Das auf Industrieprojekte spezialisierte Beratungsunternehmen Drees & Sommer realisiert gemeinsam mit T-Systems die nächste Generation digitaler Produktionsstätten mit Nvidia Omniverse. Wie die Plattform die Fabrikplanung erleichtert, zeigen erste Praxisprojekte in der Automobilindustrie.
T-Systems und Drees & Sommer kündigen die Integration von Nvidia Omniverse für digitale Produktionsanlagen der nächsten Generation an.
(Bild: Drees & Sommer)
Beim Neubau einer Fabrik steht der Hightech-Fertigungsanlage trotz intensiver Abstimmungen aller Gewerke ein massiver Pfeiler im Weg. Eine kleine Sanierungsarbeit sorgt unvermittelt für eine teure Produktionspause. Der Störfall einer defekten Maschine wäre bei rechtzeitigem Austausch des Ersatzteiles vermeidbar gewesen. Was in der Realität immer wieder zu kostenintensiven Ausfällen führt, kann künftig ein sogenannter digitaler Zwilling der Fabrik verhindern.
Hier kommt der Einsatz von Omniverse ins Spiel, einer Plattform, die der Entwicklung physischer KI-gesteuerter Anwendungen im Bereich der industriellen Digitalisierung dient. Vereinfacht gesagt, können Produzenten mit der Omniverse-Plattform das Zusammenspiel von Menschen, Maschinen und Anlagen, Produktions- und Logistikprozessen, Gebäuden, Produkten und Infrastruktur eins zu eins digital abbilden und in Echtzeit simulieren. So lassen sich mögliche Kollisionen schon in der virtuellen Welt erkennen, damit im realen Werk von Anfang an alles fehlerfrei läuft.
Effizientere Prozesse, weniger CO₂
Die Einbindung von Expertensystemen in eine zentrale Plattform fördert die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Planungsabteilungen sowie internen und externen Partnern. Dadurch lassen sich Prozesse effizienter gestalten und Rückmeldungen können schneller erfolgen. Eine einheitliche und transparente Datenbasis verbessert zudem die Planung und den Ablauf der Inbetriebnahme. Das führt letztlich zu geringeren Kosten in der Planung, der Umsetzung und im Betrieb. Ein vollständig digitalisierter Planungsprozess sorgt außerdem für mehr Transparenz, was hilft, den CO2-Ausstoß während des Baus und des laufenden Betriebs der Fabrik zu senken.
Kombination von Technologien und Wissen als Game Changer
Als Partner von Industriekunden und Ende-zu-Ende IT-Lösungsanbietern unterstützt T-Systems die Implementierung von Industrial Metaverse-Anwendungen, einschließlich einer nahtlosen Integration in bestehende Infrastrukturen, Systeme und Datenquellen. Christian Hort, Senior Vice President Automotive bei T-Systems International erklärt, wovon die Kunden profitieren: „Die Industrieunternehmen aller Sektoren befinden sich in einer Phase des Wandels. Die Kombination von Technologien und Wissen aller drei Unternehmen ist ein echter Game Changer. Eine Fülle möglicher Anwendungsszenarien bietet Fertigungsbetrieben vielfältige Lösungsansätze für die Fabrik- und Gebäudeplanung.“
Fabrikplanung: Von Anfang an beim Industrial Metaverse der Zukunft dabei sein
Was das Beratungsunternehmen Drees & Sommer in das Dreigespann einbringt, erläutert Associate Partner Mathias Stach: „Wir sind führend im Bereich der Integralen Fabrikplanung und das über den gesamten Fabriklebenszyklus vom integrierten Prozess-, Produktions- und Industriegebäudekonzept über die Planung und Realisierung bis hin zur Inbetriebnahme und der Absicherung des Start of Production (SOP) in Time, Quality und Budget. Unser Angebot umfasst das gesamte Spektrum der Fabrik- und Anlagenplanung. In Europa bieten nur wenige diese Leistungen aus einer Hand an.“
Für Stach ermöglicht die Zusammenarbeit mit Nvidia und T-Systems einen noch tieferen Einstieg in die digitale Produktions- und Industriebauplanung und in das Industrial Metaverse der Zukunft. „Wir sind von Anfang an dabei und beraten unsere Kunden stets nach den neusten Standards, um effiziente Planungsprojekte in höchster Qualität zu meisten“, so Stach.
Digital First – Automobile Fertigung als Vorreiter
Das Zusammenarbeitsmodell zwischen T-Systems und Drees & Sommer konnte sich bereits in ersten durchgeführten Projekten für einen namhaften Autohersteller beweisen. Leistungen umfassten die Koordination eines Pilotprojektes, die Integration von Lieferanten- und Technologieschnittstellen sowie die Entwicklung grundlegender Prozesse und Standards. Zudem wurden verschiedene Integrationskonzepte bewertet und Lieferanten während der Umsetzung unterstützt.
Die Omniverse-Plattform ermöglicht es Fertigungsunternehmen, Lösungen zu erstellen, die alle Systeme für Montage-, Prozess-, Fördertechnik- und Industriebauplanung auf einer zentralen Plattform vereinen. Dadurch können sowohl interne Teams als auch externe Partner schneller und effizienter zusammenarbeiten. Die verbesserte Datengrundlage sorgt für frühzeitige Bewertungen von Gesamtkonzepten, eine höhere Planungsqualität und eine reibungslosere Inbetriebnahme – sowohl virtuell als auch in der realen Welt.
Stand: 16.12.2025
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