Physical-AI für die globale Fertigung Schaeffler & Wandelbots entwickeln Physical-AI-Plattform

Von Wandelbots 3 min Lesedauer

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Schaeffler und Wandelbots bauen eine Physical-AI-Plattform, die KI, Simulation und Robotik verbindet. Ziel: Automatisierung weltweit skalieren und Kosten um bis zu 40 Prozent senken.

Physical-AI für die Fertigung: Schaeffler und Wandelbots entwickeln auf Basis von Nova eine Plattform, um Robotikanwendungen standortübergreifend zu skalieren.(Bild:  Schaeffler & Wandelbots)
Physical-AI für die Fertigung: Schaeffler und Wandelbots entwickeln auf Basis von Nova eine Plattform, um Robotikanwendungen standortübergreifend zu skalieren.
(Bild: Schaeffler & Wandelbots)

Wandelbots und die Motion Technology Company Schaeffler haben eine Technologiepartnerschaft geschlossen. Auf Basis der Plattform Wandelbots Nova entwickeln die Partner eine Physical-AI-Plattform für Schaeffler, die KI-Modelle, Simulation sowie Robotikanwendungen in der Produktion verbindet und zentral steuert. Damit gelingt die weltweite Skalierung von Robotikanwendungen – von der Entwicklung über die Validierung bis zur Fertigung. Details der Zusammenarbeit haben Wandelbots und Schaeffler in einer Session auf der Nvidia GTC in Berlin vorgestellt.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Weiterentwicklung der offenen Wandelbots-Plattform für den Einsatz in der industriellen und humanoiden Robotik. Dies soll die Entwicklung, Erprobung sowie den standortübergreifenden Rollout von Robotikanwendungen deutlich vereinfachen. Denn mit Nova lassen sich Automatisierungslösungen unabhängig von Hersteller und Art der eingesetzten Maschinen entwickeln, digital erproben und über das globale Produktionsnetzwerk ausrollen. Die Lösung soll künftig allen Schaeffler-Werken weltweit zur Verfügung stehen.

Ziel der Partnerschaft ist es auch, die „Time-to-Skill“ zu minimieren. Dazu wird Schaeffler auf Basis von Wandelbots Nova die Entwicklung wiederverwendbarer Robotik-Skills vorantreiben und eine Skill-Library für Simulation und Training bis zum industriellen Deployment aufbauen.

Ziel ist, die Kosten von Automatisierungslösungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg, sowohl in neuen als auch in bestehenden Produktionsumgebungen, um bis zu 40 Prozent zu senken. Damit schaffen die Partner die Voraussetzungen für eine skalierbare Nutzung von Physical AI und die weitere Digitalisierung der globalen Produktion von Schaeffler.

Physical-AI schneller in die Fertigung bringen

Christian Piechnick, CEO und Mitgründer von Wandelbots: „Physical AI hat das Potenzial, Fertigungskosten signifikant zu reduzieren und gleichzeitig die Flexibilität der Produktion dramatisch zu erhöhen. Die technische Machbarkeit wurde in den letzten zwölf Monaten ausreichend bewiesen. Entscheidend ist jetzt, dass Fähigkeiten effizient entwickelt, auf unterschiedliche Systeme übertragen und zuverlässig in der Produktion eingesetzt werden können. Genau dafür ist Nova gebaut: nicht als Produkt von der Stange, sondern als Fundament, auf dem Unternehmen wie Schaeffler ihre eigene Physical-AI-Plattform aufbauen. Gemeinsam zeigen wir, wie Anwendungen schneller aus der Entwicklung in die Praxis gelangen und über ganze Produktionsnetzwerke hinweg skalieren.“ 

Mit Wandelbots Nova sollen Physical-AI-Anwendungen schneller entwickelt und in die industrielle Praxis übertragen werden.(Bild:  Schaeffler & Wandelbots)
Mit Wandelbots Nova sollen Physical-AI-Anwendungen schneller entwickelt und in die industrielle Praxis übertragen werden.
(Bild: Schaeffler & Wandelbots)

„Wer die Produktion der Zukunft gestalten will, muss Automatisierung neu denken. Flexibilität und Skalierbarkeit sind heute die entscheidenden Erfolgsfaktoren im globalen Wettbewerb. Gemeinsam mit Wandelbots bringen wir modernste Physical AI direkt in die industrielle Praxis. Damit untermauern wir unseren Anspruch als technologischer Vorreiter und heben das Produktionsnetzwerk von Schaeffler auf das nächste Level der Digitalisierung“, so Dr. Jochen Schröder, Vorstand Produktion, Supply Chain Management und Einkauf der Schaeffler AG.

Von Simulation bis Produktion: Wie Nova Schaeffler unterstützt

Wandelbots Nova ist eine technologische Basis der neuen Physical-AI-Plattform bei Schaeffler. Nova trennt die Anwendungslogik von der Hardware und verbindet KI-Modelle, digitale Zwillinge, Maschinen und Produktionsdaten in einer gemeinsamen Softwareumgebung. Die eingesetzte Hardware wird damit austauschbar, vom Industrieroboter über mobile Systeme bis zu humanoiden Robotern.

Mit Wandelbots Nova wollen Schaeffler und Wandelbots Robotikanwendungen zunächst digital entwickeln und validieren und anschließend über das globale Produktionsnetzwerk hinweg skalieren.(Bild:  Schaeffler & Wandelbots)
Mit Wandelbots Nova wollen Schaeffler und Wandelbots Robotikanwendungen zunächst digital entwickeln und validieren und anschließend über das globale Produktionsnetzwerk hinweg skalieren.
(Bild: Schaeffler & Wandelbots)

Darauf setzt Schaeffler mit eigenem Prozesswissen, eigenen Automatisierungsfähigkeiten und Anwendungen von Drittanbietern auf. Für die virtuelle Erprobung kommen Nvidia Omniverse und Nvidia Isaac Sim zum Einsatz: Darüber werden Produktionsabläufe zunächst digital simuliert, validiert, optimiert und anschließend über dieselbe Softwareebene in die Fertigung übertragen.
Ziel der Partnerschaft ist es auch, die „Time-to-Skill“ zu minimieren. Dazu wird Schaeffler auf Basis von Wandelbots Nova die Entwicklung wiederverwendbarer Robotik-Skills vorantreiben und eine Skill-Library für Simulation und Training bis zum industriellen Deployment aufbauen. Damit können einmal entwickelte Fähigkeiten, digital abgesichert, zentral gesteuert und auf weitere Anlagen und Standorte angewendet werden.

Vom ersten Projekt zum Entwicklungsstandard

Die Partnerschaft knüpft nahtlos an gemeinsame Projekte an, in denen die Simulation mit Nova die Entwicklungszeit je Anwendung deutlich verkürzt hat, indem Abläufe, Taktzeiten und Qualitätsprüfung vollständig im digitalen Zwilling validiert wurden. Wandelbots Nova steuert dabei die virtuelle und die reale Anlage über dieselbe Softwareebene. Die in der Simulation geprüfte Logik geht unverändert in die Produktion. Am Beispiel einer robotergestützten Verpackungszelle verkürzte sich die Entwicklungszeit um rund zwei Wochen pro Anwendung. Korrekturschleifen, die zuvor Wochen bis Monate kosteten, konnten signifikant reduziert werden. Entstanden ist eine Grundlage für die Weiterentwicklung softwaredefinierter Fertigung im gesamten Schaeffler-Produktionsnetzwerk, das mehrere tausend Robotersysteme umfasst.  

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