Expertenumfrage

Was müssen moderne MES leisten?

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Dietmar Raab, Sales / Consulting bei gbo datacomp 

Fragen an die Experten

1. Welche Anforderungen stellen heutige Produktionsprozesse an das Manufacturing-Execution-System und welche Trends bestimmen die Entwicklung dieser Systeme aktuell? 

2. Welche typischen Risiken und Stolpersteine gibt es bei der Einführung eines MES und wie lassen sich diese umgehen?
 

3. Wie lässt sich der Nutzen (ROI) eines MES-Projekts konkret messen und welche Einsparungen oder Verbesserungen sind realistisch?
 

Dietmar Raab, Sales / Consulting bei gbo datacomp

Dietmar Raab, Sales / Consulting bei gbo datacomp.(Bild:  gbo datacomp)
Dietmar Raab, Sales / Consulting bei gbo datacomp.
(Bild: gbo datacomp)

1. Moderne Fertigung verlangt hohe Variantenflexibilität, Echtzeit-Transparenz und lückenlose Rückverfolgbarkeit. MES muss nahtlos an ERP, Maschinensteuerungen und IIoT-Sensoren angebunden sein, Daten aggregieren und via Dashboard auswerten. Aktuelle Trends: Cloudbasierte Microservices, KI gestützte Predictive Maintenance und IIoT-/Sensorintegration.

2. Häufige Stolpersteine sind zu ambitionierte Roll-outs, unklare Prozessdefinitionen und fehlerhafte Schnittstellen zu ERP/SCADA. Das führt zu Projektverzögerungen und schlechter Datenqualität. Minimierung durch schrittweises Vorgehen (Pilotlinie), klare Scope-Festlegung und agiles Projektmanagement. Frühes Einbinden der Bediener sowie strukturierte Schulungen sichern dabei die Akzeptanz.

3. ROI = (jährliche Einsparungen + zusätzlicher Wertschöpfungsbeitrag - Betriebskosten) / Investitionskosten. Realistische Effekte: +3 % Wertschöpfung (z. B. 90 T€ Wertbeitrag), -30 % Ausschuss (30 T€), -20 % Rüstzeit (20 T€) = 140 T€ Nutzen. Betriebskosten 15 T€, Invest 120 T€. ROI = (140-15) /120 ≈ 1,04 (104 %) pro Jahr → Amortisation ≈ 12 Monate.

Häufige Stolper­steine sind zu ambitionierte Roll-outs, unklare Prozessdefinitionen und fehlerhafte Schnitt­stellen zu ERP/SCADA.

Dietmar Raab

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