Digitalisierung und Automatisierung verbessern in der Fertigungsindustrie das Zusammenspiel von Mensch und Maschine und optimieren das Arbeitsumfeld, sodass eine effiziente und qualitativ hochwertige Produktion sichergestellt wird. Dabei sollen Maschinen und Software Menschen nicht ersetzen, sondern bei industriellen Produktionsprozessen unterstützen.
(Quelle: iStock_gorodenkoff)
Lean Production als Lösung? Der Fokus der Prozessoptimierung in der Industrie liegt auf der aktiven und kontinuierlichen Verbesserung des Arbeitsumfeldes. Während Maschinen im Zusammenspiel mit eingesetzter Software dazu beitragen, Prozesse zu automatisieren und zu beschleunigen, können menschliche Fähigkeiten wie Kreativität, Problemlösungsfähigkeit und Entscheidungsfindung nicht ersetzt werden. Automatisierung führt zu Entlastung und mehr Freiräumen für andere Tätigkeiten.
Wertschöpfung durch schlanke Produktion
Die Lean Production, also die schlanke Produktion, ermöglicht es Unternehmen, ihre Produktionsprozesse effizienter und wertschöpfender zu gestalten. Sie ermöglicht kürzere Durchlaufzeiten, optimale Auslastung, störungsfreien innerbetrieblichen Materialfluss, geringe Lager- und Umlaufbestände und einen überdurchschnittlichen Liefererfüllungsgrad. Die Vorteile der Produktionsorganisation nach den Prinzipien der Lean Production sprechen für sich.
In der heutigen digitalisierten Fertigungsindustrie wird die Lean Production durch innovative Softwarelösungen unterstützt, die eine detaillierte Steuerung und Überwachung des gesamten Produktionsprozesses ermöglichen. Dabei schließen sich Lean Production und Industrie 4.0 keineswegs aus, im Gegenteil: Moderne MES-Lösungen sind heute unverzichtbare Werkzeuge zur Umsetzung einer schlanken Produktion. Dank ihrer Leistungsfähigkeit können Unternehmen jederzeit auf alle relevanten Daten zugreifen und Prozesse effektiv steuern, um eine optimale Wertschöpfung zu erzielen.
Betriebsmittel sparsam und effizient einsetzen
Bei der Lean Production werden sämtliche Produktionsfaktoren - von Betriebsmitteln über Personalressourcen bis hin zur Planung und Organisation - sparsam und effizient eingesetzt. Der Fokus liegt hierbei auf einer Verbesserung der Durchlaufzeiten und der Prozessqualität sowie der damit einhergehenden Effizienzsteigerung und Kostenminimierung. Dem Lean Manufacturing liegen elementare Prinzipien zu Grunde, die im Zeitalter der digitalen Transformation einfach umgesetzt werden können.
Die Grundprinzipien der Lean Production
Value: Bei diesem Prinzip steht der Kundenmehrwert im Mittelpunkt. Durch die Fokussierung auf Produktqualität und Preisgestaltung werden nicht wertschöpfende Tätigkeiten soweit es geht, eliminiert.
Value Flow: Sämtliche Arbeitsschritte, die zur Herstellung eines Produktes erforderlich sind, werden auf Effizienz und sinnvolle Arbeitsabfolgen untersucht und optimiert.
Flow: Um Verzögerungen und Ausfälle im Produktionsablauf zu vermeiden, sollte eine störungsfreie Wertschöpfungskette über den gesamten Prozess geschaffen werden.
Pull: Dieses Prinzip zielt auf die Vermeidung von Lagerbeständen ab. Bei der Lean Production wird entsprechend nicht auf Grundlage prognostizierter, sondern auf Basis konkreter Kundenbestellungen gefertigt.
Perfection: Diesem Prinzip nach existiert kein optimaler, finaler Zustand innerhalb der Produktion. Vielmehr handelt es sich um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
Standardization: Durch die Schaffung von Standards für Prozesse und Arbeitsabläufe kann die Effizienz gesteigert werden. Dadurch wird auch die Fähigkeit verbessert, Probleme zu erkennen und zu lösen.
Employee Involvement: Alle Mitarbeiter werden ermutigt, Vorschläge zur Verbesserung des Prozesses einzubringen.
(Anstelle papierbasierter Aufträge, Arbeitsanweisungen und Anleitungen für Montage oder Qualitätsprüfung sowie verschiedener Checklisten treten digitale Daten, auf die alle Produktionsverantwortlichen zentralen Zugriff haben. Bild: iStock_ipopba)
Lean Production-Software schafft Transparenz im Produktionsprozess
Der Einsatz einer Lean Production Software kann die Umsetzung der Prinzipien der schlanken Produktion erleichtern und verbessern. Werkerführungssysteme unterstützen auf Shopfloor-Ebene mit umfassenden Informationen in Echtzeit: Veraltete Informationen, die das Flow-Prinzip und damit die Produktivität gefährden, gehören somit der Vergangenheit an. Doch auch weitere Effizienz- und Qualitätsrisiken lassen sich mit einem geeigneten MES-System vermeiden. Die Software kann beispielsweise durch die Integration einer In-Prozessprüfung sicherstellen, dass jedes produzierte Teil den erforderlichen Spezifikationen entspricht. Das frühzeitige Erkennen von Spezifikationsabweichungen unterstützt die Minimierung von Ausschuss und Nacharbeit, was wiederum zu einer höheren Effizienz und Produktqualität führt.
Stand: 16.12.2025
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Anstelle papierbasierter Aufträge, Arbeitsanweisungen und Anleitungen für Montage oder Qualitätsprüfung sowie verschiedener Checklisten treten digitale Daten, auf die alle Produktionsverantwortlichen zentralen Zugriff haben. Die Informationsbereitstellung in der Lean Production Software kann dabei mehrsprachig und durch Bild- und Videomaterial unterstützt erfolgen. Das MES-System sorgt dabei für größtmögliche Transparenz in allen Unternehmensabläufen. Wertvolle Rückmeldedaten werden auf Fertigungsebene erfasst und per Schnittstelle an das eingesetzte ERP-System und somit an die Unternehmensleitebene zurückgespielt. Aus dieser umfassenden Datenbasis können anschließend zahlreiche Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung der Produktionsprozesse abgeleitet werden. Unternehmen können so langfristig agiler auf Marktgegebenheiten, Krisen und Kundenanforderungen reagieren.
MDE sorgt für zusätzliche Transparenz
Die Lean Production Software gfos.MES bietet Produktionsverantwortlichen ein leistungsstarkes System für eine zukunftsfähige und schlanke Produktion auf höchstem Niveau. Dabei bildet die Betriebsdatenerfassung (BDE) die Basis für umfassende Produktions- und Prozessanalysen. Für zusätzliche Transparenz im Produktionsablauf sorgt die Maschinendatenerfassung (MDE). Die MDE stellt nicht nur eine automatisierte Maschinendatenerfassung sicher, sondern liefert zudem eine fundierte Datenbasis als Grundlage für standardisierte Kennzahlen zur nachhaltigen Produktionsoptimierung. So steht einer schlanken Produktion nichts mehr im Wege.
Die Autorin Katharina Van Meenen-Röhrig ist CEO der GFOS mbH.