Der 3D-Druck-Dienstleister Sculpteo hat „The State of 3D Printing: 2020“ veröffentlicht, die Ergebnisse einer Befragung zum Stand des 3D-Drucks und zu Trends bei additiven Fertigungsverfahren.
(Quelle: Sculpteo)
Viele Fertigungsunternehmen bauen den 3D-Druck in ihre Prozesse ein.
Das Anwendungswissen wächst, doch einem breiteren Einsatz der additiven Fertigung stehen noch einige Hindernisse im Wege.
Der 3D-Druck-Dienstleister Sculpteo hat einen umfangreichen Bericht zur aktuellen Nutzung der Technologien und zu ihrer Entwicklung veröffentlicht.
Der 3D-Druck-Dienstleister Sculpteo hat die Ergebnisse einer Befragung zum Stand des 3D-Drucks 2020 veröffentlicht. An der nunmehr 6. Auflage der jährlich durchgeführten Umfrage „The State of 3D Printing“, der bislang umfangreichsten von Sculpteo, haben in diesem Jahr mehr als 1‘600 Personen teilgenommen. Dabei ist der Anteil von Befragten aus Asien (13%), Afrika (6%) und Südamerika (4%) gewachsen. Frauen stellen 11% der Befragten.
62% der Teilnehmer haben einen technischen Hintergrund, hauptsächlich als Ingenieure, Konstrukteure und CEOs. 71% nutzen den 3D-Druck seit mehr als drei Jahren. Die große Mehrheit von ihnen hat diese Technologie mehrmals im Monat und 31% sogar täglich eingesetzt.
Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage
3D-Druck festigt seine Position
Viele Branchen beginnen, ihre Nutzung des 3D-Drucks in die Fertigung einzubauen. Sie definieren die Rolle des 3D-Drucks in ihren Fertigungsprozessen immer stärker. Die Anwender eignen sich Wissen über die additive Fertigung und ihre Anwendung an.
80% setzen den 3D-Druck in ihren Unternehmen seit mehr als 2 Jahren ein
33% erwarten in diesem Jahr einen Anstieg der Investitionen um bis zu 50%, das ist weniger als in den Vorjahren.
Qualitätskontrolle ist eine der Schwachstellen
Damit Additive Manufacturing ein bedeutender Teil eines Produktions-Ökosystems sein kann, muss die Industrie Maschinen und Materialien entwickeln, die konsistente Ergebnisse liefern. Konsistenz ist die Achillesferse des 3D-Drucks
51% sagen, dass die Qualitätskontrolle ihre größte Herausforderung bei der Verwendung von 3D-Druckern ist.
62% denken, dass die 3D-Druckindustrie zuverlässigere Technologien braucht, um zu wachsen.
Kosten als Einstiegshürde
Fast 30 Prozent der Anwender geben mehr als 100‘000 US-Dollar für den 3D-Druck aus, eine Steigerung um 5 Prozent gegenüber 2018. Doch die Kosten für den 3D-Druck gelten als hohe Einstiegshürde. Damit additive Fertigung zu einer allgegenwärtigen Herstellungsmethode heranreift und für mehr Branchen attraktiver werden kann, müssen die Kosten pro Teil weiter sinken.
Mehr als 50% nutzen SLS, Jet Fusion, SLM/DMLS und Binder Jetting durch externe Dienstleistungen, um Maschinen-/Wartungskosten zu vermeiden.
59% sagen, dass die Einstiegskosten die Einführung des 3D-Drucks limitieren.
Vom Prototyping zur Produktionstechnologie
Während der Einsatz des 3D-Drucks für die Produktion zunimmt, werden die Vorteile der additiven Fertigung nach wie vor großteils im Prototyping oder der Kleinserienfertigung verortet. Die Industrie müsse, so die Autoren, die Fertigungswelt dazu erziehen, diese Wahrnehmung zu ändern und einen echten Mehrwert für die Produktion mit 3D-Druck im Maßstab aufzuzeigen.
60% sehen eine signifikante Verbesserung der Kosten pro Teil durch den Einsatz des 3D-Drucks.
52% nutzen 3D-Druck in der Produktion im Vergleich zu 68% beim Prototyping.
Sculpteo, Online-Plattform für 3D-Druck
Sculpteo ist eine 2009 gegründete Online-Plattform für den 3D-Druck. Sie bietet die On-Demand-Produktion von Prototypen und Kleinserien in verschiedenen Verfahren und mit 75 Materialien an. Eine 3D-Drucksoftware namens Fabpilot gehört ebenfalls zum Lösungsportfolio. Der 3D-Druckdienstleister mit Hauptsitz in Paris wurde kürzlich von BASF übernommen. Der Chemiespezialist will die aktuelle 3D-Druck-Plattform von Sculpteo weiterentwickeln und zu einem globalen Netzwerk ausbauen. Kunden und Partner von BASF 3D Printing Solutions hätten dann die Möglichkeit, über die Plattform ihre Dienstleistungen zu vermarkten und ihre Kundenbasis zu erweitern.
The State of 3D Printing Report: 2020 kann hier abgerufen werden.
Stand: 16.12.2025
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