Projekt SUMMSEED Nachhaltiger Stahl aus dem 3D-Druck

Quelle: Meltio 2 min Lesedauer

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Ein internationales Konsortium unter Leitung der UPC in Barcelona entwickelt nachhaltige Stähle für Bergbau und Schwerindustrie – unterstützt durch Meltios Metall-3D-Drucksystem mit DED-Lasertechnologie.

Meltio ist ein industrieller Anbieter von industriellen 3D-Metalldrucksystemen mittels DED-Lasertechnologie (Direct Energy Deposition).(Bild:  Meltio)
Meltio ist ein industrieller Anbieter von industriellen 3D-Metalldrucksystemen mittels DED-Lasertechnologie (Direct Energy Deposition).
(Bild: Meltio)

Unternehmen aus Bergbau und Schwermaschinenbau fordern seit langem eine neue Stahlsorte: ökologisch nachhaltig, mit vergleichbaren Eigenschaften wie heutige Stähle und zugleich den industriellen Anforderungen an Qualität und Kosten entsprechend. Eine Antwort darauf bietet die additive Metallfertigung (3D-Metalldruck): Dabei wird Schweißdraht schichtweise per Laserschmelzen verarbeitet, um Bauteile aus Metallen wie Aluminium, Edelstahl, Titan oder Nickel herzustellen und zu reparieren.

Darum geht es im SUMMSEED-Projekt („SUstainable Medium Manganese StEEls“): eine Kooperation von akademischen und technologischen Partnern sowie auf Stahl spezialisierten Unternehmen. Die wissenschaftlichen Partner validieren und zertifizieren die Eigenschaften des neuen, von Sandvik hergestellten nachhaltigen Stahls und übertragen die drahtbasierte additive Metallfertigung auf verschiedene Industriezweige, die hochzuverlässige Bauteile herstellen und reparieren müssen. Beteiligt ist auch das spanische multinationale Unternehmen Meltio mit Sitz in Linares (Jaén), das 3D-Metalldrucklösungen für Branchen wie Verteidigung, Automobil, Bergbau, Öl und Gas, Schifffahrt sowie Luft- und Raumfahrt entwickelt.

SUMMSEED deckt die gesamte Wertschöpfung ab – von Legierungsentwicklung und Laborversuchen bis zu Pilotguss und der Reparatur realer Komponenten von Kegelbrechern – und legt so die Basis für ein kreislaufwirtschaftliches Ökosystem für kohlenstoffarmen Stahl.

Im Fokus steht die Entwicklung von Stählen mit mittlerem Mangangehalt (MMnS), die Emissionen in Herstellung und Reparatur senken, indem kritische Legierungselemente reduziert und additive Fertigung genutzt wird. Die neuen Legierungen sollen eine ausgewogene Kombination aus Festigkeit, Zähigkeit und Verschleißfestigkeit bieten und sich per 3D-Druck (LW-DED) an industrielle Guss- und Wiederaufbereitungsprozesse anpassen lassen – als nachhaltigere, kostengünstigere Alternative zu konventionellen Stählen. Der geringere Manganeinsatz unterstützt zudem europäische Strategien zur Reduktion kritischer Rohstoffe. SUMMSEED ist der erste Ansatz, MMnS-Metallurgie unter realen Industriebedingungen umzusetzen – mit Near-Net-Shape-Techniken und Bergbauanlagen als Demonstrationsumgebung.

SUMMSEED: Das sind die Projektpartner 

Die Polytechnische Universität Katalonien · BarcelonaTech (UPC) koordiniert das Projekt und bringt ihre Expertise in Legierungsentwicklung und fortschrittlicher Charakterisierung ein, um Grundlagenmetallurgie mit industriellen Anforderungen zu verknüpfen. Das CIM UPC fokussiert auf digitale und additive Fertigung, Sidenor auf industrielle Stahlproduktion und Qualitätssicherung. Die TU Bergakademie Freiberg verantwortet Modellierung, Umformung und Drahtbereitstellung, die TU Delft Simulation und Materialkinetik. Sandvik entwickelt Demonstratoren und TRL-Skalierung, während Meltio als Technologieanbieter die laserbasierte DED-Ausrüstung, Prozessentwicklung und Know-how für Remanufacturing liefert. Alle Partner trafen sich kürzlich zum Projektauftakt an der UPC.

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