Forschungsprojekt RegioFab Fabrik-Sharing macht unabhängiger von globalen Lieferketten

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Das Projekt RegioFab an der Hochschule Karlsruhe untersucht, wie regionales Fabrik-Sharing Wertschöpfung widerstandsfähiger und nachhaltiger machen kann. Das könnte die Resilienz von KMU stärken.

Prof. Steffen Kinkel (Mitte), Marco Baumgartner (links) und Dennis Richter (rechts) beschäftigen sich am ILIN unter anderem damit, wie regionales Fabrik-Sharing Wertschöpfung widerstandsfähiger und nachhaltiger machen kann. (Bild:  Tobias Schwerdt/HKA)
Prof. Steffen Kinkel (Mitte), Marco Baumgartner (links) und Dennis Richter (rechts) beschäftigen sich am ILIN unter anderem damit, wie regionales Fabrik-Sharing Wertschöpfung widerstandsfähiger und nachhaltiger machen kann.
(Bild: Tobias Schwerdt/HKA)

Im Forschungsprojekt RegioFab (Regionales Fabrik-Sharing zur Steigerung von Resilienz und Nachhaltigkeit der Wertschöpfung von KMU) untersucht die Hochschule Karlsruhe (HKA) gemeinsam mit der TU München und fünf Unternehmen, wie Wertschöpfungsnetzwerke kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) durch regionales Fabrik-Sharing resilienter und nachhaltiger gestaltet werden können. Ziel ist es, den KMU Handlungsoptionen aufzuzeigen, die ihnen Alternativen zu globalen Lieferketten und den damit verbundenen Abhängigkeiten bieten.

Der offizielle Startschuss für das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt erfolgte jetzt am Campus HKA 2030+/TP der Hochschule Karlsruhe im Linder Technologie Campus. Während des Kick-off-Meetings stand die Festlegung der ersten Arbeitsschritte im Mittelpunkt. „Wir freuen uns, gemeinsam mit unseren Partnern an diesem zukunftsweisenden Projekt zu arbeiten. Durch die breite Palette an Produktionstechnologien der beteiligten Unternehmen wollen wir generalisierbare Erkenntnisse gewinnen und in die Anwendung überführen“, so Prof. Dr. Steffen Kinkel, Leiter des HKA-Instituts für Lernen und Innovation in Netzwerken (ILIN).

Fabrik-Sharing bringt Überschüsse und Engpässe von Kapazitäten zusammen

Unter Leitung seines Instituts werden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) der TU München und den fünf Unternehmenspartnern 4flow, Fiber Engineering, Maus, Plus Manufact und Schäfer Kunststofftechnik Ansätze entwickelt, wie produzierende Unternehmen mit überschüssigen Fertigungskapazitäten und Unternehmen mit Kapazitätsengpässen regional zusammengeführt werden können. Dafür schafft das Projekt zunächst die notwendigen Rahmenbedingungen und berücksichtigt gleichzeitig mehrere typische Herausforderungen von KMU.

„Die entwickelten Ansätze sollen dazu beitragen, die Störanfälligkeit der Lieferketten zu reduzieren und die Widerstandsfähigkeit der Unternehmen zu erhöhen. Zudem sollen flexiblere Produktionsprozesse, höhere Transparenz und eine effizientere Abwicklung von Aufträgen ermöglicht werden“, erläutert Patrick Fomferra, Projektleiter und wissenschaftlicher Mitarbeiter am ILIN. Letztlich verfolgt RegioFab das Ziel, die Zusammenarbeit innerhalb des Wertschöpfungsnetzwerks zu stärken um dadurch unter anderem Redundanzen innerhalb der Lieferketten zu schaffen. Die Entwicklung, Implementierung und Nutzung von regionalem Fabrik-Sharing kann als Katalysator dienen, um Fertigungskapazitäten regional unternehmensübergreifend zu teilen und so die Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu steigern.

Anhand dreier Anwendungsfälle entwickeln und erproben die Projektpartner in den kommenden drei Jahren Methoden und Tools, um Produktionsprozesse agiler und flexibler zu gestalten, Planungs- und Auftragsbearbeitungsprozesse zu digitalisieren und ihre Transparenz zu erhöhen sowie regionale Wertschöpfungsnetzwerke aufzubauen.

Über die Förderung

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Zukunft der Wertschöpfung – Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit“ in der Fördermaßnahme „KMUinnovativ: Zukunft der Wertschöpfung“ (Förderkennzeichen: 02J23C000) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

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