Industrie 5.0: Wie Sie ihre Mitarbeitenden mehr in den Mittelpunkt stellen

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 1 min Lesedauer

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Digitalisierung wurde in der Vergangenheit primär unter technischen oder prozessualen Gesichtspunkten betrachtet. Die erwartete Durchdringung der Digitalisierung im industriellen Umfeld ist aber nicht in dem Maße gelungen, wie dies aufgrund des Potenzials zu erwarten war“, beginnt Prof. Günter Bitsch, Geschäftsführer und Gesellschafter der becos GmbH, Stuttgart.

(Quelle:  becos GmbH)
(Quelle: becos GmbH)

Günter Bitsch sieht für die mangelnde Digitalisierung in den fertigenden Unternehmen mehrere Gründe. Zum einen wurde die Komplexität eines solchen Unterfanges – gemeint ist die Umsetzung von Industrie 4.0 – unterschätzt. Zum anderen wurden der Mensch sowie seine Rolle im Rahmen der digitalen Fertigung zu wenig betrachtet. „Will man das vorhandene Digitalisierungspotenzial nutzen, müssen genau diese Einflussfaktoren stärker Berücksichtigung finden“, setzt Bitsch fort. Und deshalb fiel bei becos die Entscheidung für Industrie 5.0 als Modell der Zukunft.

Die Idee von Industrie 5.0 betrachtet die Mensch-Maschine Beziehung. Ziel ist es, die Kombination von menschlichen Fähigkeiten und maschineller Leistungsfähigkeit zu berücksichtigen, da diese in der Regel zu höherwertigeren und nachhaltigeren Lösungen mit größerer Akzeptanz führt. Zudem geht man bei Industrie 5.0 weg von zentralen hin zu (teil-)dezentrale Steuerungssystemen. Geplant ist, zentrale Systeme durch dezentrale Systeme abzulösen, um flexibler reagieren zu können. Ebenso besteht Handlungsbedarf bei der Berücksichtigung der Menschen selbst. Ihre individuellen Präferenzen müssen stärker berücksichtigt und mehr in den Mittelpunkt rücken, gemeint sind z. B. Wunschschichten oder Wunscharbeitsgruppen. Solche Flexibilisierungsanforderungen an eine Personaleinsatzplanung werden zukünftig immer wichtiger. „Der flächendeckende Fachkräftemangel sorgt branchenübergreifend für offene Stellen. Für deren Besetzung ist ein hohes Maß an Flexibilität und die Berücksichtigung der Worklife Balance unabdingbar“, erläutert der MES-Experte.

„Unsere Kunden brauchen Fachkräfte, Personal an den Maschinen und wollen diese dauerhaft binden. Diesen Wunsch hören wir in jedem Gespräch und deshalb engagieren wir uns gerade im Hinblick auf das Thema Industrie 5.0“, betont Bitsch abschließend.

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