Premiere auf der Automatica Mobile Roboterzelle: Anlagen flexibel vernetzen

Quelle: Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH 3 min Lesedauer

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Schwäbische Werkzeugmaschinen (SW) präsentiert auf der diesjährigen Automatica die Roboterzelle Mobile i-Cell. Die skalierbare Einheit verbindet Montage-, Logistik- und Bearbeitungsstationen.

Mit der Mobile I-Cell präsentiert SW auf der automatica eine modulare  Automationslösung, die  Montage-, Logistik- und Bearbeitungsstationen flexibel miteinander verbindet.(Bild: SW)
Mit der Mobile I-Cell präsentiert SW auf der automatica eine modulare Automationslösung, die Montage-, Logistik- und Bearbeitungsstationen flexibel miteinander verbindet.
(Bild: SW)

Die Roboterzelle übernimmt automatisierte Prozesse wie das Handling von Werkstücken und die Bedienung an Bearbeitungs-, Wasch- oder Montagestationen und ersetzt so manuelle Abläufe in der Produktion. „Als mobile Einheit für die automatisierte Bearbeitung eröffnet die Mobile i-Cell neue Möglichkeiten – von Kleinautomationen bis zu leicht erweiterbaren Großautomationen“, sagt Roman Wolf, Teamleiter Entwicklung Steuerungstechnik bei der SW-Tochter SW Automation.

Mit ihrer Kombination aus hoher Produktivität, modularem Design, flexiblen Einsatzmöglichkeiten und durchgängiger Konnektivität fügt sich die autarke Mobile i-Cell nahtlos in moderne Fertigungsumgebungen ein – insbesondere dort, wo Variantenvielfalt und dynamische Produktionsanforderungen zum Alltag gehören.

Roboterzelle lässt sich flexibel positionieren

Die I-Cell ist auf einem mobilen Trägersystem montiert und lässt sich mit einem fahrerlosen Transportsystem (Mobile i-Wagon) durch die Produktionsumgebung bewegen. Vor der gewünschten Station – zum Beispiel einer Bearbeitungs-, Wasch-, Montage- oder DMC-Laserstation – dockt die Zelle an. Ein integrierter Roboter mit Greifsystem entnimmt das Rohmaterial aus vorgelagerten Entnahmestationen, den sogenannten Mobile i-Storages, bestückt die Bearbeitungsstation und legt die Werkstücke nach Abschluss des Prozesses wieder zurück. Auch die Mobile i-Storages sind durch den Mobile i-Wagon automatisiert verfahrbar, die Zu- und Abführung der Werkstücke erfolgt unabhängig von der Zelle. „Durch das flexible Andocken entfällt eine aufwändige und starre Kopplung der Bearbeitungsstationen mit den Roboterzellen – unsere Kunden gewinnen an Effizienz und Gestaltungsfreiheit“, erklärt Roman Wolf. Das spart Platz, erhöht die Verfügbarkeit von Maschinen und macht Produktionsprozesse anpassungsfähiger. Dabei erkennt das System automatisch den jeweiligen Stationstyp und passt die Abläufe an – ohne aufwändige manuelle Umrüstungen oder erneute Inbetriebnahme.

Anlagen flexibel vernetzen

Die auf der Automatica präsentierte Mobile i-Cell ist für Traglasten bis 120 kg ausgelegt. Die Zelle lässt sich sowohl mit SW-Maschinen als auch mit Anlagen anderer Hersteller flexibel vernetzen. Energieversorgung und Steuerung erfolgen direkt über die jeweilige Station bzw. über eine SW-eigene Automatisierungsplattform, die Roboter, Transportsysteme und Auftragsdaten orchestriert.Ein weiterer Vorteil: Da die Zelle nur temporär an eine Station andockt, bleibt diese in den Zwischenzeiten frei zugänglich – etwa für Reinigung oder Wartung. Das ermöglicht eine hohe Anlagenverfügbarkeit bei gleichzeitig minimalem Integrationsaufwand.

Modulares Produktionskonzept für mehr Flexibilität und Skalierbarkeit

Die Stärken des Konzepts liegen in seiner Modularität und Mobilität. Unternehmen können mit wenigen Modulen starten und das System bei Bedarf schrittweise erweitern – ein deutlicher Vorteil gegenüber fest verketteten Fertigungslinien. „So bleiben Investitionen planbar und lassen sich an veränderte Anforderungen anpassen“, betont Wolf. Besonders bei wechselnden Bauteiltypen und Stückzahlen – etwa in der Automobilindustrie bei Motorblöcken, Ölwannen oder Buchsen – zeigt die Mobile i-Cell ihre Vorteile: Durch parallelen Einsatz mehrerer Zellen lässt sich selbst bei kurzen Taktzeiten unter 10 Minuten eine durchgängig hohe Auslastung erreichen. Unternehmen profitieren dabei weiterhin vom modularen Konzept – sie können mit wenigen Einheiten starten und das System bei Bedarf flexibel erweitern.

Die Mobile i-Cell ist zum Patent angemeldet und wird auf der Automatica im Zusammenspiel mit einem AGV erstmals live vorgeführt. Ein interaktives Display zeigt die Einsatzmöglichkeiten und das flexible Andocken an unterschiedliche Stationen. Die eingesetzte Robotik sowie die AMRs stammen vom Systempartner Kuka, der am benachbarten Stand ausstellt. Mit der Mobile i-Cell folgt SW dem eigenen Anspruch, die Fertigung kontinuierlich zu optimieren – Stück für Stück, „best per part“. Die Lösung ist Teil der Smart Manufacturing Solutions des Unternehmens, die moderne und anpassungsfähige Fertigungskonzepte für spezifische Kundenbedürfnisse ermöglichen. Wie diese aussehen können, zeigt SW am Stand in einem 3D-Miniaturmodell.

Automatica 2025 vom 24.-27. Juni in München, Halle A5, Stand 321

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