Intralogistik M2X: Gemeinsame Sprache für mobile Roboter

Von VDMA e.V. 2 min Lesedauer

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Tore öffnen, Aufzüge rufen, Ladestationen ansteuern: Für mobile Roboter gehört die Kommunikation mit ihrer Umgebung zum Alltag. Mit M2X liegt nun eine öffentliche Spezifikation vor, der diese Interaktionen vereinheitlichen kann.

Wie können mobile Roboter künftig einfacher mit Toren, Aufzügen oder Ladestationen kommunizieren? (Bild:  Sven Franke, TU Dortmund)
Wie können mobile Roboter künftig einfacher mit Toren, Aufzügen oder Ladestationen kommunizieren?
(Bild: Sven Franke, TU Dortmund)

Mit der Veröffentlichung des M2X-Entwufs (M2X steht für Machine to x) steht Unternehmen, Herstellern und Integratoren erstmals eine offene Spezifikation für die Kommunikation zwischen mobilen Robotern und Infrastrukturkomponenten zur Verfügung. Sie kann als Grundlage für eigene Entwicklungen genutzt, in bestehenden Projekten erprobt und im Rahmen der öffentlichen Kommentierungsphase weiterentwickelt werden.

Unterschiedliche Hersteller mit eigenen Schnittstellen

Der Bedarf dafür ist hoch. Mobile Roboter bewegen sich heute nicht isoliert durch Lager und Produktionshallen. Sie müssen Tore passieren, Aufzüge nutzen, Ladestationen anfahren oder Transportaufträge entgegennehmen. Damit diese Abläufe funktionieren, müssen Fahrzeuge, Flottenmanagementsysteme und Infrastruktur miteinander kommunizieren. In der Praxis stammen diese Systeme jedoch häufig von unterschiedlichen Herstellern und verwenden eigene Schnittstellen. Die Folge sind individuelle Integrationslösungen, die entwickelt, getestet und gepflegt werden müssen.

Gemeinsame Kommunikationsregeln für mobile Roboter 

M2X standardisiert die Kommunikation zwischen mobilen Robotern und ihrer Umgebung, etwa mit Aufzügen, Toren, Ladestationen, Lastübergabestationen und Signalanlagen.(Bild:  VDMA (KI-generiert))
M2X standardisiert die Kommunikation zwischen mobilen Robotern und ihrer Umgebung, etwa mit Aufzügen, Toren, Ladestationen, Lastübergabestationen und Signalanlagen.
(Bild: VDMA (KI-generiert))

Genau hier setzt M2X an. Die offene Spezifikation definiert gemeinsame Kommunikationsregeln für mobile Roboter und ihre Umgebung. Ziel ist es, dass Fahrzeuge und Infrastrukturkomponenten Informationen nach einheitlichen Prinzipien austauschen können.

Entwickelt wurde M2X vom Lehrstuhl für Förder- und Lagerwesen der TU Dortmund gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML. Unterstützt wird die Initiative durch den VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik sowie zahlreiche Industriepartner.

M2X baut auf dem Konzept der offenen Kommunikationsschnittstelle VDA 5050 auf, setzt die Nutzung dieser jedoch nicht voraus. Die Spezifikation konzentriert sich auf die Anbindung von Infrastrukturkomponenten wie Lastaufnahmestationen, Türen, Aufzügen, Signalanlagen oder Ladestationen.

Der Entwurf steht nun der Öffentlichkeit zur Verfügung. Über das GitHub-Repository kann die Spezifikation zur eigenen Nutzung abgerufen werden. Überdies können Unternehmen, Hersteller und weitere Interessierte Feedback einbringen, Verbesserungsvorschläge diskutieren und aktiv zur Weiterentwicklung der Spezifikation beitragen. Die Entwicklung von M2X erfolgt dabei offen und praxisnah in enger Abstimmung zwischen Forschung, Industrie und Anwendern.

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