder Verbesserungen sind realistisch?
 

Dela-Aline Dauner, Field Lead MES bei Trebing+Himstedt

Dela-Aline Dauner ist Field Lead MES bei Trebing+Himstedt.(Bild:  Trebing & Himstedt Prozeßautomation)
Dela-Aline Dauner ist Field Lead MES bei Trebing+Himstedt.
(Bild: Trebing & Himstedt Prozeßautomation)

1. Moderne MES-Systeme übernehmen heute weit mehr als klassische Leitstandfunktionen. Gefordert ist ein durchgängiges, nahtlos integriertes Produktionsmanagement, das als zentraler Bestandteil eines holistischen Ende-zu-Ende Wertschöpfungsnetzwerks. Trends wie digitale Zwillinge, KI-gestützte Analytik, dezentrale Fertigung und Nachhaltigkeitsanforderungen erhöhen den Druck auf Transparenz, Reaktionsfähigkeit und Datenverfügbarkeit in Echtzeit. Statt Insellösungen braucht es daher ein MES als ganzheitliches EcoSystem – eng verzahnt mit ERP, Automatisierung, Qualitäts- und Instandhaltungsprozessen. Die SAP Digital Manufacturing Suite verfolgt genau diesen Ansatz: Cloud-basiert, skalierbar, nahtlos integriert.

 2. Ein typischer Stolperstein ist die siloartige Betrachtung von MES als reines IT-Projekt. Wer MES ohne (Business-) Prozessbezug einführt, riskiert Medienbrüche, mangelnde Akzeptanz und geringe Wertschöpfung. Erfolgreiche Projekte starten mit einem vollständigen und konsistenten Zielbild, klar definierten Use Cases und in enger Abstimmung mit relevanten Fachbereichen wie Planung, Logistik oder Instandhaltung. Entscheidend ist auch die Wahl der Plattform: Mit einem integrierten SAP-Ansatz lassen sich MES-Funktionalitäten direkt in bestehende Geschäftsprozesse einbinden – ohne aufwendige Schnittstellen oder Datenbrüche. 

3. Der ROI eines MES wird durch die signifikante Verbesserung zentraler KPIs wie z. B. reduzierte Durchlaufzeiten, gesteigerte Anlageneffizienz (OEE) und bessere Qualitätskennzahlen sichtbar Auch in Hinblick auf Material- und Energiekosten sind Einsparungen messbar. Im Durchschnitt liegt die übliche Amortisationsdauer von MES-Projekten unter zwei Jahren. Besonders relevant ist die gesteigerte Reaktionsfähigkeit bei Planabweichungen. Wer heute auf eine Cloud-MES-Lösung setzt, profitiert zusätzlich von kürzeren Innovationszyklen, automatischen Updates und hoher Skalierbarkeit – was den nachhaltigen Nutzen nochmals steigert.

Ein typischer Stolperstein ist die siloartige Betrachtung von MES als reines IT-Projekt.

Dela-Aline Dauner

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