Return on Prevention Maschinensicherheit als Wirtschaftsfaktor

Von U-Tech 3 min Lesedauer

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Maschinensicherheit schützt Beschäftigte und kann zugleich Ausfälle und Kosten senken. Ein Whitepaper von U-Tech beleuchtet den wirtschaftlichen Nutzen präventiver Sicherheitsmaßnahmen.

Automatisierte Prüfsysteme erkennen Fehler frühzeitig. Präventive Maschinensicherheit kann dazu beitragen, Produktionsabläufe zu stabilisieren.(Bild:  © Rafli/stock.adobe.com - generiert mit KI)
Automatisierte Prüfsysteme erkennen Fehler frühzeitig. Präventive Maschinensicherheit kann dazu beitragen, Produktionsabläufe zu stabilisieren.
(Bild: © Rafli/stock.adobe.com - generiert mit KI)

Maschinensicherheit ist mehr als eine regulatorische Pflicht: Präventive Maßnahmen können auch dazu beitragen, Produktionsabläufe zu stabilisieren, Ausfallzeiten zu verringern und Kosten zu begrenzen. Wie sich dieser wirtschaftliche Nutzen bewerten lässt, zeigt das Whitepaper „Your Return on Prevention“ der U-Tech Gesellschaft für Maschinensicherheit mbH.
Das Whitepaper betrachtet den sogenannten Return on Prevention (RoP) aus zwei Perspektiven: den Kosten von Arbeitsunfällen für Unternehmen und den Auswirkungen von Störungen auf die Produktion. Als Richtwert verweist U-Tech auf eine Untersuchung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV): Demnach ergibt sich für jeden in Arbeitssicherheit investierten Euro im Durchschnitt ein wirtschaftlicher Nutzen von 2,20 Euro. Der Wert bezieht sich auf Arbeitssicherheit allgemein und verdeutlicht laut Whitepaper, warum Prävention auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden sollte.

Unfallfolgen reichen über direkte Kosten hinaus

Arbeitsunfälle verursachen neben direkten Ausgaben, etwa für medizinische Versorgung oder Versicherungsleistungen, auch indirekte Kosten. Dazu zählen Produktivitätsverluste, organisatorischer Mehraufwand, die Einarbeitung von Ersatzpersonal und Verzögerungen im Betriebsablauf. Die im Whitepaper angeführten Studien beziffern den Anteil dieser indirekten Effekte an den Gesamtkosten eines Arbeitsunfalls auf rund 66 Prozent.
Für Deutschland nennt das Dokument durchschnittliche Kosten von rund 44.900 Euro pro Arbeitsunfall. Auch Ausfallzeiten wirken sich auf die Organisation aus: Teams müssen Aufgaben neu verteilen, Abläufe umplanen und gegebenenfalls Ersatzpersonal einarbeiten. Investitionen in Prävention können daher nicht nur Risiken reduzieren, sondern auch die Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit der Belegschaft unterstützen.

Maschinensicherheit als Hebel gegen Stillstände

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Folgen ungeplanter Produktionsunterbrechungen. Sie können einzelne Anlagen oder ganze Bereiche betreffen und Verzögerungen in nachgelagerten Prozessen, unter Druck geratene Liefertermine sowie zusätzliche Kosten nach sich ziehen. Das Whitepaper verweist auf einen durchschnittlichen Kostenwert von rund 147.000 Euro pro Stunde ungeplanten Stillstands in der Industrie. Auch kürzere Ausfälle können demnach durch Folgewirkungen wie Reinigungsaufwand oder lange Wiederanlaufzeiten erhebliche Kosten verursachen.
Maschinensicherheit wirkt sich damit auch auf betriebliche Kennzahlen aus – darunter Anlagenverfügbarkeit, Overall Equipment Effectiveness (OEE), Durchlaufzeiten und Produktionskosten pro Einheit. Prävention soll helfen, Risiken frühzeitiger zu erkennen und Störungen zu vermeiden, bevor sie zu längeren Unterbrechungen führen.

Moderne Systeme und Nachrüstung

Im Gegensatz zu rein reaktiven Lösungen, die bei Gefahr häufig eine Abschaltung auslösen, können moderne, datenbasierte Sicherheitssysteme Risiken frühzeitig erfassen und situationsabhängige Eingriffe ermöglichen. Das kann dazu beitragen, Sicherheit und Produktivität besser miteinander zu verbinden. Das Whitepaper führt Studien an, nach denen präventive Sicherheits- und Wartungskonzepte die Anlagenverfügbarkeit in bestimmten Fällen um bis zu 25 Prozent erhöhen können. Zudem verweist es auf Analysen, denen zufolge eine konsequente Erfassung und Auswertung von Beinaheunfällen schwere Unfälle innerhalb weniger Jahre um bis zu 23 Prozent reduzieren kann.
Für Unternehmen mit gewachsenen Maschinenparks ist laut U-Tech auch die Nachrüstbarkeit relevant: Schutzsysteme lassen sich so in Bestandsanlagen integrieren, ohne die Maschinen vollständig ersetzen zu müssen. Das kann Investitionen schrittweise planbar machen und Implementierungsrisiken begrenzen.
Das Whitepaper empfiehlt, Maschinensicherheit als strategischen Faktor zu bewerten, indirekte Kosten bei Investitionsentscheidungen zu berücksichtigen und flexible, nachrüstbare Systeme einzubeziehen. Ziel sei, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit nicht als Gegensätze zu behandeln, sondern als miteinander verbundene Voraussetzungen für stabile Produktionsprozesse.

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