3D-Metalldruck Neue Maschine für Metallbauteile bis acht Kubikmeter

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Mit seiner neuesten Maschinengeneration arc80X bietet Gefertec noch mehr Möglichkeiten für Anwender des 3D-Metalldrucks mit WAAM. Die Serie punktet mit einem größeren Bauraum, Funktionen für die automatisierte Fertigung und einem Modul zur Verwendung von Titan. Ein Servicepaket unterstützt Unternehmen ohne eigenes Expertenteam bei der Nutzung der Technologie.

Die neue arc80X von Gefertec kann Bauteile bis zu acht Kubikmeter mittels Wire Arc Additive Manufacturing herstellen.(Bild: Gefertec)
Die neue arc80X von Gefertec kann Bauteile bis zu acht Kubikmeter mittels Wire Arc Additive Manufacturing herstellen.
(Bild: Gefertec)

Der 3D-Metalldruck mit Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM) wird für immer mehr Anwendungen eingesetzt. Gefertec erweitert jetzt mit einer neuen Baureihe, der Serie arc80X, das Spektrum der verfügbaren Maschinen nach oben. Damit reagiert der 3D-Druck-Spezialist auf die Anforderung vieler Kunden, die größere Bauteile mit dem Verfahren produzieren wollen.

Größerer Bauraum und höherer Automatisierungsgrad

Das Unternehmen setzt bei der Maschinenkinematik auf ein CNC-gesteuertes Linearachsen-System, das dank seiner hohen Präzision für dauerhafte Prozessstabilität und Wiederholverlässlichkeit im gesamten Bauraum sorgt. In der 3-Achs-Variante hat das neue Fertigungssystem einen Bauraum von 2 x 2 x 2 Metern und kann Bauteile mit einer Gesamtmasse von bis zu acht Tonnen fertigen. Die 5-Achs-Variante druckt Bauteile mit einem Durchmesser von bis zu 0,9 Metern und einer Höhe bis zu 1,4 Metern. Neben dem größeren Bauraum bietet die neue Maschinengeneration zahlreiche weitere Vorteile. Dazu gehört ein höherer Automatisierungsgrad, der die Effizienz in der Fertigung verbessert und den notwendigen Personaleinsatz reduziert. Zu den automatisierten Funktionen gehören integrierte Werkzeugvermessung, Gasdüsenreinigung, Drahtabschneiden und ein Wechsel von Verschleißteilen.

Darüber hinaus punktet die neue Maschinengeneration mit einer weiterentwickelten Prozessüberwachung für die Sicherung der Bauteilqualität: Der Prozessmonitor erfasst und speichert alle relevanten Daten während des Druckvorgangs. Dies ermöglicht eine umfassende Dokumentation für Qualitätssicherung und Prozessoptimierung. Ein integriertes Pyrometer misst die Bauteiltemperatur und trägt so zusammen mit einer aktiven Bauteilkühlung zu einer optimalen Bauteilqualität bei. Die optional erhältliche Schutzgasbox ermöglicht den Druck in einer geschlossenen Schutzgasatmosphäre. Das erlaubt die Verarbeitung selbstschwieriger Materialien wie Titan.

Prozess-Know-how als Serviceangebot

In der Vergangenheit schreckten viele potenzielle Anwender des 3D-Druck-Verfahrens vor einer Investition in eine eigene Maschine zurück. Hauptgrund war oftmals die fehlende Expertise innerhalb des Unternehmens. Auch hierfür bietet der Hersteller künftig ein Servicepaket an. Mit ihrem Know-how unterstützen Prozesstechniker und CAM-Ingenieure des 3D-Spezialisten die Kunden dabei, die Bauteilfertigung auf den arc-Maschinen einfach umzusetzen. Zu den Leistungen gehört unter anderem das Screening der Bauteile, um die technische Machbarkeit zu überprüfen und Effizienzpotenziale zu identifizieren. Auch bei den Qualifizierungsprozessen helfen die Experten des Anbieters. Auf diese Weise können Kunden die Maschine optimal nutzen und in den 3D-Druck mit WAAM einsteigen, auch wenn kein eigenes Experten-Team vorhanden ist.

Komplettes Fertigungssystem auf WAAM-Basis

Die Vorteile der bisherigen Maschinengenerationen behält der Hersteller auch bei der arc80X-Serie bei. Das Maschinenkonzept ist ein komplettes Fertigungssystem, das auf dem WAAM-Verfahren basiert. Dabei wird das traditionelle Metallschutzgasschweißen für den additiven Aufbau von Bauteilen genutzt. Die Maschinen kombinieren dies mit einer speziellen CAM-Software und einer Sinumerik-Steuerungsarchitektur. Der Prozess bietet hohe Aufbauraten, und da Draht als Ausgangsstoff zum Einsatz kommt, ist das Handling einfach und das Material kostengünstig. Die Maschinen sind bereits im intensiven Einsatz in industriellen Anwendungen, wie zum Beispiel im Energiesektor zur Serienproduktion von Turbinenkomponenten.

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