Neura Gym RWTH Aachen Globales Trainingsnetzwerk für Physical AI wird erweitert

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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Ende 2026 wird das Neura Gym RWTH Aachen eröffnet. Industriepartner erhalten Zugang zur ersten offenen Infrastruktur für das Training und den Einsatz von Physical AI. Aktuell sind zehn Gyms im Aufbau.

(Bild:  RWTH Aachen/NEURA Robotics)
(Bild: RWTH Aachen/NEURA Robotics)

Neura Robotics, Pionier für kognitive Robotik und Entwickler des Neuraverse, gibt eine neue Partnerschaft mit der RWTH Aachen zum Aufbau des Neura Gym RWTH Aachen bekannt. Damit setzt das Unternehmen den globalen Rollout seiner Gyms fort, ein weltweites Netzwerk speziell entwickelter Trainingszentren für Physical AI. Die Gyms lösen die größte Herausforderung im Bereich intelligenter Robotik: den Mangel an realen Trainingsdaten. Ermöglicht wird der globale Rollout durch die Series-C-Finanzierung von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar, der größten Runde, die ein Full-Stack-Robotikunternehmen je erzielt hat.

Aktuell befinden sich weltweit zehn Gyms im Aufbau, fünf davon werden bis Ende 2026 in Europa, in den USA und in China in Betrieb gehen. Das Gym-Netzwerk hat zwei europäische Leuchtturm-Standorte, beide davon in Deutschland:

• Das Neura Gym RWTH Aachen, das in Partnerschaft mit der RWTH Aachen am Hightech Campus Melaten entsteht.

• Das TUM RoboGym (powered by Neura), das im vierten Quartal 2026 am Münchner Flughafen in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München (TUM) und ihrem Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) eröffnet.

Gemeinsam machen diese beiden Standorte Deutschland zum Rückgrat der Physical-AI-Infrastruktur in Europa.

Die Datenlücke für Physical AI schließen

Anders als große Sprachmodelle, die mit Billionen von Datenpunkten trainieren, steht Robotern nur ein Bruchteil dieses Volumens an Trainingsdaten zur Verfügung. Simulationen allein können die Vielfalt und Unvorhersehbarkeit realer Umgebungen, in denen Roboter arbeiten werden, nicht abbilden. Die Gyms sind speziell entwickelte Trainingszentren, in denen kognitive Roboter unter realen Bedingungen und im großen Maßstab trainieren. Physisches Training wird dabei mit hochpräziser Simulation kombiniert. So entstehen hochwertige Datensätze, die direkt in das Neuraverse einfließen – die offene, cloudbasierte Plattform von Neura, die Roboter, Entwickler und Industriepartner weltweit miteinander verbindet. Im Gym können Partner Roboter für ihre spezifischen Anwendungsfälle trainieren und testen, bevor sie sich für eine vollständige industrielle Implementierung entscheiden. Das senkt das Einführungsrisiko und macht den Einsatz schneller produktiv.

Ein Ökosystem, das auf Partnerschaften baut

Über einen frühzeitigen Zugang zum Gym können Industrieunternehmen und Entwickler Roboter für ihre eigenen Anwendungsfälle trainieren, bevor diese im Regelbetrieb zum Einsatz kommen. Der Anbieter stellt dafür die Infrastruktur bereit, die Partner bringen ihr Fachwissen ein und bleiben dabei im Besitz ihrer Daten, Modelle und trainierten Roboterfähigkeiten. Was sie teilen möchten, können sie über das Neuraverse verfügbar machen, sodass das Netzwerk kontinuierlich leistungsfähiger wird. Davon profitiert wiederum jeder Einzelne im Ökosystem.

„Der größte Engpass für Physical AI ist nicht mehr die Intelligenz, sondern die Praxis“, sagt David Reger, CEO und Gründer von Neura Robotics. „Roboter lernen, indem sie mit der realen Welt interagieren, und genau deshalb bauen wir die Neura Gyms. Jedes Unternehmen verfügt über Wissen, das heute kein KI-Modell besitzt. Unsere Gyms übersetzen dieses Wissen in einsatzbereite Roboterfähigkeiten, und jeder Partner behält dabei die volle Kontrolle über seine Daten. Gemeinsam mit der RWTH Aachen bauen wir die Infrastruktur, die Physical AI braucht, um zu skalieren.“

Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, Rektor der RWTH Aachen, ergänzt: „Die Zusammenarbeit und das Neura Gym RWTH Aachen im Herzen unserer Universität heben unsere Transferstrategie auf ein neues Niveau. Die RWTH blickt auf Jahrzehnte technologischer Exzellenz im Maschinenbau, in der Elektrotechnik und in der Informatik zurück. Indem wir diese wissenschaftliche Spitzenstellung mit einem führenden Hightech-Pionier verbinden, schaffen wir eine einzigartige Infrastruktur für die Fachkräfte von morgen und sichern Deutschlands Spitzenposition im globalen KI-Wettbewerb.“

Zwei deutsche Leuchttürme, ein globales Netzwerk

Das Neura Gym RWTH Aachen am Hightech Campus Melaten umfasst rund 3000 Quadratmeter. Es ist industrieoffen und speziell für Forschung, KI-basiertes Training und den industriellen Einsatz von Physical-AI-Modellen der nächsten Generation in der intelligenten und humanoiden Robotik ausgelegt. Rund 20 Institute der RWTH werden in die Einrichtung eingebunden und ermöglichen großen wie mittelständischen Unternehmen Zugang zu einer Infrastruktur, in der sie High-End-Robotik für ihre Produktionsprozesse testen können, insbesondere in der Fertigung, Automobilindustrie, Kreislaufwirtschaft und Medizintechnik.

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Die Partnerschaft verbindet die kommerzielle Robotikplattform des Unternehmens mit der umfassenden Expertise der Technischen Hochschule in Robotik und maschineller Intelligenz. Zwei führende Lehrstühle der RWTH prägen die Forschungsagenda des Standorts. Prof. Dr. Volkmar Schulz, Inhaber des Lehrstuhls für Bildgebung und Computer Vision, entwickelt physikbasierte Foundation Models als kognitiven Kern zukünftiger Roboter. Prof. Dr. Burkhard Corves, Leiter des Instituts für Getriebetechnik, Maschinendynamik und Robotik (IGMR), forscht an sicherer, intuitiver Mensch-Roboter-Interaktion, ermöglicht durch integrierte Methoden der Bewegungs- und Manipulationsintelligenz.

Das TUM RoboGym bildet den ersten Ankerpunkt im globalen Gym-Netzwerk. Auf 2300 Quadratmetern und mit einer großen Flotte humanoider und kognitiver Roboter steht es für eine neue Kategorie von Forschungs- und Industrieinfrastruktur: eine, die europäische akademische Exzellenz in KI und maschineller Intelligenz mit der kommerziellen Robotikplattform. Mit einem Investitionsvolumen von 17 Millionen Euro.

Gemeinsam bilden diese Standorte das Fundament der globalen Gym-Infrastruktur.