Mindelheim und Kiel Grob-Technologietage zur Digitalisierung in der Produktion

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Bei den Grob-Technologietagen mit dem Leitthema „Digitalisierung in der Produktion“ erhielten Teilnehmer praxisnahe Einblicke in die Ansätze und Lösungen zur digitalen Transformation der Fertigung.

Benedikt Gundling demonstriert das Auftragsmanagement vom Cosera vor einem Bearbeitungszentrum. Der Bestand des Palettenmagazins wird ebenfalls angezeigt.(Bild:  Grob/Coscom)
Benedikt Gundling demonstriert das Auftragsmanagement vom Cosera vor einem Bearbeitungszentrum. Der Bestand des Palettenmagazins wird ebenfalls angezeigt.
(Bild: Grob/Coscom)

Es gab zwei Termine im vergangenen Monat: am 11. Juni 2026 in Mindelheim im Grob-Headquarter und am 30. Juni 2026 in Kiel im Institut für Produktionstechnik und CIM-Technologietransfer der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Kiel. Beide Male stand das Thema "Digitalisierung in der Produktion" im Mittelpunkt. Eventveranstalter waren die Grob-Werke. Als Prozesspartner leistete Coscom seinen Beitrag dazu.

Fachvorträge, Live-Demonstrationen, Werksführungen sowie Diskussionsrunden ermöglichten einen direkten, intensiven Austausch zwischen Anwendern und Technologieanbietern. Grob demonstrierte anhand des neuen MES/MOM-Systems Cosera, wie sich Fertigungsaufträge, Prüfpläne und Auftragsrückmeldungen zentral steuern lassen. Zudem wurde aufgezeigt, wie sich bestehende Systeme – darunter ERP, Werkzeugmanagement, Logistik, Planungssysteme sowie CAD/CAM- und PLM-Lösungen – nahtlos anbinden lassen.

Ergänzend präsentierten die Veranstalter digitale Arbeitsvorbereitungsprozesse sowie die Ressourcenplanung für flexible Schichtmodelle. Die Teilnehmer erhielten dadurch einen umfassenden Überblick über konkrete Optimierungspotenziale in ihrer Produktion und wie die Digitalisierung sie dabei unterstützen kann.

Digitaler Werkzeugkreislauf von Coscom

Ein bedeutsamer Programmpunkt war der Vortrag von Coscom zum digitalen Werkzeugkreislauf. Process Consultant Henning Felber betonte: „Die Fertigungsindustrie steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Steigende Variantenvielfalt, kürzere Lieferzeiten und wachsender Kostendruck erfordern eine neue Herangehensweise an Produktionsprozesse. Der digitale Werkzeugkreislauf von Coscom ist die Antwort auf diese Herausforderungen.“

Die digitale Werkzeugbereitstellung verknüpft Werkzeugverwaltung, Voreinstellung, Lagerung und Beschaffung in einem integrierten Prozess. Dadurch entsteht jederzeit Transparenz über Verfügbarkeit, Reservierungen und Umlaufbestände. Dies erhöht die Planungssicherheit, reduziert Suchzeiten und ermöglicht erhebliche Kosteneinsparungen, etwa durch die Identifikation ungenutzter Werkzeuge.

Grundlage hierfür ist das Coscom ECO-System mit dem Modul ToolDirector VM. Über Integrationsmodule lassen sich CAD/CAM-Systeme, Voreinstellgeräte, Lagersysteme und CNC-Maschinen anbinden. Auch Schnittstellen zur Grob-Web-App sowie zum System Cosera sind realisierbar.

Beim Termin in Kiel wurde die praktische Anbindung des ECO-Systems in einer realen Produktionsumgebung demonstriert. Das Institut für Produktionstechnik und CIM-Technologietransfer zählt zu den Anwendern dieser Lösung.

Positive Resonanz von Veranstaltern und Teilnehmern

Benedikt Gundling, Produktmanager Digitale Produkte bei Grob, zeigt sich sehr zufrieden: „Wir machen den Technologietag Digitalisierung in dieser Form zum ersten Mal. Ich freue mich, dass wir so viele verschiedene Unternehmen begrüßen dürfen.“

Auch Christian Erlinger, Geschäftsführer von Coscom, betont die Bedeutung des Formats: „Es ist sehr erfreulich, dass viele Besucher den Ruf gefolgt sind, diese Thematik gemeinsam zu besprechen, um Automatisierung in Fertigungsunternehmen zu etablieren.“

Die Teilnehmer bestätigen den hohen Praxisnutzen der Veranstaltung. Michael Groß, Leiter SAP Gruppe bei Borbet, erklärt: „Der Hauptgrund, warum ich da bin, ist, weil Grob ein neues MES-System entwickelt hat. Da bin ich in voller Hoffnung, dass das System alle Anforderungen, die wir im Unternehmen haben, voll und umfänglich abdeckt.“

Lukas Kamp, Teamleiter Produktion bei Dr. Hahn, ergänzt: „Ich bin heute hier, weil das Thema Digitalisierung sehr interessant für unsere Firma ist. Wir stecken teilweise noch in den Kinderschuhen, versuchen die Werkzeugverwaltung zu digitalisieren und ein neues DNC-System zu etablieren.“

Fazit: Die Technologietage haben gezeigt, wie durchgängige digitale Prozessketten realisierbar sind. Die Teilnehmer konnten konkrete Ansätze und Lösungen mitnehmen, um Kosten zu senken, Prozesse zu beschleunigen und ihre Fertigung zukunftssicher aufzustellen.

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