Hannover Messe KI in der Industrie: Die Experimentierphase ist vorbei

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Für SEF Smart Electronic Factory markierte die Hannover Messe einen Wendepunkt: Statt Orientierung und Trend-Scouting lag das Interesse auf KI-Anwendungen und softwaregetriebenen Produktionsprozessen.

KI in der Industrie: Der Umsetzungsdruck steigt(Bild:  ©Grispb/stock.adobe.com)
KI in der Industrie: Der Umsetzungsdruck steigt
(Bild: ©Grispb/stock.adobe.com)

Weniger Besucher, dafür fokussiertere Gespräche: Dieses Fazit zieht die SEF Smart Electronic Factory nach der Hannover Messe 2026. Viele Unternehmen haben die Experimentierphase hinter sich gelassen – nun rückt die skalierbare Umsetzung in den Mittelpunkt. Das signalisiert einen Reifegrad-Sprung in der industriellen Transformation. „Unsere Mitglieder, die auf der Hannover Messe waren, sehen sehr deutlich, dass sich die Gespräche verändert haben“, sagt Christina Hild, Geschäftsführerin der SEF Smart Electronic Factory. „Es geht weniger um das Ob von KI, sondern um das Wie – und vor allem um das Wie schnell.“

Der Handlungsdruck wächst: Unternehmen stehen zunehmend vor der Herausforderung, konkrete Anwendungen zügig in die Produktion zu integrieren und dabei messbaren wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen. Themen wie Time-to-Value, Integration in bestehende IT-/OT-Landschaften sowie Investitionssicherheit gewinnen deutlich an Bedeutung.

Weniger Laufkundschaft, mehr Zielorientierung

Einige SEF-Mitglieder berichten von einer geringeren Besucherfrequenz im Vergleich zu den Vorjahren – gleichzeitig hat die Qualität der Gespräche deutlich zugenommen. Statt breiter Laufkundschaft dominieren gezielte Fachgespräche mit Entscheidern und Umsetzungsteams. „Die Messe wird aus unserer Sicht stärker zur Arbeitsplattform. Wer kommt, der kommt mit konkreten Projekten, klaren Fragestellungen und oft auch mit Budgetverantwortung“, sagt Christina Hild.

Konkrete Anwendungsfälle statt KI-Rhetorik

Auch inhaltlich zeigt sich eine klare Richtung: Im Mittelpunkt stehen konkrete Anwendungsfälle rund um KI in der Produktion, softwaregetriebene Prozessoptimierung sowie der zunehmende Einsatz von Robotik – bis hin zu humanoiden Ansätzen. Entscheidend ist dabei ein Perspektivwechsel: Reine Technologie-Demonstrationen oder strategische Grundsatzdiskussionen verlieren an Bedeutung. Gefragt sind Lösungen, die sich unmittelbar in bestehende Produktionsumgebungen integrieren lassen und einen klar messbaren Mehrwert liefern.

„Auffällig war, dass nahezu jeder Messestand KI thematisiert hat – aber die Besucher haben sehr genau differenziert“, sagt Christina Hild. „Es ging darum, welche konkreten Anwendungsfälle bereits funktionieren und sich kurzfristig in die eigene Produktion übertragen lassen.“ Es komme jetzt besonders auf eine schnelle Integration von KI-Lösungen in bestehende Systeme sowie die Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger Daten an.

Netzwerk als Enabler für die industrielle Transformation

Für den SEF Smart Electronic Factory bestätigt die Entwicklung die Bedeutung kollaborativer Ansätze. Der Austausch zwischen Industrie, Forschung und Technologieanbietern wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor, um Erfahrungen zu bündeln und Lösungen schneller in die Anwendung zu bringen. „Die industrielle Transformation gelingt nicht im Alleingang“, so Hild. „Netzwerke wie der SEF spielen eine zentrale Rolle, um Best Practices sichtbar zu machen und Unternehmen bei der Umsetzung zu unterstützen.“

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