ABB hat eine Augmented-Reality-Lösung entwickelt, die Arbeitsabläufe der Bediener im Feld digitalisieren und die Interaktion zwischen Feld- und Kontrollraumbetrieb verbessern soll.
(Quelle: ABB)
Laut einer Studie sind mehr als 20 Prozent der Ausfallzeiten in der Industrie auf menschliches Versagen zurückzuführen.
Eine neuartige Augmented-Reality-Lösung sorgt für Konsistenz bei manuellen Tätigkeiten, Arbeitsabläufen, bei Wartungsarbeiten im Feld und bei der engeren Verzahnung von Feldbetrieb und Kontrollraum.
Das führt zur mehr Arbeitssicherheit, einer geringeren Fehlerquote und effizienteren Arbeitsabläufen.
ABB hat eine Augmented-Reality-Lösung speziell für die Bedürfnisse von Bedienern im Feld entwickelt. Es ermöglicht eine nahtlose Integration zwischen dem Feld und dem Prozessleitsystem der Anlage. Damit lassen sich die Arbeitssicherheit verbessern, das Risiko menschlicher Fehler reduzieren und die Arbeitsabläufe im Feld wirkungsvoller gestalten.
Einer Studie¹ zufolge sind mehr als 20 Prozent der Ausfallzeiten in der Industrie auf menschliches Versagen zurückzuführen. Die neuen ABB Ability Augmented Field Procedures ermöglichen Konsistenz bei der Ausführung manueller Tätigkeiten, bei der Standardisierung von Arbeitsabläufen, bei Wartungs- oder Reparaturtechniken im Feld, bei der engeren Verzahnung von Feldbetrieb und Kontrollraum und bei der digitalen Aufzeichnung von Notizen. Das soll gewährleisten, dass operatives Wissen erfasst und genutzt wird.
Menschliches Versagen gefährdet die Arbeitssicherheit und führt zu Ausfällen
Anders als traditionelle papierbasierte Arbeitsabläufen ermöglicht die Lösung das interaktive Ausführen von Arbeitsschritten mit Hilfe eines mobilen Endgeräts, wobei der Bediener konsistent und sicher durch jeden Schritt geführt wird. "Menschliches Versagen ist nach wie vor ein wesentlicher Faktor, der zu Sicherheitsproblemen und Produktionsausfällen führt", so Chris Naunheimer, Digital Lead, Energy Industries, ABB. "Ingenieure verbringen viel Zeit mit der Auswertung und Interpretation von Daten. Mit dieser Lösung wollen wir die Herausforderungen angehen und die Zukunft der Arbeit grundlegend verändern.“
Die Bediener können mit Hilfe von Industrie-Tablets, Smartphones und Microsoft-HoloLens-Brillen berührungslos und in Echtzeit auf Daten von Anlagen, Prozessen oder Abläufen zugreifen. Das verbessert die Zusammenarbeit in Echtzeit und erlaubt vor Ort die sofortige Dateneingabe über die Benutzeroberfläche. Das System entstand in Zusammenarbeit mit weiteren Industrieunternehmen und lässt sich in jeder industriellen Anlage einsetzen, sowohl in Greenfield-Projekten als auch in Brownfield-Anlagen, für Inbetriebnahme-, Routinewartungs- und Abschaltaktivitäten.
Abläufe sind für die Bediener im Feld immer verfügbar
Naunheimer weiter: "ABB hat gemeinsam mit Kunden eine Lösung entwickelt, die darauf abzielt, die betrieblichen Abläufe am Standort einheitlich, digital und datengesteuert zu gestalten. Unsere Lösung stellt sicher, dass diese Abläufe für die Bediener im Feld immer verfügbar sind, wann und wo immer sie sie benötigen. Das erhöht die Sicherheit und betriebliche Effizienz und führt zu erheblichen OPEX-Einsparungen für unsere Kunden.“
ABB Ability Augmented Field Procedures unterstützen Unternehmen aus dem Öl-, Gas-, Chemie-, Prozess-, Strom- und Wassersektor und helfen, die Betriebsabläufe der Anlagen zu verbessern, indem sie die Vorteile von Digitalisierung, Mobilität und Konnektivität in die Hände der Bediener im Feld legen. Naunheimer erklärt abschließend: "In diesen herausfordernden Zeiten ist es wichtiger denn je, die Sicherheit der Mitarbeiter mit der Produktivität in Einklang zu bringen. ABB hat sich verpflichtet, beides zu unterstützen: die Menschen zu schützen und gleichzeitig die Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit und den kontinuierlichen Betrieb der wesentlichen Dienste durch die Bereitstellung von Fernzugriff und digitalen Tools und Lösungen zu ermöglichen.“
¹ Vanson Bourne Global Study
Bild oben: ABB Augmented Field Procedures mit der HoloLens. Bildquelle: ABB
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