Die KI-gestützte Software „OptoSight“ erkennt in Echtzeit Fehler im Produktionsablauf und bietet Lösungen zu deren Behebung an. Die KI verhindert Ausfallzeiten und reduziert den Serviceaufwand.
Die KI-gestützte Software OptoSight ist ab sofort für alle neuen optischen Fertigungsmaschinen von OptoTech sowie für Bestandsmodelle ab dem Herstellungsjahr 2017 verfügbar.
(OptoTech)
Das zur Schunk Group gehörende Unternehmen OptoTech stellt Maschinen für die optische Industrie her, mit denen Brillengläser ebenso wie Teile für die Fein- und Präzisionsoptik gefertigt werden. Das Produktspektrum umfasst über 140 verschiedene Maschinentypen, darunter Schleifmaschinen, Poliermaschinen und Zentriermaschinen, aber auch Messgeräte und Beschichtungsanlagen. Damit deckt das Unternehmen alle Anwendungsbereiche ab, von Brillengläsern und der Endoskop-Optik über Kamera- und Mikroskop-Optiken sowie großen Spiegeln für die Halbleiterherstellung bis hin zu Astro-Optiken, die in Weltraumteleskopen eingebaut werden. Nun stellt das Unternehmen seine neue KI-gestützte Software auf der Hannover Messe vor.
KI überwacht Produktionsprozess in Echtzeit
Die KI-gestützte Software soll zunächst vorrangig in der Fein- und Präzisionsoptik zum Einsatz kommen. Maschinen in diesem sensiblen Anwendungsbereich müssen äußerst präzise und zuverlässig arbeiten und extremen Anforderungen genügen. Die Software mit generativer KI überwacht in Echtzeit alle für den Produktionsprozess wichtigen Parameter. Die Steuerungstechnik erkennt kleinste Abweichungen von der Norm: sei es, dass die Spindeldrehzahl nicht der Sollgröße entspricht oder die Temperatur einen Schwellenwert übersteigt. Dabei meldet die Software, die mit den Daten der Steuerungstechnik arbeitet, nicht nur Fehler oder Störungen, sondern macht dank integrierter KI gleichzeitig Vorschläge, wie sie behoben und künftig vermieden werden können. Die Software nutzt zu diesem Zweck vortrainierte und neueste KI-Modelle, die mit maschinenspezifischen Informationen ergänzt werden.
OptoTech Schleifmaschine SM 80 CNC mit automatischer Beladung.
(Bild: OptoTech)
KI-Assistent verbessert Benutzerfreundlichkeit
Ein KI-Assistent, der via Chat mit dem Anwender kommuniziert, hebt die Customer Experience, also Benutzerfreundlichkeit und Service, auf ein neues Niveau. Er beantwortet Fragen und gibt aktiv Lösungsvorschläge für alle denkbaren Anwendungsfälle, die den Service oder die Bedienung der Maschine betreffen. So können Nutzer auch komplexere Störungen selbst beheben, zumal sie jederzeit auf ergänzende Informationen in Betriebsanleitungen oder Servicedokumenten zurückgreifen können, die der KI-Assistent automatisiert zur Verfügung stellt. Hilft auch das nicht weiter, lässt sich ein Serviceticket erstellen und dessen Bearbeitungsstand jederzeit nachverfolgen.
Dashboard bietet Zugriff auf alle Funktionen
Zentrales Element ist ein Dashboard, das den Betriebszustand aller mit der Software verknüpften Maschinen zeigt. Die Benutzeroberfläche gewährt Zugriff auf sämtliche Funktionen, inklusive des KI-Assistenten. Auf Wunsch können Nutzer auch einen neuen Remote-Service in Anspruch nehmen, der die Servicetechniker über eine Cloud-Verbindung auf die Maschinen und die dazu gehörende Steuerungstechnik zugreifen lässt. Dabei ist die Cybersicherheit jederzeit gewährleistet. Die Software ist nach der internationalen IT-Sicherheitsnorm IEC 62443 zertifiziert und erfüllt alle Anforderungen an Datenschutz und Datenhoheit. Als offenes digitales Ökosystem kann die Software auch an Fremdanlagen angebunden werden. Damit setzt das Unternehmen auf die Stärke offener Ökosysteme im digitalen Umfeld.
Vollautomatisierte KI als nächste Entwicklungsstufe
Die Software ermöglicht dadurch die effizientesten Wartungszyklen vor Ort für den Kunden und bietet sicher über Fernzugriffslösungen die Behebung von Fehlern an. Das Unternehmen will seine optischen Fertigungsmaschinen weiter digitalisieren und mit zunehmender Verbreitung noch intelligentere Ausbaustufen folgen lassen. „Wir haben sehr viel in die Digitalisierung unserer Technologie investiert und sind mit OptoSight in der Branche die Ersten, die KI in den Produktionsprozessen einsetzen“, sagt Dr. Alireza Tavakoli, CDO und Managing Director Digital der Schunk Group. Je mehr intelligente Maschinen in Betrieb sind und je mehr Daten und Anwendungsfälle dadurch generiert werden, desto leistungsstärker werde die KI. „Irgendwann wird sie selbstständig Maßnahmen zur Fehlerbehebung an die Steuerungstechnik kommunizieren.“ Dr. Stefan Seifried, Managing Director der OptoTech Optikmaschinen, ergänzt: „Dieser Schritt zur vollautomatisierten vorausschauenden Wartung ist die nächste Entwicklungsstufe unserer integrierten Maschinen-Intelligenz.“
Stand: 16.12.2025
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KI-gestützte Software erstmals auf der Hannover Messe zu sehen
OptoSight ist ab sofort für alle neuen optischen Fertigungsmaschinen von OptoTech sowie für Bestandsmodelle ab dem Herstellungsjahr 2017 verfügbar. Die Schunk Group und OptoTech präsentieren die Software erstmals auf der Hannover Messe am Stand von Entwicklungspartner Softserve (Halle 15, Stand E14).