E-Mail‑Security im Fokus
Mensch, Maschine, Mail — Schutz für OT

Ein Gastbeitrag von Stefan Keller 4 min Lesedauer

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E-Mail-Angriffe bedrohen Industrie: Veraltete OT-Systeme und unvorbereitetes Produktionspersonal erhöhen das Risiko. IT-OT-Konvergenz schafft neue Angriffsflächen. E-Mail-Sicherheit und Schulung sind nötig.

OT in Gefahr: Technologische Maßnahmen allein reichen nicht aus, um den E-Mail-Verkehr in der Produktion sicher zu gestalten.(Bild:  Open Systems)
OT in Gefahr: Technologische Maßnahmen allein reichen nicht aus, um den E-Mail-Verkehr in der Produktion sicher zu gestalten.
(Bild: Open Systems)

Industrieunternehmen weltweit vernetzen zunehmend ihre Maschinen, Anlagen und Produktionsumgebungen mit der IT. Die Konvergenz von Operational Technology (OT) mit Informationstechnologie dient dem Zweck, Industrieprozesse effizienter überwachen und steuern zu können. Während die Vernetzung von IT und OT große Vorteile für den Betrieb, die Sicherheit und auch die Wirtschaftlichkeit von Produktionsunternehmen bedeutet, öffnet sie für Cyberkriminelle neue Angriffsflächen und bedarf daher eines speziellen Schutzes.

Ein Punkt, der häufig übersehen wird, ist die E-Mail-Security. Das ist insofern fatal, da Angriffe über elektronische Post der häufigste Einfallsvektor sind. Bei E-Mail-Attacken, die sich gegen Industrieunternehmen richten, ist die Zielgruppe jedoch eine andere als bei anderen Branchen: statt Mitarbeitende im Backoffice sowie in IT- oder HR-Abteilungen fokussieren Hacker jene in der Produktion, Wartungstechniker oder – besonders gefährlich – externe Dienstleister. Da Industrieunternehmen ihre hochspezialisierten Maschinen selten selbst warten, benötigen die Hersteller und deren Service-Personal externen Zugriff auf Maschinen.