DMG Mori zeigt auf der AMB Lösungen für durchgängige und effiziente Fertigungsprozesse. Im Messegepäck: 20 Maschinen, die überwiegend automatisiert live unter Span produzieren.
Schleifintegration jetzt auch für Heidenhain: Mit der Verfügbarkeit der Schleif- und Abrichtzyklen auf der Heidenhain-Steuerung macht DMG Mori die integrierte Komplettbearbeitung über verschiedene Steuerungswelten hinweg nutzbar.
(Bild: DMG Mori)
Im technologischen Fokus steht dabei die praxisnahe Weiterentwicklung bewährter Technologien direkt an der Maschine, in der CNC-Steuerung und in der Arbeitsvorbereitung. Die auf der AMB vorgestellten Lösungen sind keine isolierten Einzelinnovationen, sondern aufeinander abgestimmte Bausteine, mit denen sich Maschinen, Prozesse und Fertigungswissen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg weiterentwickeln lassen.
Die präsentierten Messehighlights konzentrieren sich auf konkrete Optimierungen entlang der gesamten Prozesskette: Durch tiefgreifende Prozessintegration wie die Schleifintegration über unterschiedliche Steuerungsplattformen hinweg, neue Technologiezyklen für die Verzahnung und geschlossene Regelkreise beim adaptiven Messen lassen sich manuelle Eingriffe signifikant reduzieren. Diese Updates unterstützen Fertigungsunternehmen gezielt dabei, komplexe Bauteile wirtschaftlicher zu bearbeiten, Qualität automatisiert zu sichern und Fertigungswissen auf dem Shopfloor digital nutzbar zu machen.
Die vorgestellten Innovationen zahlen direkt auf die Machining Transformation (MX) von DMG Mori ein, welche die technische und strategische Grundlage für das Leitmotto „Never Stop Manufacturing the Future“ bildet. Sie verbindet die vier Säulen Prozessintegration, Automation, Digitale Transformation (DX) und Grüne Transformation (GX) zu einem ganzheitlichen Ansatz, mit dem Kunden ihre Fertigung schrittweise und über den gesamten Lebenszyklus der Maschinen hinweg weiterentwickeln können:
Schleifen als integrierter Prozess: Ein Schwerpunkt ist die Kombination aus Fräsen, Drehen und Schleifen in einer Aufspannung, um Umspannvorgänge und Durchlaufzeiten zu reduzieren. Neu zur AMB ist die Verfügbarkeit der Schleifintegration für Maschinen mit Heidenhain-Steuerung, was die Technologie über verschiedene Steuerungswelten hinweg nutzbar macht.
Technologiezyklen: Neue Funktionen ohne zusätzliche Hardware-Investitionen: Das Gear Package ALL IN 2.0 feiert auf der AMB Premiere und positioniert sich als echte Neuheit. Mit nun acht voll integrierten Verzahnungszyklen (wie gearBROACHING) können komplexe Verzahnungen direkt auf Standard-Turn-Mill-Maschinen gefertigt werden, die Anschaffung einer teuren Spezialmaschine entfällt. Gleichzeitig bietet das Interpolationsdrehen 2.0 einen massiven Mehrwert: Es ermöglicht nun die hochpräzise Fertigung komplexer, asymmetrischer Konturen rein über die Achs-Interpolation, was Rüstzeiten minimiert und Sonderwerkzeuge überflüssig macht. Die Zyklen zeigen, wie sich das Leistungsspektrum von Bestandsmaschinen durch aktualisierte Software und neu integriertes Prozesswissen gezielt ausbauen lässt, ohne Neuinvestitionen in Spezialhardware oder neue Maschinen.
Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Maschinen endet dabei nicht mit der Inbetriebnahme. Ergänzend zu neuen Softwarefunktionen, Technologiezyklen und Automationslösungen schafft DMG Mori mit der 5‑Jahres‑Garantie auf ausgewählte Kernkomponenten zusätzliche Investitions- und Planungssicherheit über den gesamten Maschinenlebenszyklus hinweg.
Ein weiteres Highlight für die autonome Fertigung ist das integrierte AI Chip Removal, das live auf der NTX 2500 3. Generation demonstriert wird. Intelligente Algorithmen detektieren dabei Spänenester im Arbeitsraum und steuern während der Bearbeitung gezielt bewegliche Spüldüsen an. Durch die kontinuierliche Optimierung der Spülstrategie bei einfachster Bedienung sorgt das System für eine robuste, störungsfreie Komplettbearbeitung und verhindert ungeplante Maschinenstillstände.
Maximale Autonomie durch MATRIS WPH: Der innovative Beladeroboter von DMG Mori, hier im Einsatz an einer DMC 65 monoBLOCK, übernimmt das automatisierte Werkstückhandling und die Zuführung zu externen Stationen wie adaptiven Messsystemen für eine prozesssichere Fertigung ohne manuelle Eingriffe.
(Bild: DMG Mori)
Adaptives Messen: Geschlossener Regelkreis in der Automation: DMG Mori präsentiert eine vollautomatisierte Fertigungszelle mit dem neuen Beladeroboter MATRIS WPH und dem adaptiven Messsystem Renishaw Equator. Bauteile werden automatisiert gemessen und die Ergebnisse als Korrekturdaten direkt an die Maschine zurückgespielt. Dieser geschlossene Regelkreis erhöht die Prozessstabilität und minimiert den Ausschussanteil.
Skalierbare Automation für jede Losgröße: Neben der MATRIS-Zelle demonstriert DMG Mori sein breites Automations-Portfolio. Lösungen wie der bewährte Robo2Go, der modulare PH Cell oder WH Cell zeigen Wege zur autonomen, mannlosen Fertigung auf. Auch das Thema Automation Retrofit steht im Fokus. Damit können Kunden leistungsfähige Bestandsmaschinen über ihren ursprünglichen Auslieferungszustand hinaus weiterentwickeln und durch neue Automationsoptionen wirtschaftlicher betreiben.
Stand: 16.12.2025
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Digitale Arbeitsvorbereitung: Die digitale Arbeitsvorbereitung ist Grundlage einer effizienten und sicheren Fertigung. Im Mittelpunkt steht die durchgängige Verbindung von Konstruktion, NC-Programmierung und Werkzeugmaschine entlang der gesamten digitalen Prozesskette. Als Bindeglied zwischen Programmierung und Maschine veranschaulicht der DMG Mori Postprozessor, wie maschinenspezifisches Know-how direkt in die NC-Programme einfließt. Durchgängige digitale Prozesse, Simulationen und Optimierungen erhöhen die Effizienz und Prozesssicherheit entlang der gesamten Fertigungskette. Da Software und Maschine aus einer Hand stammen, sind beide optimal aufeinander abgestimmt und ermöglichen die volle Ausschöpfung des Maschinenpotenzials.
Live-Erlebnis auf der Messe: Die neue DMV 160
Diese technologischen Meilensteine lassen sich auf der AMB direkt in der Praxis erleben: Als zentrales Maschinen-Highlight feiert die neue Vertikalfräsmaschine DMV 160 ihre Messepremiere. Ausgestattet mit der neuen Steuerung CELOS X bildet sie das perfekte, hochproduktive Fundament für die Machining Transformation (MX) und dient am Messestand als konkretes Exponat, um viele der neuen Zyklen und Automationslösungen live in Aktion zu zeigen. Demonstriert wird die DMV 160 im Zusammenspiel mit dem PH-AMR 750: Das fahrerlose, kollaborative Transportsystem sorgt für ein vollautonomes Palettenhandling auf engstem Raum, ohne dass hierfür feste Schienen oder Sicherheitszäune im Produktionslayout nötig sind.
Ganzheitliche Vernetzung für die Fertigung der Zukunft
Die vorgestellten Technologien ergänzen die übergeordnete Digitalisierungsstrategie von DMG Mori um konkrete Anwendungen für die tägliche Fertigungspraxis. Als zentrales Zukunftsthema auf der AMB rückt die neue, zukunftsfähige Fertigungsplattform CELOS X in den Fokus. Als digitales Betriebssystem der Fertigung (DX) ermöglicht es gemeinsam mit der No-Code-Lösung TULIP sowie integrierten Lösungen für die digitale Arbeitsvorbereitung und NC-Programmierung die durchgängige, sichere Vernetzung von Maschinen, Prozessdaten und Mitarbeitern auf dem Shopfloor und legt so den Grundstein für datenbasierte Optimierungen.
„Unsere Kunden stehen vor der Aufgabe, bestehende Fertigungsprozesse produktiver, flexibler und sicherer zu gestalten. Auf der AMB zeigen wir, wie unsere konsequente Weiterentwicklung genau dort ansetzt: in der durchgängigen Automation, der tiefen Prozessintegration direkt an der Maschine und in der digitalen Vorbereitung“, fasst Dr. Harald Neun, Executive Officer DMG Mori zusammen, warum sich ein Besuch des Messeauftritts lohnt. „Ob Prozessintegration, Technologiezyklen, adaptive Messtechnik, Automation oder digitale Arbeitsvorbereitung: Unsere Highlights auf der AMB zeigen, wie Kunden ihre Fertigung Schritt für Schritt weiterentwickeln können. Genau das verstehen wir unter Never Stop Manufacturing the Future.“