Der Hersteller und Zulieferer Bögra suchte nach Wegen, eine seiner Fertigungsmaschinen optimal einzusetzen und kam dabei darauf, künftig ein Werkzeugeinstellgerät zu nutzen. Was diese Entscheidung bringt, das zeigt dieser Bericht.
(Quelle: Kelch, Christian Ahrens)
Werkzeugeinstellgerät in der Praxis: Die Bögra Technologie GmbH mit Sitz in Solingen ist Hersteller von Vollbronze- und Messing-Gleitlagern und Direkt- und Tier-2-Lieferant für weltweit agierende Marken der Automobilindustrie. Das 1913 gegründete Unternehmen betreibt zwei Gießereibetriebe und eine umfangreiche mechanische Fertigung. Zum Fertigungsspektrum gehören Anlaufscheiben, Pleuelbuchsen, Kolbenbolzenbuchsen, Kombilager und weitere Erzeugnisse aus Strangguss und Kokillenguss. Dabei erfüllt der Hersteller die hohen Qualitätsansprüche der Automobilindustrie und anderer Branchen.
Das neue Werkzeugeinstellgerät überzeugt
Seit einigen Monaten nutzt Bögra das Werkzeugeinstellgerät Kenova set line H3 von Kelch. Damit möchte das Fertigungsunternehmen eine deutliche Zeitersparnis beim Rüsten der Werkzeuge erreichen. Zudem soll die Werkzeugvoreinstellung gleichbleibend hohe Qualität bei der Herstellung von Schwesterwerkzeugen mit gleichen Maßen sichern. Die bisherigen Erfahrungen fallen positiv aus: Das Werkzeugeinstellgeräte hat sich problemlos in die Fertigung von Bögra integrieren lassen. Durch den Einsatz erreicht der Hersteller unter anderem eine Zeitersparnis von drei Stunden pro Rüstvorgang und 15 Minuten pro Werkzeug.
Optionen zur Vernetzung bieten dem Hersteller Potenzial für zukünftige Erweiterungen in der Produktion.
Michael Prawinski, Leiter der mechanischen Fertigung bei Bögra, erklärt: „Wir fertigen auf modernsten Bearbeitungseinrichtungen monatlich mehr als eine Million Fertigteile mit einer Fertigungsgenauigkeit von 8 Mikrometern und führen ein breites Repertoire an Hochleistungsbronzen und Messingen. Unsere Werkstoffe werden für die Kunden maßgeschneidert. Bei Bedarf gehen wir auch auf spezielle Materialwünsche ein. Durch unsere beiden Gießereien bieten wir dabei ein Maximum an Flexibilität.“
75 Prozent der Produkte gehen in die Automobilindustrie. Dabei steht die Bögra-Fertigung vor der Aufgabe, sich den stetig wachsenden Kundenanforderungen anzupassen und offen für innovative Lösungen zu sein: „Wir gehen gerne neue Wege, um weiterhin mit maximaler Flexibilität einwandfreie Produkte zu liefern“, kommentiert Michael Prawinski.
Aufmerksam auf die Potenziale von Werkzeugeinstellgeräten wurde Bögra, als man beim Geschäftspartner Schütte GmbH eine neue Maschine einkaufte. Im Gespräch über die Möglichkeiten, einen CNC-gesteuerten 6-Spindler-Automaten optimal einzustellen, kam man mit den Ansprechpartnern bei Schütte ins Gespräch, die von den eigenen positiven Erfahrungen mit dem nun auch bei Bögra genutzten Werkzeugeinstellgerät berichteten, das Kelch in enger Kooperation mit Schütte entwickelt hatte.
(Kelch-Berater Bastian Birkenfeld (links im Bild) mit Bögra-Mitarbeiter Erdim Soysal nach der Inbetriebnahme bei der Einführung in das neue Werkzeugeinstellgerät. Bild: Kelch, Christian Ahrens)
Passgenaue Auswahl – zukunftsfähige Software
„Wichtig war Bögra vor allem, dass das gewählte Werkzeugeinstellgerät exakt zu den Maßen der vorhandenen Werkzeuge passt. Deshalb haben wir in einem ersten Vor-Ort-Termin alles besprochen und das optimale Modell ausgewählt“, berichtet Bastian Birkenfeld, Technischer Gebietsverkaufsleiter und Anwendungsberater bei Kelch. Das kompakte Werkzeugeinstellgerät Kenova set line H3 passt mit Messlängen in X-Richtung von 420 Millimetern und in Z-Richtung von 350 Millimetern perfekt zum gewünschten Einsatzspektrum. Die horizontale Werkzeugvermessung in der manuellen Ausführung lässt sich problemlos in die Fertigungsumgebung integrieren.
Aktuell setzt Bögra das Gerät für zwei Maschinen ein und kann die Nutzung bei Bedarf noch erweitern, wie Michael Prawinski erläutert. Das könnte zukünftig vor allem dann interessant werden, wenn der Maschinenpark erneuert wird. Ausgestattet mit der Software CoVis ist das Einstellgerät komfortabel zu bedienen und ermöglicht den Nutzern sichere und schnelle Ergebnisse bei ihren Mess- und Einstellaufgaben.
Die Anzeige sowie der Dialog mit dem Bediener erfolgen am übersichtlichen Touchscreen. Logische Messaufgaben, wie zum Beispiel Winkelberechnung, Kreisdurchmesser und theoretische Spitze, sind einfach per Fingertipp über selbsterklärende Icons zu aktivieren. Die einfache Verwaltung der Adapter, Aufnahmen, Werkzeuge und Einrichtepläne ermöglicht den permanenten Zugriff auf die Ergebnisse und unterstützt zügige Arbeitsprozesse.
("Seit der Einweisung läuft das neue Werkzeugeinstellgerät tadellos, unsere Mitarbeiter kommen prima damit zurecht.“ Michael Prawinski, Leiter der mechanischen Fertigung bei Bögra. Bild: Kelch, Christian Ahrens)
Ausgestattet mit einer thermostabilen, FEM-optimierten Sphäroguss-Konstruktion bietet das Gerät stabile Voraussetzungen für alle Einsatzbedingungen. Die komfortable Zustellung der Achsen erfolgt mittels pneumatisch gelöster Schnellverstellung und zusätzlich mit Endlos-Feinverstellung für eine Mikrometer-genaue Anpassung.
Das Einstellgerät bietet eine variable Tischbestückung und verfügt über ein intelligentes Bildverarbeitungs- und Kamerasystem, sodass Anwenderfehler oder Differenzen durch den Einsatz unterschiedlicher Mitarbeiter durch verlässliche Systeme mit gleichbleibend hoher Präzision ausgeglichen werden. Die Auslieferung, Einrichtung und Unterweisung der Mitarbeiter bei Bögra erfolgte an einem Tag.
Stand: 16.12.2025
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Um eine optimale Anwendung zu sichern, organisierte Kelch-Berater Bastian Birkenfeld je eine Schulung für die Mitarbeiter der Frühschicht und der Mittagsschicht. „So sind alle auf dem gleichen Wissensstand und können sich zudem jederzeit melden, wenn noch Fragen entstehen“, erklärt Birkenfeld. Michael Prawinski berichtet: „Unser Fokus liegt auf effizienten Automatisierungen und Industrie 4.0-Prozessen. Das neue Einstellgerät passt perfekt zu dieser Ausrichtung.“
Die Autorin Heike Laue ist freie Fachjournalistin.