Best Practices Mit SAP Digital Manufacturing zur digitalen Fabrik

Von Sebastian Klaszka 5 min Lesedauer

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Hersteller der Prozessindustrie müssen Produktion effizienter, nachhaltiger und transparenter gestalten. SAP Digital Manufacturing bietet dafür eine intelligente Produktionsumgebung, die IGZ mit vorkonfigurierten Branchenlösungen beschleunigt.

Griesson – de Beukelaer: Die digitale Prozesssteuerung mit der IGZ Best Practice FLOW+PACK sorgt für erhebliche Effizienzsteigerung. (Bild:  Griesson – de Beukelaer)
Griesson – de Beukelaer: Die digitale Prozesssteuerung mit der IGZ Best Practice FLOW+PACK sorgt für erhebliche Effizienzsteigerung.
(Bild: Griesson – de Beukelaer)

SAP Digital Manufacturing (SAP DM) ist das Herzstück des „Design-to-Operate“-Lösungsportfolios der SAP und bietet eine durchgängige, intelligente Produktionsumgebung. Durch Echtzeit-Transparenz und nahtlose Integration mit SAP S/4HANA und SAP Extended Warehouse Management (EWM) ermöglicht SAP DM eine zentrale Datennutzung, Prozesssicherheit und Effizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette. IGZ ergänzt dies mit vorgefertigten Branchenlösungen wie FILL+PACK für Abfüll- und Verpackungsprozesse, zum Beispiel für die Getränke- und Chemieindustrie, und FLOW+PACK für kontinuierliche Prozesse, beispielsweise für die Süßwarenindustrie, um neue digitale Standards schneller einzuführen.

SAP Digital Manufacturing sorgt für Effizienz, Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit

SAP Digital Manufacturing bietet Unternehmen der Prozessindustrie zahlreiche Vorteile, die über Effizienzsteigerungen hinausgehen und nachhaltige Wettbewerbsvorteile schaffen:

1. Echtzeit-Transparenz und Prozesssicherheit: SAP Digital Manufacturing bietet Produktions- und Werksleitern über konfigurierbare Dashboards Echtzeit-Transparenz zu KPIs über den aktuellen Produktionsfortschritt und zu Maschinenzuständen, wodurch fundierte Entscheidungen und schnelle, datenbasierte Reaktionen ermöglicht werden.  Schichtleiter profitieren vom REO-Modul (Resource Orchestration), das ein flexi­bles Ein- beziehungsweise Umplanen von Aufträgen erlaubt und so eine optimale Auslastung hochautomatisierter Anlagen sicherstellt.Produktionsmitarbeiter an der Linie profitieren von benutzerfreundlichen Werker-Terminals, die Rezepturen und Arbeitsanweisungen digital anzeigen und durch Plausibilisierungsmaßnahmen, kombiniert mit vorkonfigurierten Verriegelungsmechanismen, absolute Prozesssicherheit gewährleisten.

2. Rückverfolgbarkeit: Gerade in sensiblen Branchen wie der Lebensmittel- oder Chemieindustrie ist die Rückverfolgbarkeit von Produkten und eingesetzten Rohstoffen ein wesentliches Kriterium, das erfüllt werden muss. SAP DM bietet hierfür die notwendigen Funktionen, um eine durchgängige und vollständige SAP-End-to-End-Rückverfolgbarkeit von eingesetzten Produktionschargen und Rohstoffen sicherzustellen.  

3. Nachhaltigkeit und Ressourcen­schonung: SAP DM optimiert Energie- und Materialverbräuche, reduziert Abfälle und Ausschuss durch integrierte Qualitätssicherung und OEE-Analysen. Dies senkt Kosten und ermöglicht die Umsetzung nachhaltiger Produktionsziele, wodurch Unternehmen ihren ökologischen Fußabdruck verringern können.

IGZ Best Practices: Produktion und  Qualität auf ein neues Level heben 

IGZ bietet basierend auf SAP DM mehrere vorkonfigurierte Branchenlösungen für verschiedene Prozesse und Anforderungen der Prozessindustrie. Dies verkürzt die Realisierungszeit der SAP DM-Einführung und sorgt für eine sichere Projektumsetzung.

  •  FILL+PACK – die Lösung für automatische Abfüll- und Verpackungsprozesse: Diese Lösung hat ihren Schwerpunkt in der Lebensmittel-, Getränke- und Konsum­güterindustrie und ist auf die besonderen Anforderungen von automatischen Abfüll- und Verpackungsprozessen zugeschnitten. FILL+PACK ermöglicht eine lückenlose Rückverfolgbarkeit und unterstützt die Erfassung zentraler Leistungskennzahlen wie OEE (Overall Equipment Effectiveness), bietet die Möglichkeit einer Auftragsfeinsteuerung sowie erweiterte Leitstandsfunktionalitäten. Dadurch lässt sich der gesamte Produktionsprozess in Echtzeit überwachen und optimieren.
  • FLOW+PACK – die Lösung für kontinuierliche Fließprozesse: FLOW+PACK ist ideal für die Automatisierung von verketteten Produktionslinien, wie sie zum Beispiel in der Süßwarenherstellung zu finden sind. Mit Funktionen wie einem vorkonfigurierten Leitstand und Echtzeit-Qualitätsprüfungen sorgt diese Best Practice dafür, dass Produktionsfortschritt und Produktqualität jederzeit transparent und kontrollierbar bleiben. Notwendige papierbasierte Prozesse zur Qualitätsdatenrückmeldung entfallen, und die papierlose Fertigung wird Realität.
  •  Electronic Work Instruction (EWI) – die Lösung für Bulk-/ Herstellprozesse: EWI bietet eine dynamische Online-Werkerführung mittels detaillierten Prozessvorgaben und Phasen auf Basis des Prozessauftrages, die die Produktionsmitarbeiter strukturiert und sicher durch komplexe Herstellprozesse leitet. Integrierte Qualitätsprüfungen sorgen für höchste Produktqualität. Auto­matisierte Prozessdatenerfassung und Auswertung stellen eine hundertprozentige Rückverfolgbarkeit sicher. Die digitale Bereitstellung stets aktueller produktionsbegleitender Dokumente und Sicherheitshinweise sorgt für sichere Prozesse. 
  • Weighing & Dispensing – die Lösung für Misch- und Dosierprozesse: Für präzise Wiege- und Dosierprozesse hat IGZ mit der Best Practice Weighing & Dispensing eine Lösung entwickelt, die eine exakte Einhaltung von Rezepturvorgaben und Toleranzen gewährleistet. Die direkte Anbindung von Waagen und Dosiersystemen sorgt für Prozesssicherheit und Transparenz. Damit wird eine nachhaltigere Produktion durch Schonung von Ressourcen aufgrund optimalen Materialeinsatzes unterstützt.

Praxisbeispiele:  Mit SAP und IGZ zur digitalen Fabrik 

IGZ hat bereits zahlreiche Unternehmen erfolgreich bei der Einführung von SAP ­Digital Manufacturing-Lösungen unterstützt und dabei bewährte, branchenspezifische Best Practices angewendet. Die folgenden Beispiele verdeutlichen, wie diese Projekte den Unternehmen dabei geholfen haben, ihre Produktionen zu optimieren.  

Kraiburg TPE: Technologischer Sprung zur Harmonisierung der Produktion 

Kraiburg TPE: Echtzeittransparenz durch bidirektionale Maschinenanbindung.(Bild:  IGZ)
Kraiburg TPE: Echtzeittransparenz durch bidirektionale Maschinenanbindung.
(Bild: IGZ)

Der globale Hersteller von thermoplastischen Elastomeren, Kraiburg TPE, gilt in seiner Branche durch die weltweite Einführung der MES-Lösung SAP DM als ­ „digitaler Vorreiter“. Aufgrund eines unternehmensweiten Templates und der flexiblen Skalierbarkeit eignet sich die SAP-Architektur ideal für den gruppenweiten Roll-out und sichert so das zukünftige Wachstum des Unternehmens auf Basis standortübergreifender, einheitlicher ­Prozesse langfristig ab. 

Die bestehende IT-Systemlandschaft wird harmonisiert, und die Aufgabenverteilung zwischen ERP, MES und PLS ist klar geregelt. Zwischen den Systemen herrscht ein durchgängiger Informationsfluss, um konsistente Daten und einen „Single Point of Truth“ jederzeit sicherzustellen. Die Entscheidung für das Projekt resümiert Herr Meier wie folgt: „SAP DM passt sehr gut zu einem modernen Unternehmen wie Kraiburg TPE, das sich im Zuge der Digi­talisierung nachhaltig für die Zukunft aufstellen möchte. Wir sind überzeugt, mit unserer neuen Lösung auch künftige Herausforderungen im Produktionsumfeld zu meistern.“ 

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Griesson – de Beukelaer: Digitale  Vernetzung für höchste Qualität   

Qualität schmeckt besser: Mit Prinzen-Rolle, Griesson Soft Cake oder Leicht & Cross-Knusperbrot produziert Griesson – de Beukelaer, eines der führenden Unter­nehmen im euro­päischen Markt für Süß- und Salzgebäck, beliebte Kekse und Snacks und nutzt dafür vollintegrierte IT-Systeme. In einem kon­struktiven und ergebnisorientierten Austausch wurde IGZ Best Practice FLOW+PACK von prozessbegleitenden Qualitätsprüfungen zu ereignisgesteuerten Prüfungen weiterentwickelt: Die durchgehende Chargen-Rückverfolgbarkeit, integrierte Leitstandfunktionen sowie In-Process-Kontrollen unterstützen die Qualitätssicherung in einem Lebensmittelbetrieb. Dies führte zu einer erheblichen Effizienzsteigerung durch gezielte Reduktion von Prüfaufwänden und schafft eine papierlose Produktion mit hoher Flexibilität und Transparenz.

BASF: Effiziente Produktionssteuerung und OEE-Reporting mit FILL+PACK 

BASF: Optimierte Produktionssteuerung und OEE-Reporting mit der IGZ Best Practice FILL+PACK.(Bild:  IGZ)
BASF: Optimierte Produktionssteuerung und OEE-Reporting mit der IGZ Best Practice FILL+PACK.
(Bild: IGZ)

Der Chemiekonzern BASF setzt die IGZ Best Practice FILL+PACK ein, um seine Produktionsprozesse im Segment Agricultural Solutions zu optimieren. Eric Fritsche, Prozessmanagement BASF Agricultural Solutions, hebt die Vorteile hervor: „Durch die vertikale Integration von FILL+PACK haben wir unsere gesamte Produktionssteuerung optimiert. Die digitalisierte Dokumentation spart uns händische ­Arbeitsschritte, wodurch weniger Korrekturaufwand notwendig ist. Zudem hilft uns die Echtzeit-Rückmeldung der Abfüllung dabei, adäquat zu planen. Die gesammelten Informationen bilden die Basis für das OEE-Reporting und die Instandhaltung der Anlagen; somit können wir mögliche Schwachstellen frühzeitig identifizieren und die Abfüllleistung entsprechend optimieren.“  

Den Wandel gestalten: Mit SAP DM  in eine innovative Zukunft

SAP Digital Manufacturing ermöglicht Unter­nehmen der Prozessindustrie, ihre Produktionsprozesse digital abzubilden und zentral zu steuern. Die MES-Lösung von SAP basiert auf modernster Cloud-Technologie und erfasst alle relevanten Produktionsdaten, bindet Maschinen und Anlagen an und schafft so Transparenz und vielfältige Steuerungsmöglichkeiten in Echtzeit. Dies fördert die Nachhaltigkeit der Produktionsprozesse und bildet die Basis für neue ­KI-Technologien. Die IGZ-Branchenlösungen auf Basis von Best Practices sorgen zudem für eine schnelle und sichere Realisierung der Projekte. 

Sebastian Klaszka ist stellvertretender  Verkaufsleiter SAP Manufacturing bei IGZ.