Expertenumfrage Produktions- und Intralogistik

„Für jedes Szenario einen Plan in der Schublade“

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Anbieter zum Thema

Zetes, RFID Konsortium und Swan

Fragen an den Experten

1. Was sind aus Ihrer Sicht die drei wesentlichen Trends in der Intralogistik im Jahr 2025?

2. Und was sind die größten Herausforderungen?

3. Wie können Unternehmen diesen Herausforderungen begegnen? 

Alexandra Hinners, Zetes

Alexandra Hinners
Alexandra Hinners ist Business Consultant bei Zetes.
(Bild: Zetes GmbH)

1. Automatisierung und Digitalisierung werden in 2025 zentrale Treiber in der Intralogistik sein. Dabei wird vor allem die Integration von KI sowie der Einsatz von autonomen mobilen Robotern (AMR) in Kollaboration mit Mitarbeitern zur Optimierung von Prozessen in Lagerhaltung und Distribution weiter zunehmen. Darüber hinaus wird die Nutzung von Machine Vision-Technologie ein bedeutender Trend in diesem Jahr sein. Sie wird verwendet, um Prozesse wie Qualitätsprüfungen und Bestandsmanagement zu automatisieren und die Wareneingangs- und -ausgangskontrolle zu optimieren. 

2. Die Umwelt- und Marktbedingungen sowie die daraus resultierenden notwendigen Transformationen der Industrie in Bezug auf Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit erzeugen einen enormen Druck. Unternehmen, die sich entscheiden, in Technologie zu investieren, erreichen Agilität und können flexibel auf Marktanforderungen reagieren. Wer zu zögerlich ist, verpasst womöglich die Chance. 

3. Generell ist zu empfehlen, nicht immer auf das große Ganze zu warten, sondern die Prozesse in Schritten zu digitalisieren. Das bildet die Basis für alle zukünftigen Optimierungen und hilft Unternehmen, sich Herausforderungen besser zu stellen. Ein bewährter Prozess wird mit der Einführung von einem neuen ERP oder WMS nicht etwa verworfen, sondern der neuen Umgebung angepasst und weiterhin genutzt. Demgegenüber wäre die Implementierung komplett neuer Systeme zeitaufwändiger und teurer.

Generell ist zu empfehlen, nicht immer auf das große Ganze zu warten, sondern die Prozesse in Schritten zu digitalisieren.

Alexandra Hinners

Fragen an den Experten

1. Was sind aus Ihrer Sicht die drei wesentlichen Trends in der Intralogistik im Jahr 2025?

2. Und was sind die größten Herausforderungen?

3. Wie können Unternehmen diesen Herausforderungen begegnen? 

Tino Steickert, RFID Konsortium

Tino Steickert
Tino Steickert ist Geschäftsführer der RFID Konsortium GmbH.
(Bild: RFID Konsortium GmbH)

1. Als erstes sehen wir den Trend zur erweiterten Digitalisierung. In den letzten Jahren haben Unternehmen einzelne Prozesse digitalisiert. Nun geht es darum, auch vor- und nachgelagerte Prozesse zu berücksichtigen, um eine durchgehend digitalisierte Intralogistik zu realisieren.Beim zweiten Trend geht es um die Evolution von KI - weg vom Hype hin zu praxisnahen Anwendungen. Welche davon praxistauglich sind, wird die Zeit zeigen.Drittens sehen wir den Trend des "RFID-Crossover". Dabei werden hybride Technologien kombiniert; wobei RFID (AutoID), Lokalisierung (UWB, BLE, etc.) und Bilderkennung eine wichtige Rolle spielen. 

2. In Produktion und Intralogistik fehlt es an Fachkräften. Automatisierte Prozesse könnten Mitarbeitende entlasten und sicherstellen, dass sie den Workload auch in kleineren Teams gut bewältigen. Aktuell setzen viele Entscheider solche Projekte jedoch eher aus und warten ab. 

3. Ein Ansatz wäre, vor dem Projekt einen Proof-of-Concept zu machen. Darin wird die Projektanforderung komplett als Test simuliert. Es wird geprüft, wie ein Prozess automatisiert wird, welche Auto-ID Technologie, welche Hardware und welche Systemanbindungen erforderlich sind. Und ganz wichtig: Wann sich die Investitionskosten amortisieren. Die ROI-Aussage nimmt dem Unternehmen die Scheu vor dem Risiko, so ein Automatisierungsprojekt zu starten.

Die ROI-Aussage nimmt dem Unternehmen die Scheu vor dem Risiko, ein Automatisierungsprojekt zu starten.

Tino Steickert

Fragen an den Experten

1. Was sind aus Ihrer Sicht die drei wesentlichen Trends in der Intralogistik im Jahr 2025?

2. Und was sind die größten Herausforderungen?

3. Wie können Unternehmen diesen Herausforderungen begegnen? 

Andreas Brand, Swan

Andreas Brand
Andreas Brand ist Director SAP Realization und Prokurist bei Swan.
(Bild: Swan GmbH)

1. Unternehmen setzen zunehmend auf vollautomatisierte Logistikzentren und teilautomatisierte Lösungen mit AMR, FTS und Pick-Robotern zur Effizienz- und Produktivitätssteigerung. KI-gestützte Systeme optimieren darüber hinaus die Bestandsverwaltung und steuern Prozesse in Echtzeit. Neben technologischen Aspekten rücken auch energieeffiziente Lager und ressourcenschonende Prozesse in den Fokus. Zusätzlich prägt die De-Globalisierung die Branche, da Unternehmen verstärkt regionale Lieferketten aufbauen. 

2. Herausfordernd bleibt der Fachkräftemangel, da Automatisierung neue Qualifikationen erfordert. Gleichzeitig nimmt die technologische Komplexität zu: Die Integration von AGVs, KI und IoT ist anspruchsvoll und birgt Risiken für den Betrieb. Hinzu kommen steigende regulatorische Anforderungen in den Bereichen Datenschutz, Nachhaltigkeit und IT-Sicherheit. 

3. Wichtig sind Investitionen in Mitarbeiterqualifikation, Technologie und resiliente Lieferketten. Integrierte Softwarelösungen und eine starke IT-Strategie sorgen für eine effiziente Automatisierung. Um Lieferketten robuster zu machen, setzen viele auf Nearshoring, Multi-Sourcing und nachhaltige Prozesse.

Herausfordernd bleibt der Fachkräftemangel, da Automatisierung neue Qualifikationen erfordert.

Andreas Brand

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