Zwei Maschinen aus der neuen Robocut CiC-Baureihe hatten ihre AMB-Premiere vom 13. bis 17. September in Stuttgart.
(Quelle: FANUC)
Die Drahterodiermaschinen der CiC-Baureihe basieren auf einem überarbeiteten Maschinenkonzept sowie neuer Kinematik. Dank dieser und einer Reihe weiterer Innovationen bietet die Robocut α-CiC Serie von FANUC ein noch höheres Niveau an Zuverlässigkeit, Schnittgeschwindigkeit, Oberflächengüte und Maßgenauigkeit. Anhand von Live-Demonstrationen stellte FANUC zusammen mit Systempartnern Leistungsfähigkeit sowie Einsatzvielfalt vor. In der Sonderschau „Smart-Factory“ am Eingang Ost wurden Maschinen mit Robotern und CNC-Systemen als integraler Bestandteil einer kompletten Prozesskette gezeigt.
Eine konstruktive Neuerung fällt erfahrenen Robocut-Nutzern auf: die veränderte Anordnung von X- und Y-Achse. Diese Achsanordnung hat zwei Vorteile. Zum einen lassen sich die Achsen platzsparender anordnen, zum anderen ließ sich der Stick-Slip-Effekt reduzieren. Damit arbeitet die Robocut noch präziser als bisher schon. Die zweite Änderung ist nicht „sichtbar“, denn für die Maschinen dieser Baureihe ist nun ein steiferer Guss für das Maschinengestell verarbeitet. Durch die verbesserte Grundsteifigkeit lassen sich höhere Genauigkeiten erzielen.
Diese Neukonfiguration des Robocut-Designs verringert Schwingungen und fördert eine bessere Stabilität. Dies führt zu einer höheren Schnittgenauigkeit und Zuverlässigkeit der Maschine. Ein weiteres Plus bei der Präzisionsbearbeitung ist die Matrixkompensation, die sich schon in der CiB-Serie bewährt hat. Dabei sorgt ein spezielles, werksseitig kalibriertes Kompensationsgitter für die Korrektur von Steigungsfehlern über die gesamte X-Y-Ebene – anstelle eines einzigen zentralen Punktes – und bietet so einen deutlichen Vorteil bei der Werkstückgenauigkeit. Es spielt keine Rolle mehr, wo sich das Werkstück befindet, es lässt sich das gleiche Maß mit optimaler Präzision erreichen.
Ein weiterer bemerkenswerter Fortschritt ist die verbesserte Genauigkeit bei der Konikbearbeitung sowie die einfachere Konikjustage, bei welcher man intuitiv über die Bedieneroberfläche geführt wird.
Zusammen mit den konstruktiven Verbesserungen bekommen die neuen Drahterodiermaschinen als Bedieneinheit ein Panel iH Pro. Die neue und verbesserte Benutzeroberfläche mit ihrem 15'' großem Bildschirm, Multi-Touch-LCD bedeutet, dass eine intuitivere Bedienung ein weiterer Fortschritt ist. Besonders für diejenigen, die relativ neu im Drahterodieren sind.
Drahterodiermaschinen: Überzeugend in der Praxis
Am Messestand von FANUC zeigte Systempartner und -integrator CNC Häberle, Laichingen, das Profilieren einer CBN-Schleifscheibe auf einer Robocut α-C400iC mit Achserweiterung. Damit steht für metallisch gebundene CBN- und Diamantschleifscheiben eine neue Abrichtstrategie zur Verfügung – das drahterosive Abrichten. Diese berührungslose Abrichtstrategie erlaubt die Umsetzung genauester Rundlaufanforderungen bei höchster Profiltreue. Beim funkenerosiven Abrichten von Schleifscheiben per Drahterosion lässt sich ausschließlich die Bindung der Schleifscheibe bearbeiten. Die Schleifkörner bleiben vom Prozess unangetastet und behalten somit ihre natürliche Form und Schärfe. Das Verfahren ermöglicht die Herstellung komplexer Profile für Scheiben bis 330 mm Durchmesser.
Systemintegrator Carat Automation, Schwäbisch Gmünd, zeigte in einer zweiten Robocut-Zelle mit der größeren Drahterodiermaschine Robocut α-C600iC wie ein PKD-Werkzeugrohling für die Werkzeugindustrie geschnitten wird. Dabei assistierte ein Leichtbauroboter CRX-10iA auf einer mobilen Plattform. Gedacht ist diese Zelle für kleine bis mittlere Losgrößen, um beispielsweise auch die Produktivität durch Überbrückung einer mannlosen Schicht oder am Wochenende zu verbessern.
Stand: 16.12.2025
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