Große Expertenumfrage

Das sind die aktuellen Trends in der Intralogistik

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Statements von Zimmer Group und IGZ

Fragen an die Experten

1. Welche Themen und Trends treiben Unternehmen in der Intralogistik derzeit am stärksten um?

2. Wo sehen Sie die größten Hebel, um Logistikprozesse in der Produktion zu verbessern?


3. Was sind die größten Hürden bei der Einführung digitaler Lösungen in der Intralogistik?
 

Andreas Ullrich, Zimmer Group

Andreas Ullrich ist Gebietsverkaufsleiter bei Zimmer Group. (Bild:  Zimmer Group)
Andreas Ullrich ist Gebietsverkaufsleiter bei Zimmer Group.
(Bild: Zimmer Group)

1. Derzeit stehen viele Unternehmen unter hohem Druck aufgrund steigender Kosten, Fachkräftemangel und einer wachsenden Variantenvielfalt in der Produktion. Um Logistikprozesse effizienter, flexibler und wirtschaftlicher zu gestalten, gewinnen die Digitalisierung von Prozessen und die Automatisierung manueller Tätigkeiten daher zunehmend an Bedeutung.

2. Einer der größten Hebel liegt in der konsequenten Optimierung des Material- und Warenflusses. Gerade hier finden sich noch zahlreiche manuelle Tätigkeiten mit hohem Zeitaufwand. AMRs wie unser Miles bieten dabei mehr als reinen Material- oder Warentransport. Durch intelligente Aufbauten – etwa mit Robotermodul – lassen sich Prozesse wie automatisiertes Kommissionieren, Palettieren oder Depalettieren effizient abbilden. Ein großer Vorteil liegt hier in der Flexibilität: AMRs sind nicht stationär gebunden, können an verschiedenen Einsatzorten genutzt werden und lassen sich schnell anpassen. Dadurch steigt die Auslastung insgesamt, was zu einer schnellen Amortisation der Investition führt.

3. Eine Herausforderung ist die unzureichende Datenbasis. Für die Automatisierung von Prozessen werden belastbare Stammdaten zu Produkten und definierte Abläufe benötigt, die nicht immer vollständig vorliegen. Hinzu kommen individuelle Faktoren in der bestehenden Infrastruktur: Bodenbeschaffenheit, Platzverhältnisse, hohes Personen- und Staplerverkehrsaufkommen sowie Anbindungen an vor- und nachgelagerte Prozesse. Aus unserer Sicht ist es entscheidend, Hard- und Software gemeinsam zu denken und Lösungen ganzheitlich zu betrachten. Am Anfang steht eine fundierte Bedarfsanalyse: Wo sind reale Automatisierungspotenziale und wie gelingt die Integration in die bestehende Infrastruktur? Hierzu begleiten wir Kunden individuell, von der Analyse über die Umsetzung bis hin zur nachhaltigen Integration in die Logistikprozesse.

Aus unserer Sicht ist es entscheidend, Hard- und Software gemeinsam zu denken und Lösungen ganzheitlich zu betrachten.

Andreas Ullrich

Johann Zrenner, IGZ

Johann Zrenner ist Geschäftsführer der IGZ Ingenieurgesellschaft für  logistische Informationssysteme. (Bild:  IGZ)
Johann Zrenner ist Geschäftsführer der IGZ Ingenieurgesellschaft für logistische Informationssysteme.
(Bild: IGZ)

1. Die Intralogistik steht aktuell unter dem Einfluss mehrerer Schlüsseltrends. Steigende Lohnkosten forcieren den Einsatz von Robotik und Automatisierung, um Produktivität und Wirtschaftlichkeit sicherzustellen. Gleichzeitig erfordern geopolitische Unsicherheiten resiliente Supply-Chain-Strukturen, die sich flexibel anpassen lassen, wie etwa durch modulare Systemtemplates, Cloud Lösungen und standardisierte Prozesse. Auch künstliche Intelligenz hat sich längst zum strategischen Treiber entwickelt: Die immer komplexer werdenden Systeme werden dadurch beherrschbar.

2. Der Einsatz von KI sorgt für messbare Effizienzsteigerungen im Betrieb und ist damit ein zentraler Hebel. Mit unserem Produkt „Smart Slotting“ lassen sich beispielsweise bei Einlagerstrategien in Automatiklagern bei gleicher Lagertechnik über 20 Prozent mehr Lagerleistung erzielen. KI gestützte Berechnungen der ABC-Kennzeichen ermöglichen eine optimale Verteilung der Lagerplatzkennzeichen. Optimale Lagerung reduziert zugleich den Energieverbrauch sowie laufende Kosten.

3. Die größte Herausforderung ist der Change-Prozess. Digitale Transformation erfordert Akzeptanz und Qualifizierung der Mitarbeitenden. Denn beides muss frühzeitig adressiert werden. Ebenso entscheidend ist die Vorab-Simulation der Prozesse, um Risiken zu minimieren und maximale Anlagenleistung zu erreichen. Nur durch strukturierte Vorbereitung und realistische Testläufe mit modernen KI-Tools lassen sich digitale Lösungen effizient implementieren und nachhaltig betreiben.

Künstliche Intelligenz hat sich längst zum strategischen Treiber entwickelt: Die immer komplexer werdenden Systeme werden dadurch beherrschbar.

Johann Zrenner

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