Mit Scout, Optio und Regis ergänzt Teguar sein Portfolio um drei Industrie-PC-Typen für Datenerfassung, Machine Vision und Edge AI – vom kompakten Gateway bis zur GPU-Plattform.
Drei neue Industrie-PC-Leistungsklassen für den industriellen Edge: Scout TB-6293 (links) erfasst und überträgt Maschinen- und Sensordaten, Optio TB-7293 (Mitte) unterstützt lokale Bild- und Prozessanalysen, und Regis TB-7393 (rechts) bietet Erweiterungen für rechenintensive Machine-Vision- und KI-Anwendungen.
(Bild: Teguar Europe AG)
Teguar erweitert sein Industrie-PC Portfolio für Deutschland, Österreich und die Schweiz um die neue Regiment-Serie. Die Produktfamilie umfasst mit Scout TB-6293, Optio TB-7293 und Regis TB-7393 drei robuste Industriecomputer für unterschiedliche Aufgaben entlang industrieller Daten- und KI-Prozesse – vom kompakten Gateway zur lokalen Datenerfassung bis zur leistungsfähigen Edge-AI-Plattform mit dedizierter GPU-Unterstützung. Die Systeme wurden für industrielle Edge-Computing-, Automatisierungs- und KI-Anwendungen konzipiert und unterscheiden sich gezielt hinsichtlich Rechenleistung, Schnittstellenausstattung und Erweiterbarkeit. Damit können Maschinenbauer, produzierende Unternehmen, Systemintegratoren und OEMs die Computerplattform an die jeweilige Aufgabe innerhalb einer Anlage anpassen, ohne für jede Leistungsklasse auf ein grundsätzlich anderes Systemkonzept ausweichen zu müssen.
Drei Industrie-PC-Leistungsklassen für eine durchgängige Edge-Architektur
Das Konzept der Regiment Industrie-PC Serie basiert auf drei aufeinander abgestimmten Leistungsklassen. Scout übernimmt Aufgaben direkt am äußeren Rand eines industriellen Netzwerks, Optio verbindet kompakte Abmessungen mit höherer KI- und Schnittstellenleistung und Regis stellt umfangreiche Rechen-, Speicher- und Erweiterungsressourcen für anspruchsvolle industrielle KI-Anwendungen bereit. Damit kann die Serie unterschiedliche Aufgaben innerhalb einer Edge-Architektur übernehmen:
Maschinen- und Sensordaten lokal erfassen
Daten aus Produktionsanlagen aggregieren
Kameras und industrielle Peripherie anbinden
Produktions- und Prozessdaten lokal analysieren
Machine-Vision-Anwendungen ausführen
KI-gestützte Qualitätskontrollen realisieren
Maschinen und Anlagen überwachen
Daten an zentrale Edge-Systeme, SCADA-Plattformen oder übergeordnete IT-Systeme übertragen
Edge-Endpunkte innerhalb einer Produktionsumgebung vernetzen
Die Industriecomputer Systeme verfügen je nach Modell über Ethernet, PoE, USB-C, serielle Schnittstellen, digitale Ein- und Ausgänge sowie Optionen für WLAN und Mobilfunk. Robuste Aluminiumgehäuse und erweiterte Betriebstemperaturbereiche unterstützen den Einsatz außerhalb klassischer Büro- und Serverumgebungen.
Scout TB-6293: kompakter Datensammler am Rand des Netzwerks
Der Scout TB-6293 Industrie-Computer ist mit 118,5 × 80,4 × 39,5 mm das kleinste System der Familie. Er nutzt wahlweise einen Intel Processor N150 oder Core 3 N355 mit 8 oder 16 GB LPDDR5-Speicher und arbeitet lüfterlos. Zwei Gigabit-Ethernet-Ports, USB-C, HDMI und RS-232/422/485 ermöglichen die Anbindung von Steuerungen und Peripherie. Je nach Variante lässt sich Power over Ethernet für die Stromversorgung des Rechners oder angeschlossener Geräte nutzen; eine DIN-Schienenhalterung ist vorgesehen. Scout eignet sich als kompaktes Edge Gateway im Schaltschrank oder direkt an der Maschine: Er sammelt Produktions- und Sensordaten und leitet sie an ein übergeordnetes System weiter. Typische Anwendungen sind Betriebsdatenerfassung, Remote Monitoring und die Nachrüstung bestehender Anlagen. Optional sind WLAN und Mobilfunk möglich.
Optio TB-7293: Edge AI zwischen Maschine und zentraler Plattform
Der Optio TB-7293-Industrie-PC kombiniert Intel Core Ultra 5 125U oder Core Ultra 7 155U mit einer integrierten NPU für geeignete KI-Workloads. Bis zu 48 GB DDR5-RAM, USB- und USB-C-Anschlüsse, vier 2,5-Gigabit-Ethernet-Ports sowie serielle Schnittstellen bieten Platz für Kameras, Sensoren und industrielle Peripherie. Das System wird passiv gekühlt; mit entsprechend spezifizierten Speicherkomponenten reicht sein Betriebstemperaturbereich von −40 bis +60 °C.
Mit vier COM-Schnittstellen und digitalen Ein- und Ausgängen kann Optio Bildverarbeitung mit vorhandener Steuerungstechnik verbinden. Prüfergebnisse lassen sich bei passender Softwareanbindung an eine SPS zurückmelden.
(Bild: Teguar Europe AG)
In der Fertigung kann Optio mit geeigneter Software Bild- und Sensordaten vor Ort analysieren: etwa zur optischen Qualitätskontrolle, zur Erkennung von Produktfehlern oder zur Zustandsüberwachung von Betriebsmitteln. Auch als zentraler Datenknoten für mehrere Geräte in einer Produktionslinie kommt das System infrage. Ein möglicher Einsatz ist eine visuelle Prüfstation: Kameras erfassen Bauteile auf einem Förderband, während eine passende Anwendung die Bilder unmittelbar vor Ort auswertet und auffällige Teile meldet. Drei Videoanschlüsse unterstützen laut Teguar bis zu vier Displays; damit lassen sich die Ergebnisse auf mehreren Bildschirmen anzeigen. Optional verfügbare PoE-Funktionen können die Verkabelung angeschlossener Geräte vereinfachen.
Für besonders rechenintensive Aufgaben: Industrie-PC Regis TB-7393
Für besonders rechenintensive Aufgaben ist der Industrie-PC Regis TB-7393 ausgelegt. Intel Core Desktop-Prozessoren der 14. Generation, bis zu 96 GB DDR5-RAM und die Option für eine dedizierte Grafikkarte über PCIe schaffen Spielraum für Machine Vision und KI-Inferenz. Vier 2,5-Gigabit-Ethernet-Anschlüsse gehören zur Ausstattung; Erweiterungsmodule ermöglichen unter anderem zusätzliche LAN- oder PoE-Ports, CAN-Bus und serielle Schnittstellen. Regis kann mehrere Kamera- und Sensordatenströme in einer Anlage verarbeiten, etwa für automatisierte Qualitätsprüfungen oder die Überwachung von Produktionsprozessen. Der Prozessor wird passiv gekühlt; für den PCIe-Erweiterungsbereich sieht die Produktspezifikation eine aktive Kühlung vor.
Stand: 16.12.2025
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im fokus: TEGUAR
Teguar ist ein Anbieter von industriellen und medizinischen Computerlösungen. Die Teguar-Industrie- und Medizincomputer wurden speziell entwickelt, um in anspruchsvollen Umgebungen und Anwendungen zuverlässig und leistungsfähig zu funktionieren. Zum Portfolio gehören Industriecomputer, Panel-PCs, Embedded Computer, robuste Tablets, Medical PCs, medizinische Displays sowie Edge- und KI-Systeme. Die Geräte sind laut Hersteller für Einsatzgebiete konzipiert, in denen klassische Consumer-Hardware aufgrund von Umgebungsbedingungen, Dauerbetrieb, Hygieneanforderungen oder besonderen Integrationsvorgaben an ihre Grenzen stößt.