Wie lässt sich Nachhaltigkeit im Werkzeugbau systematisch und wirtschaftlich umsetzen? Dieser Frage widmete sich das WZL-Forschungsprojekt „SustainTool – Werkzeugbau als Motor der Nachhaltigkeit“.
Gruppenfoto der Teilnehmenden des Abschlusstreffens bei der RICO Elastomere Projecting in Thalheim bei Wels, Österreich.
(Bild: Elastomere Projecting)
Das WZL-Forschungsprojekt „SustainTool – Werkzeugbau als Motor der Nachhaltigkeit“ wurde nach einer Laufzeit von mehr als zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen. Gemeinsam entwickelten Forschungseinrichtungen und Industriepartner Methoden, Leitfäden und digitale Werkzeuge, mit denen Werkzeugbaubetriebe ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte messbar bewerten und gezielt verbessern können.
Nachhaltigkeit systematisch im Werkzeugbau verankern
Werkzeugbaubetriebe stehen zunehmend vor der Herausforderung, steigende Anforderungen an Ressourceneffizienz, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft mit wirtschaftlichen Produktionsprozessen in Einklang zu bringen. Das Forschungsprojekt „SustainTool“ verfolgte daher das Ziel, Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Werkzeugbaus anhand konkreter Daten, Kennzahlen und Handlungsempfehlungen praktisch umsetzbar zu machen.
Praxisnahe Methoden und digitale Werkzeuge entwickelt
Im Projekt entstanden verschiedene praxisorientierte Lösungen für Unternehmen. Dazu gehören ein Leitfaden zur nachhaltigen Werkzeugherstellung, ein Leitfaden zur Durchführung von Klimarisikoanalysen, Tools zur Energiesimulation im Spritzgießprozess, ein morphologischer Kasten zur Entwicklung ressourceneffizienter Werkzeugkonzepte sowie ein CO₂-Rechner für Spritzgusswerkzeuge. Die entwickelten Methoden unterstützen Unternehmen dabei, Emissionen, Energie- und Materialverbräuche sowie Potenziale der Kreislaufwirtschaft systematisch zu erfassen, zu bewerten und gezielt zu optimieren.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Projekts war die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie. Die Ergebnisse wurden gemeinsam mit den Unternehmen des projektbegleitenden Ausschusses in Workshops, Validierungsrunden und regelmäßigen Projekttreffen entwickelt und kontinuierlich an den Anforderungen der industriellen Praxis ausgerichtet. Dadurch konnten die entwickelten Instrumente unter realen Anwendungsbedingungen bewertet und weiterentwickelt werden.
Von der Forschung in die industrielle Anwendung
Der Lehrstuhl für Produktionsmanagement am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen brachte seine Expertise insbesondere in den Bereichen nachhaltige Werkzeugherstellung, CO₂-Bewertung, kollaboratives Emissionsmanagement sowie Kreislaufwirtschaft ein. Im Rahmen des Projekts wurden unter anderem Strategien und Handlungsempfehlungen für eine nachhaltigere Werkzeugherstellung sowie Ansätze zur stärkeren Nutzung von Re-Use- und Re-Fabrikationskonzepten im Werkzeugbau erarbeitet.
„SustainTool zeigt, dass Nachhaltigkeit im Werkzeugbau nicht abstrakt bleiben muss. Mit belastbaren Emissionsdaten, praxisnahen Methoden und konkreten Handlungsempfehlungen erhalten Unternehmen Instrumente, um ökologische und wirtschaftliche Potenziale gleichermaßen zu erschließen“, sagt Helen Baumert, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Produktionsmanagement am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen.
Erfolgreicher Projektabschluss in Österreich
Den Abschluss des Projekts bildete am 23. Juni 2026 ein hybrides Projekttreffen bei der RICO Elastomere Projecting in Thalheim bei Wels (Österreich). Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Forschungseinrichtungen sowie der Unternehmen des projektbegleitenden Ausschusses diskutierten die Projektergebnisse und deren Potenziale für die industrielle Anwendung.
Das Forschungsprojekt SustainTool lief vom 1. März 2024 bis zum 30. Juni 2026. Neben dem Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen waren der Kunststoff-Cluster der Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur, die Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe (FGW), die Montanuniversität Leoben, die Fraunhofer Austria Research sowie die Hochschule Schmalkalden als Forschungspartner beteiligt.
Das Forschungsprojekt SustainTool (Förderkennzeichen 01IF00374C) wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen des Programms zur Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) gefördert.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.