Infor Enterprise AI Index: KI im Regelbetrieb IT-Entscheider setzen auf Kontrolle, ERP-Integration und KI

Von Infor 2 min Lesedauer

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KI ist in deutschen Unternehmen zunehmend produktiv im Einsatz. Entscheider fordern mehr Kontrolle, tiefere ERP-Integration und branchenspezifische Lösungen statt generischer Standardmodelle.

Eine KI-gestützte Prüfanlage scannt Zahnräder direkt am Förderband, prüft ihre Oberflächen und Maße und zeigt das Ergebnis der Qualitätskontrolle auf einem digitalen Dashboard an.(Bild:  © vinik136/stock.adobe.com - generiert mit KI)
Eine KI-gestützte Prüfanlage scannt Zahnräder direkt am Förderband, prüft ihre Oberflächen und Maße und zeigt das Ergebnis der Qualitätskontrolle auf einem digitalen Dashboard an.
(Bild: © vinik136/stock.adobe.com - generiert mit KI)

Die Experimentierphase mit Künstlicher Intelligenz in deutschen Unternehmen geht spürbar zu Ende. Laut den aktuellen Daten des Infor Enterprise AI Index ist der Anteil der Unternehmen in Deutschland, die sich mit ihrer KI-Implementierung noch in der Pilotphase befinden, bis August 2026 auf nur noch 5 Prozent geschrumpft. Gleichzeitig stieg der Anteil der Betriebe, die KI bereits produktiv in priorisierten Geschäftsprozessen einsetzen, von 32 Prozent im Frühjahr auf 45 Prozent im Spätsommer.

Ein auf die Branche trainierter Agent muss eine drohende Störung in Echtzeit erkennen und im exakten Prozesskontext des ERP-Systems lösen helfen, während der menschliche Planer stets die volle Kontrolle behält.

KI braucht Branchenbezug und tiefe ERP-Integration

Mit dem Übergang in den Regelbetrieb verlagern sich die Herausforderungen auf die IT-Architektur. Fast 30 Prozent der befragten Entscheider geben an, dass Altsysteme oder isolierte Datenstrukturen die Einführung ausbremsen. Ein weiteres zentrales Ergebnis: 69 Prozent der Befragten betonen, dass generische KI-Standardlösungen den spezifischen Anforderungen ihrer jeweiligen Branche nicht gerecht werden.
Entsprechend deutlich verschieben sich die IT-Prioritäten. Die Notwendigkeit, KI tief in ERP- und Kernsysteme zu integrieren, nahm an Wichtigkeit für die Entscheider deutlich zu, nämlich von 25 auf 36 Prozent. Sie teilt sich damit den Spitzenplatz mit den Themen Datensicherheit und Datensouveränität.

KI-Agenten mit klaren Regeln und menschlicher Kontrolle

Auch das Verständnis von KI-Autonomie wandelt sich: Gefragt sind keine isolierten, unbeaufsichtigten Agenten mehr (deren Priorität sank von 30 auf 21 Prozent), sondern voll integrierte Agenten mit klaren Freigaberegeln und lückenloser Governance.
„Man kann ein generisches KI-Modell nicht einfach an einen komplexen Fertigungs- oder Distributionsbetrieb anbinden und erwarten, dass es die Logik der Lieferkette oder die Rahmenbedingungen der Produktion versteht“, erklärt Wolfgang Kobek, EVP & GM bei Infor. „Der eigentliche Wert von KI liegt nicht in einem intelligenteren Dashboard. Ein auf die Branche trainierter Agent muss eine drohende Störung in Echtzeit erkennen und im exakten Prozesskontext des ERP-Systems lösen helfen, während der menschliche Planer stets die volle Kontrolle behält.“

im fokus: Infor Enterprise AI Index 

Der Infor Enterprise AI Adoption Impact Index wurde von YouGov im Auftrag von Infor in Deutschland durchgeführt. Die Studie umfasste Befragungen von 266 Entscheidern im Frühjahr 2026 und 258 Entscheidern im August 2026 aus Branchen wie Fertigung, Einzelhandel sowie Transport und Distribution.

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