Expertenumfrage

Was müssen moderne MES leisten?

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Jürgen Petzel, Geschäftsführer Sales bei MPDV 

Fragen an die Experten

1. Welche Anforderungen stellen heutige Produktionsprozesse an das Manufacturing-Execution-System und welche Trends bestimmen die Entwicklung dieser Systeme aktuell? 

2. Welche typischen Risiken und Stolpersteine gibt es bei der Einführung eines MES und wie lassen sich diese umgehen?
 

3. Wie lässt sich der Nutzen (ROI) eines MES-Projekts konkret messen und welche Einsparungen oder Verbesserungen sind realistisch?
 

Jürgen Petzel, Geschäftsführer Sales bei MPDV

Jürgen Petzel ist Geschäftsführer Sales bei MPDV.(Bild:  MPDV Mikrolab)
Jürgen Petzel ist Geschäftsführer Sales bei MPDV.
(Bild: MPDV Mikrolab)

1. MES-Systeme müssen hochflexibel sein und sich an Produktionsprozesse und -umgebungen anpassen können. Kleine Losgrößen, zunehmende Dokumentationspflicht, Rückverfolgbarkeit, Fachkräftemangel und die Vielfalt an Maschinen, Anlagen und Steuerungen fordern Produktionswerke stark. Die beste Antwort darauf sind offene, plattformbasierte, skalier- und konfigurierbare MES-Systeme – idealerweise standardisiert, on premise oder als SaaS, weltweit einsetzbar.  Als Trends sehe ich KI-Anwendungen, Usability sowie Integration in vorhandene Strukturen wie ERP und LVS, auch Security.

2. Da MES-Systeme oft im laufenden Betrieb eingeführt werden, ist es sehr wichtig, Ziele und Budget festzulegen sowie interne Entscheider, Mitarbeitende, auch Investoren zu informieren. Bestehende Abläufe und Prozesse gilt es zu prüfen. So lässt sich festlegen, ob die MES-Implementierung für die Verbesserung von Abläufen genutzt werden kann. All das fließt in den Anforderungskatalog ein, in dem die Zielsetzung klar formuliert ist. Der Projektplan gibt die Meilensteine vor und definiert die Verantwortlichkeiten im Unternehmen.

3. Das MES schafft Transparenz in der Fabrik und visualisiert beispielsweise den Produktionsfortschritt. Durch KPIs und Analysen zeigen sich Verschwendung bei Energie- und Materialverbräuchen. Informationen über Auftrag, Kunden und Produkt können dank der Digitalisierung gezielt an Arbeitsplätzen bereitgestellt werden. Dadurch wird die Fertigung papierlos. Computer-Aided Quality (CAQ) kann dank der digitalen Daten bereits während der Produktion und nicht mehr danach stattfinden. In der Regel liegen die Einsparungen bei etwa 12 bis 15 Prozent, ebenso wie ein ROI von unter 12 Monaten. KI treibt diese Zahlen weiter nach oben.

Als Trends sehe ich KI-Anwendungen, Usability sowie Integration in vorhandene Strukturen wie ERP und LVS, auch Security.

Jürgen Petzel

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