Störungen beseitigen, die Produktivität erhöhen, die Zusammenarbeit im Team verbessern und die Prozesse nachhaltig optimieren sind nicht mehr nur Wunschziele, sondern ein Muss für Produktions- und Logistikunternehmen. Das digitale Shopfloor-Management kann die Unternehmen bei dieser Herausforderung unterstützen.
(Quelle: Solunio)
Unternehmen benötigen Stabilität in der Produktion, müssen flexibel auf Kundenanfragen reagieren und ihre Ressourcen gezielt einsetzen. Kurz: Sie benötigen optimale Prozesse in der Fertigung und eine strukturierte Zusammenarbeit im Team, um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Digitale Technologien sowie das Shopfloor-Management sind dabei eine wichtige Grundlage für die Prozessoptimierung und eröffnen Unternehmen bislang ungenutzte Potentiale. Software-Entwickler Solunio vereint beide Ansätze in einem einheitlichen Konzept für digitales Shopfloor-Management in der Softwareplattform „Visual Shop Floor“.
Überwachung und Steuerung der Prozesse in Echtzeit
Das Shopfloor-Management, ein weit verbreitetes Führungsinstrument, leitet sich aus dem Lean-Management ab. Wie der Name schon sagt, wird dort angesetzt, wo die wesentlichen Tätigkeiten in einem Produktionsbetrieb stattfinden: auf dem Hallenboden. Ziel dieses Managementwerkzeuges ist es, kontinuierliche Prozessoptimierungen direkt am Ort des Geschehens durchzuführen. Digitales Shopfloor-Management stellt eine Weiterentwicklung dieser Methode dar. Es gewährleistet die laufende Aufbereitung und Nutzung von Daten, ermöglicht damit die Überwachung und Steuerung der Prozesse in Echtzeit und verbessert kontinuierlich die Effizienz der Prozesse sowie die Zusammenarbeit vor Ort und entlang der Shop Floor Kaskade.
Potenzial vorhandener Daten noch ungenutzt
In Produktionsunternehmen mit ihren Fertigungslinien wird täglich eine Vielzahl von Daten generiert, die sich noch dazu laufend aktualisieren. Häufig liegen die Daten verstreut in verschiedenen Systemen und nicht alle Daten werden genutzt, wie die Aras-Studie „Von Nachhaltigkeit bis Digitalisierung: Challenges 2022“ aufzeigt. Drei von vier Unternehmen in Deutschland nutzen das Potential ihrer vorhandenen Daten noch nicht aus. Damit verlieren Unternehmen wichtige Informationen wie auch Chancen zur Weiterentwicklung. Im Datendschungel den Überblick zu behalten und daraus auch noch Erkenntnisse zu gewinnen, ist ohne Unterstützung einer spezialisierten Software allerdings ein Ding der Unmöglichkeit. Die relevanten Daten müssen erst aus den verschiedenen Quellen herausgefischt, gesammelt, verdichtet und miteinander in Beziehung gesetzt werden.
(Über Andon Boards kann die gesamte Produktionshalle im Überblick behalten werden. Bild: Solunio)
Digitales Shopfloor-Management: Mit aktuellen Daten Handlungsbedarf erkennen
Damit mit den gesammelten Daten effizient gearbeitet werden kann, bedarf es zudem einer visuellen Darstellung: Grafisch aufbereitete Daten sind für die Mitarbeiter leichter nutzbar als Zahlenreihen in einer Excel-Tabelle. Durch die Visualisierung verwandeln sich Daten zu wertvollen Informationen: für alle verständlich, leicht zu kommunizieren und für die tägliche Arbeit verwertbar. Anschauliche Dashboards mit Bildern, Diagrammen oder anderen visuellen Darstellungen zeigen aktuelle Kennzahlen wie Soll-Ist-Zustände, Muster und Trends auf. Selbst komplexe Zusammenhänge werden durch die grafische Aufbereitung intuitiv verständlich.
In Kombination mit Info-Boards können die visualisierten Daten die Mitarbeiter in der Entscheidungsfindung direkt am Ort des Geschehens unterstützen, vom interaktiven Besprechungs-Board für Meetings bis hin zum passiven Andon-Board an der Fertigungslinie oder im Lager. Abweichungen und Störungen werden frühzeitig erkannt und Maßnahmen sofort eingeleitet. Damit gelingt es, Stillstände zu reduzieren, Engpässe zu vermeiden und Störungen kurzfristig zu beseitigen oder ganz zu vermeiden.
Zusammenarbeit effizient organisieren und Prozesse nachhaltig optimieren
Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor für die Prozessoptimierung liegt in der zeitnahen Einleitung von Maßnahmen. Damit die definierten Maßnahmen auch erfolgreich umgesetzt werden können, bedarf es einer effizienten Abstimmung zwischen den Mitarbeitern. Ein spezifisches System für digitales Shopfloor-Management dient dabei als Kollaborationsplattform, welche die Zusammenarbeit im Team mit Hilfe einer strukturierten Meetings-Planung sowie einem effizienten Maßnahmenmanagement unterstützt. Die Priorisierung der Aufgaben sowie die Zuteilung an die entsprechenden Personen sind dadurch sichergestellt und eine effiziente Umsetzung der Maßnahmen gewährleistet.
Im digitalen Shopfloor-Management können zudem Methoden aus dem Lean Management integriert werden, um Verschwendung, Fehler und unnötige Kosten innerhalb der Prozesse zu identifizieren und zu vermeiden. So lassen sich beispielsweise mit regelmäßigen Process Audits Abweichungen frühzeitig erkennen und Prozessstandards konsequent umsetzen. Die Durchführung von PDCA-Zyklen fördert und unterstützt zusätzlich die kontinuierliche Prozessoptimierung. Beide Methoden ermöglichen eine systematische Ursachenanalyse und stellen strukturierte Problemlösungsverfahren zur Verfügung. Verbesserungspotentiale werden somit aufgezeigt und nachhaltig umgesetzt.
Stand: 16.12.2025
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(Als webbasierte Software lässt sich „Visual Shop Floor“ ganz einfach über verschiedene Endgeräte abrufen. Bild: Solunio)
All-in-one-Software für digitales Shopfloor-Management
Fazit: Die Kombination von digitalen Technologien und dem Shopfloor-Management unterstützt Produktions- und Logistikunternehmen wesentlich bei der Optimierung der Fertigungsprozesse – und reicht weit darüber hinaus. Die Abbildung des gesamten Shopfloor-Managements in einer einheitlichen All-in-One-Softwareplattform wie „Visual Shop Floor“ von Solunio ermöglicht es zudem, mit Hilfe von Meetings und Maßnahmenmanagement die Zusammenarbeit im Team zu strukturierter, zu planen und effizienter zu gestalten. Des Weiteren bieten digitale Lean-Werkzeuge die Möglichkeit, Abweichungen präventiv zu beseitigen, Fehler zu vermeiden und Prozesse laufend zu optimieren.
Der Autor Felix Messner ist im Marketing bei Solunio tätig.