Digitale Fertigung Datenplattform vernetzt Voreinstellung

Von Coscom Computer GmbH 2 min Lesedauer

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Die Coscom-Datenplattform integriert Speroni-Geräte. Das sichert fehlerfreie Werkzeugdaten und entlastet die Vorbereitung spürbar.

Sicherer Montageprozess dank zentraler Datenplattform: Andreas Röthlisberger nutzt den ToolDirector VM von Coscom, um alle für die Werkzeugvorbereitung relevanten Informationen fehlerfrei abzurufen.  (Bild:  Coscom Computer GmbH)
Sicherer Montageprozess dank zentraler Datenplattform: Andreas Röthlisberger nutzt den ToolDirector VM von Coscom, um alle für die Werkzeugvorbereitung relevanten Informationen fehlerfrei abzurufen.
(Bild: Coscom Computer GmbH)

Die R. Nussbaum AG fertigt hochwertige Armaturen und Systemkomponenten für die Trinkwasserversorgung in Trimbach, Schweiz. Die Produktion erfolgt auf Fräs- und Drehmaschinen sowie auf Sondermaschinen wie Rundtaktautomaten. Täglich werden mehrere Komplettwerkzeuge mit dem italienischen Voreinstellgerät von Speroni vermessen. Kürzlich wurden dieser und weitere Prozesse in das Coscom ECO-System - zentrale Datenplattform - integriert.
Der Hersteller von Sanitärsystemen beschäftigt Nussbaum rund 200 Mitarbeitende in der Produktion. Die Fertigung ist geprägt von einer hohen Variantenvielfalt bei Losgrößen von klein bis mittel. Nussbaum verwaltet mehrere tausend unterschiedliche komplette Werkzeugaufbauten, die pro Schicht mehrfach gewechselt werden.
Eine schnelle und reproduzierbare Vermessung ist ein wichtiger Faktor für einen stabilen Produktionsablauf. Aus diesem Grund setzt das Unternehmen seit 2014 auf ein Speroni STP 46 Futura CNC-Modell, das laut Unternehmensangaben auch nach mehr als 12 Jahren Einsatz weiterhin eine gleichbleibende Genauigkeit und Wiederholbarkeit liefert.

Laut Andreas Röthlisberger, Leiter Ressourcenmanagement bei Nussbaum, werden mit dem System täglich zwischen 50 und 80 komplette Komplettwerkzeuge vermessen. Die Messung eines Komplettwerkzeugs dauert etwa eine Minute.

12 Jahre Präzision: Das Speroni-System bei Nussbaum

Die Expansion von Speroni aus Italien in die Schweiz wurde durch eine langjährige Partnerschaft mit dem CNC-Werkzeughersteller Big Kaiser (heute Big Daishowa) unterstützt, aus der auch das Projekt mit Nussbaum hervorging. Die Zusammenarbeit zwischen Nussbaum und Speroni besteht seit mehr als 12 Jahren.
Die STP Futura 46 Full CNC ist mit der Speroni-Lasso-Funktion ausgestattet, die ein präzises Scannen kompletter Werkzeugprofile ermöglicht, sowie mit einer Reihe von HSK-Adaptern, die die Wiederholgenauigkeit und Wechselpräzision unterstützen. Diese Funktionen optimieren das Werkzeugmanagement und die Rüstprozesse und minimieren gleichzeitig Stillstandzeiten. 

Digitaler Workflow dank integrierter Datenplattform

Für die Digitalisierung der Voreinstellung entwickelten Coscom und Speroni Schnittstellen zwischen der Coscom-Werkzeugmanagementsoftware ToolDirector VM und der Speroni-Software SDS. Diese Integration ermöglicht ein nahtloses Management von Werkzeugdaten und Messaufträgen und verarbeitet derzeit mehr als 5.500 Werkzeugaufträge mit maximaler Effizienz und vollständiger Rückverfolgbarkeit.
Für Coscom war dies die erste Schnittstelle zu Speroni-Systemen. „Wir verfügen bereits über umfangreiche Erfahrung in der Anbindung anderer Voreinstellgeräte. Speroni stellte für uns kein Hindernis dar. Im Gegenteil: Die Zusammenarbeit hat unser Portfolio erweitert, sodass wir heute sagen können, dass unsere Datenplattform auch mit Speroni kompatibel ist“, erklärt Christian Erlinger, Geschäftsführer von Coscom.

Schnelle Vermessung, sichere Daten: Ein Bediener nutzt die Speroni STP Futura CNC, um Werkzeugprofile zu scannen und die Ergebnisse nahtlos in der Coscom Datenplattform bereitzustellen.  (Bild:  Coscom Computer GmbH)
Schnelle Vermessung, sichere Daten: Ein Bediener nutzt die Speroni STP Futura CNC, um Werkzeugprofile zu scannen und die Ergebnisse nahtlos in der Coscom Datenplattform bereitzustellen.
(Bild: Coscom Computer GmbH)

Messprogramme und Stammdaten wie Durchmesser, Gesamtlänge und Auskraglänge sind systemseitig miteinander verknüpft. Dies ermöglicht eine weitgehend automatisierte und reproduzierbare Werkzeugvermessung. Darüber hinaus wurden Werkzeuge und Betriebsmittel eindeutig Artikeln und Aufträgen zugeordnet. „Unsere Einrichter erhalten vollständig vorbereitete Werkzeugwagen und übertragen die geprüften Werkzeugdaten direkt in die CNC-Steuerungen. Der neue Prozess hat die Transparenz erhöht, Fehler reduziert und die Rüstabläufe sowohl effizienter als auch sicherer gemacht“, bestätigt Röthlisberger.
Um den gesamten Lebenszyklus der Werkzeuge abzubilden, wurden außerdem Lager- und Ausgabesysteme von Brütsch Rüegger sowie Kardex-Lagersysteme an ToolDirector VM angebunden. Über mehrere Viewer-Arbeitsplätze, die in der zweistöckigen Halle verteilt sind, können die Mitarbeitenden jederzeit den Werkzeugbestand und dessen Nutzung überwachen.
Ziel des Digitalisierungsprojekts war es, alle relevanten Informationen direkt am Arbeitsplatz bereitzustellen. Die Umstellung wurde von den Mitarbeitenden sehr positiv aufgenommen und wird als deutliche Entlastung im Arbeitsalltag wahrgenommen. 

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