Industrielle KI Durchgängiger Digital Twin: Siemens und IFS schließen Lücke

Quelle: Siemens 3 min Lesedauer

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Siemens hat auf seiner Konferenz Realize Live in Amsterdam eine Partnerschaft mit IFS bekannt gegeben. Gemeinsam wollen die Unternehmen Herstellern dabei helfen, Entwicklungs- und Betriebsdaten enger miteinander zu verknüpfen.

Rund 2.100 zählte die diesjährige PLM-Konferenz Realize Live von Siemens. (Bild:  Karin Faulstroh)
Rund 2.100 zählte die diesjährige PLM-Konferenz Realize Live von Siemens.
(Bild: Karin Faulstroh)

Die Zusammenarbeit bündelt die Stärken von Siemens in den Bereichen industrielle KI, Engineering, Automatisierung und Fertigungssteuerung mit der Expertise von IFS in den Bereichen industrielle KI, Enterprise Asset Management und Field Service Management. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen Hersteller dabei unterstützen, eine seit Langem bestehende Herausforderung zu bewältigen: die Lücke zwischen der Planung von Fabrikabläufen und deren tatsächlicher Umsetzung. Bis heute beeinträchtigen ungeplante Ausfallzeiten, unzureichend abgestimmte Wartungspläne, isolierte Produktionsdaten und Störungen in der Lieferkette den Durchsatz, die Agilität und die Profitabilität von Produktionsbetrieben.

Voneinander getrennte Systeme vielerorts noch gängig

Industrieunternehmen benötigen Lösungen mit Closed-Loop-Modellen und -Daten sowie mit einem umfangreichen Kontext, der im aktiven Betrieb keine Fehlinterpretationen zulässt.(Bild:  Karin Faulstroh)
Industrieunternehmen benötigen Lösungen mit Closed-Loop-Modellen und -Daten sowie mit einem umfangreichen Kontext, der im aktiven Betrieb keine Fehlinterpretationen zulässt.
(Bild: Karin Faulstroh)

Unternehmen stehen zunehmend unter Druck, ihre vorhandenen Ressourcen effizienter zu nutzen. Sie müssen die Produktivität ihrer Fertigungsanlagen steigern, Gewinnmargen sichern, den Wert ihrer Anlagen über den gesamten Lebenszyklus hinweg erhalten und zugleich flexibler auf Veränderungen reagieren. Dennoch arbeiten viele Unternehmen weiterhin mit voneinander getrennten Systemen für Produktions- und Instandhaltungsplanung sowie Lieferkettenmanagement. Dadurch bleiben Konstruktionsabsicht, tatsächliche Anlagenleistung und Servicestrategie oft voneinander entkoppelt.

Industrielle KI im Mittelpunkt

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Künstliche Intelligenz, denn Siemens und IFS sehen die Verknüpfung der physischen mit der digitalen Welt als entscheidenden Hebel für die nächste Stufe industrieller Leistungsfähigkeit. Ziel der Partnerschaft ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, Konstruktionskonzepte effizienter in den Produktionsalltag zu überführen und Erkenntnisse aus dem laufenden Betrieb wieder in die Entwicklung einfließen zu lassen. Dadurch sollen Innovationszyklen verkürzt und kontinuierliche Verbesserungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus ermöglicht werden.

Der umfassende Digital Twin von Siemens bildet Konstruktion, Simulation und Fertigung in einem durchgängigen Modell ab. IFS ergänzt dieses um Daten aus der Wartungshistorie, zum Anlagenverhalten und zum gesamten Betriebslebenszyklus, die Rückschlüsse auf die tatsächliche Leistung von Produkten und Anlagen im Einsatz ermöglichen. Gemeinsam wollen die Unternehmen einen geschlossenen Digital Twin schaffen, der Entwicklungsdaten mit realen Betriebsdaten verknüpft. Das Modell soll regelbasiert, sicher und über Konstruktion, Simulation, Fertigung sowie Wartungsdaten hinweg nachvollziehbar sein und sich auch im industriellen Maßstab zuverlässig einsetzen lassen.

Anders als generische KI-Modelle muss künstliche Intelligenz in der Industrie besonders hohe Anforderungen an Präzision, Zuverlässigkeit, Regeltreue und Anpassungsfähigkeit erfüllen. Bereits geringe Fehlerquoten können Auswirkungen auf die Sicherheit, die Einhaltung regulatorischer Vorgaben und den Betrieb kostenintensiver Fertigungsanlagen haben. Der gemeinsame Ansatz von Siemens und IFS im Bereich der industriellen KI soll diesen besonderen Anforderungen Rechnung tragen.

Industrielle KI schafft nur dann einen Mehrwert, wenn sie sowohl auf technischen Zielen als auch auf der tatsächlichen Leistung in der Praxis basiert.

Tony Hemmelgarn

„Industrielle KI schafft nur dann einen Mehrwert, wenn sie sowohl auf technischen Zielen als auch auf der tatsächlichen Leistung in der Praxis basiert“, erklärte Tony Hemmelgarn, Präsident und CEO von Siemens Digital Industries Software. „Gemeinsam mit IFS bringen wir diese Bereiche zusammen, indem wir Daten aus den Bereichen Konstruktion, Fertigung und Anlagenlebenszyklus in einer sicheren, kontextbezogenen Datenstruktur miteinander verknüpfen. Durch die Bündelung unserer gemeinsamen Stärken im Bereich der industriellen KI werden wir unseren Kunden gemeinsam unsere Vision eines praktisch nutzbaren Digital Twin näherbringen. Dieser ermöglicht es den Unternehmen, auf die Umsetzbarkeit ihrer Innovationen zu vertrauen.“

Diese Partnerschaft mit Siemens bringt zwei Unternehmen zusammen, die jeweils einen entscheidenden Teil des Puzzles besitzen.

Mark Moffat

"Hersteller müssen sicherstellen, dass ihre Fertigungsanlagen so funktionieren, wie es in der Konstruktion intendiert wurde. Diese Partnerschaft mit Siemens bringt zwei Unternehmen zusammen, die jeweils einen entscheidenden Teil des Puzzles besitzen. Agentic AI ist die entscheidende Neuerung, und führende Industrieunternehmen benötigen Lösungen mit Closed-Loop-Modellen und -Daten sowie mit einem umfangreichen Kontext, der im aktiven Betrieb keine Fehlinterpretationen zulässt“, sagte Mark Moffat, Chief Executive Officer von IFS. „Indem wir unsere gemeinsamen Stärken im Bereich der industriellen KI bündeln, können wir Herstellern dabei helfen, die Lücke zwischen Planung und Realität zu schließen und echte, messbare Leistungssteigerungen zu erzielen.“

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