Fertigungskunden von PTC verlassen sich auf das Field Service Management, um ihre Produktleistung, Kundenzufriedenheit und Rentabilität zu steigern. Die Akquisition von Servicemax durch PTC soll das Leistungsspektrum des Closed-Loop-PLM-Portfolios stärken.
(Quelle: Shutter B/AdobeStock)
PTC hat eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme von Servicemax für rund 1,46 Milliarden US-Dollar in Barmitteln auf Basis einer Cash-und-Debt-Free-Klausel unterzeichnet. Das Unternehmen ist mehrheitlich im Besitz von Silver Lake. Servicemax ist als Anbieter von Cloud-nativer, produktorientierter Field Service Management (FSM) Software anerkannt. Es wird erwartet, dass die Übernahme das Angebot von PTC im Bereich des Closed-Loop-Produktlebenszyklusmanagements (PLM) stärkt, indem der digitale Faden von Produktinformationen in nachgelagerte Enterprise-Asset-Management- (EAM-) und FSM-Funktionen erweitert wird. Vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden und anderer Bedingungen wird der Abschluss der Transaktion für Anfang Januar 2023 erwartet.
„Die Übernahme ist ein wichtiger Bestandteil der Closed-Loop-PLM-Strategie von PTC“, erklärt Jim Heppelmann, President und CEO von PTC. „Die PLM-Funktionen, die PTC seit langem den Entwicklungs- und Fertigungsabteilungen anbietet, sind das Aufzeichnungssystem für die digitale Definition jeder Produktkonfiguration. Servicemax wird dies ergänzen, indem es das System für die Überwachung und Wartung von Produktinstanzen bereitstellt, nachdem diese das Werk verlassen haben und vom Kunden eingesetzt werden. Nach Abschluss dieser Übernahme eröffnet sich PTC die einzigartige Möglichkeit, die vollständige digitale Produktdefinition aus unseren CAD- und PLM-Lösungen durch detaillierte Nutzungsinformationen aus unseren IoT-Lösungen (Internet of Things) und der kompletten Servicehistorie von ServiceMax zu ergänzen. PTC wird das einzige Unternehmen sein, das Herstellern diesen umfassenden Überblick über ihre Produkte in jeder Phase des Lebenszyklus bieten kann.“
Field Service Management für Medizintechnik, Industrieprodukte, Luft- und Raumfahrt
PTC und ServiceMax sind seit 2015 Partner. Sie unterstützen Hersteller komplexer, hoch konfigurierter Produkte in den Bereichen Medizintechnik, Industrieprodukte, Luft- und Raumfahrt und verwandten Branchen. Für diese Hersteller ist der Kundendienst ein strategischer Teil ihres Geschäfts, mit dem sie die Produktleistung aufrechterhalten, den Lebenszyklus ihrer Produkte verlängern, die Kundenzufriedenheit steigern, das Umsatzwachstum fördern und die Rentabilität erhöhen.
„Uns verbindet eine langjährige Beziehung zu PTC, die auf dem gemeinsamen Profil unserer Kunden, den natürlichen Synergien unserer Produkte und dem gemeinsamen Verständnis für die Bedeutung von Produktdaten in den verschiedenen Phasen des Lebenszyklus beruht", so Neil Barua, CEO von ServiceMax.
Umfassende Suite von Cloud-nativen FSM-Funktionen
Der Dienstleister bietet eine umfassende Suite von Cloud-nativen FSM-Funktionen, die auf der Salesforce-Plattform aufbauen. Zu diesen Funktionen gehören die Verwaltung aller relevanten Informationen über die gewarteten Produkte (Produktbeschreibung, Seriennummer, Servicehistorie und mehr), die Erstellung und Verwaltung von Arbeitsaufträgen sowie die Planung und Disposition von Technikern. Die FSM-Funktionen sind außerdem eng in das CRM-System von Salesforce integriert.
Die FSM-Funktionen ergänzen das gesamte Digital-Thread-Portfolio von PTC: die Nutzung von Produktdefinitionsdaten aus den PTC-Lösungen Creo und Windchill, die Funktionen für technisches Publizieren aus der PTC-Software Arbortext, die Funktionen für das Ersatzteilmanagement aus der PTC-Software Servigistics, die IoT- und Digital-Twin-Funktionen aus den Thingworx-Lösungen von PTC und die Augmented-Reality-Funktionen (AR) aus der PTC-Software Vuforia. Durch die Fernüberwachung vernetzter Produkte mit Thingworx könnten Kunden beispielsweise proaktiv Servicebedarf erkennen und automatisch Serviceaufträge in Servicemax generieren. Servicetechniker könnten 2D-Arbeitsanweisungen aus Arbortext oder in Vuforia erstellte 3D-AR-Arbeitsanweisungen, die aus den in Creo erstellten und in Windchill verwalteten digitalen Produktdefinitionsinformationen des Produkts abgeleitet sind, nutzen. Techniker könnten auch ein detaillierteres Verständnis der Serviceaktivitäten nutzen, um den Ersatzteilbestand mit Servigistics zu optimieren.
Stand: 16.12.2025
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