Große Expertenumfrage

Das sind die aktuellen Trends in der Intralogistik

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Statements von Remira, RFID Konsortium und SSI Schäfer

Fragen an die Experten

1. Welche Themen und Trends treiben Unternehmen in der Intralogistik derzeit am stärksten um?

2. Wo sehen Sie die größten Hebel, um Logistikprozesse in der Produktion zu verbessern?


3. Was sind die größten Hürden bei der Einführung digitaler Lösungen in der Intralogistik?
 

Birger Klinke, Remira

Birger Klinke ist Vice President Supply Chain bei Remira. (Bild:  Remira)
Birger Klinke ist Vice President Supply Chain bei Remira.
(Bild: Remira)

1. KI und datengetriebene Optimierung, Automatisierung und Robotik, Digitale Transparenz, WMS & IoT, Nachhaltigkeit und ESG, Fachkräftemangel, Krisen-Resilienz und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. 

2. Die größten Hebel liegen im KI-gestützten kollaborativen Sales and Operations Planning (S&OP) Prozess. Mit Hilfe von abgestimmten und zuverlässigen Prognosen lassen sich Kapazitäten- und Ressourceneinsatz innerhalb der Produktionsprozesse besser synchronisieren. Somit könnten teure und kurzfristige Überstunden von externen Dienstleistern zur Erfüllung von Ad-Hoc Produktionsmengen zur Deckung unvorhergesehener Kundennachfragen vermieden werden. Gleichzeitig können mit mehr Planungssicherheit Lagerbestände reduziert, die Lieferfähigkeit gesteigert und die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit gefördert werden. Wer zudem Materialfluss und Bestände End-to-End synchronisiert, verbessert nachhaltig die Gesamtanlageneffektivität.

3. Jede digitale Transformation setzt Veränderung innerhalb der Organisation, Anwender, Prozesse sowie IT voraus. Dabei gibt es immer wiederkehrende Hindernisse durch beispielsweise heterogene Systemlandschaften, inkonsistente Daten, fehlende Mitarbeiterqualifizierung, fehlendes Gesamtprozessverständnis oder auch Kommunikation zwischen Abteilungen. Digitalisierung scheitert selten an Software, sondern eher an einem klar durchdachten Change-Management. Oft werden neue Software-Lösungen isoliert von vor- und nachgelagerten Prozessen eingeführt, und dabei essenzielle Synergien unterschlagen.

Digitalisierung scheitert selten an Software, sondern eher an einem klar durchdachten Change-Management.

Birger Klinke

Tino Steickert, RFID Konsortium

Tino Steickert ist Geschäftsführer bei der RFID Konsortium GmbH. (Bild:  Fotograf Ralph Hopp)
Tino Steickert ist Geschäftsführer bei der RFID Konsortium GmbH.
(Bild: Fotograf Ralph Hopp)

1. Unternehmen beschäftigen sich mit der Automatisierung fehlerfreier, schnellerer Intralogistikabläufe, gesicherten IT-Systemen sowie einem nachhaltigen Wirtschaften. Alle Themen greifen ineinander und bedingen Technologie-Trends, wie zum Beispiel RFID in Kombination mit Künstlicher Intelligenz, die Digitalisierung nachhaltiger Kreisläufe, Systeme zum Schutz vor Cyberattacken oder Smart-Packaging-Lösungen.

2. Der größte Hebel in der Intralogistik ist natürlich die Digitalisierung. Durch den Einsatz von KI bekommt sie nochmal eine andere Qualität. Aber zunächst braucht es eine stabile Basis, damit Prozesse digital, fehlerfrei und für Mitarbeitende entlastend sind. Wir sehen RFID-Technologie als die beste Basis, um Logistikprozesse in der Produktion zu optimieren. Die automatisierte Datengenerierung im Shopfloor verbessert alle Prozesse vom Wareneingang über den Materialfluss bis hin zur Auslieferung der Fertigprodukte an den Kunden.

3. Die Kennzeichnung und Erfassung aller Items für eine digitale Bestandsführung ist der erste Schritt. Aber dann die Daten von A nach B zu bekommen – ohne riesigen Integrationsaufwand –stellt eine Herausforderung dar. Mithilfe von KI ist es möglich, nur die relevanten Daten aus dem Shopfloor präzise an die Stellen ins WMS und ERP zu überführen, wo sie tatsächlich benötigt werden. Ziele sind dabei Geschwindigkeit und Genauigkeit. Die Hürden „Integrationszeit im Projekt“ und „Datenverarbeitung im laufenden Betrieb“ lassen sich mit RFID deutlich reduzieren. Das ist wichtig, um gerade kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung nicht abzuhängen. Dort macht sich der Fachkräftemangel extrem bemerkbar. Intelligente Lösungen müssen das Fachpersonal entlasten und die Fehlerquote auf Null setzen. 

Wir sehen RFID-Technologie als die beste Basis, um Logistikprozesse in der Produktion zu optimieren.

Tino Steickert

Peter Lambrecht, SSI Schäfer

Peter Lambrecht ist SVP Global Head of Sales, Logistics Solutions, bei SSI Schäfer. (Bild:  SSI Schäfer)
Peter Lambrecht ist SVP Global Head of Sales, Logistics Solutions, bei SSI Schäfer.
(Bild: SSI Schäfer)

1. Immer mehr Kunden setzen auf modulare, skalierbare Lösungen, die wir individuell aus unserem breiten Portfolio – von manuellen bis vollautomatisierten Systemen – realisieren. Dabei kommen innovative Technologien wie Robotik, Fahrerlose Transportsysteme sowie unsere Softwarelösungen WAMAS und SAP zum Einsatz. Besonders gefragt sind unsere RackBot Systeme, mit denen sich Prozesse schrittweise automatisieren und Kapazitäten kurzfristig steigern lassen. Ein Highlight ist unsere FastBots Solution, die mit einer Flotte leistungsstarker Roboter maximale Flexibilität bei minimalem Platzbedarf bietet. Regalanlagen, Behälter, Lagermaschinen, Wartung und Service liefern wir aus einer Hand, inklusive ganzheitlicher Projektbetreuung und zentralem Ansprechpartner, der alle Gewerke koordiniert.

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2. Die größten Hebel zur Verbesserung von Logistikprozessen in der Produktion liegen in der konsequenten Reduktion von Durchlaufzeiten und dem effizienten Handling eines immer vielfältigeren Materialbestands, das zunehmend kurzfristiger zur Verfügung stehen muss. Besonders wirkungsvoll sind modulare, flexibel skalierbare (teil-)automatisierte Materialflusslösungen in Kombination mit intelligenter Logistiksoftware wie WAMAS, die Transparenz schafft und Prozesse ganzheitlich steuert. So lassen sich Effizienz, Kosten und Prozesssicherheit nachhaltig verbessern.

3. Unternehmen, die zum ersten Mal in Automatisierung investieren, sind verständlicherweise oft unsicher. Deshalb analysieren wir den Bedarf gemeinsam, klären Ziele und zeigen passende Optionen auf – ob ohne Vorkenntnisse oder mit klaren Vorstellungen. Und natürlich schauen wir auch genau auf die gesamtwirtschaftliche Perspektive. Uns geht es nicht darum, ein besonders beeindruckendes Logistikkonzept vorzulegen, sondern dem Kunden die beste Lösung für seine Bedürfnisse zu bieten.

Uns geht es nicht darum, ein besonders beeindruckendes Logistikkonzept vorzulegen, sondern dem Kunden die beste Lösung für seine Bedürfnisse zu bieten.

Peter Lambrecht