gesponsertIst Ihre Produktion KI-ready? Wieso Ordnung entscheidend ist

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Künstliche Intelligenz (KI) verspricht eine Revolution für die Fertigung – in der Praxis herrscht Ernüchterung. Schuld daran ist eine unzureichende Datenbasis. Schaffen Sie erst Ordnung in Ihren Daten, dann können Sie KI erfolgreich nutzen. Ein Fahrplan für die Produktion.

Um KI erfolgreich zu nutzen, müssen Produktionsunternehmen eine verlässliche Datenbasis schaffen. Wer Daten-Schrott liefert, bekommt KI-Schrott zurück. (Bild:  Margarita/stock.adobe.com)
Um KI erfolgreich zu nutzen, müssen Produktionsunternehmen eine verlässliche Datenbasis schaffen. Wer Daten-Schrott liefert, bekommt KI-Schrott zurück.
(Bild: Margarita/stock.adobe.com)

Die Zahlen der Bitkom-Studie „Künstliche Intelligenz in Deutschland“ von 2025 (Datenbasis 602 Unternehmen) zeigen zwar: 88 % der befragten Unternehmen in Deutschland nutzen KI, aber nur 21 Prozent für Produktionsabläufe.

Die Gründe: Etwa 53 % plagen technische Probleme, es fehlen menschliche Ressourcen für KI-Anwendungen sowie die Akzeptanz unter Mitarbeitenden. Fraunhofer skizziert 2024 in der Studie „Künstliche Intelligenz in der Produktion“ ein enttäuschendes Bild: Produzierende Betriebe verwenden KI-Lösungen meistens nur in einzelnen Bereichen wie etwa die Steuerung von Produktionsprozessen. Denn: KI ist nur so klug, wie die Daten, auf die sie zugreift. Wer Daten-Schrott liefert, bekommt KI-Schrott zurück.

Dreiklang der Datenbasis

Damit ein schlauer Algorithmus auf dem Shopfloor wirklich einen Mehrwert bietet, müssen Produktionsunternehmen eine auswertbare, valide Datenbasis schaffen. Dabei geht es um drei Säulen, die das Fundament jeder smarten Fabrik bilden. Sie lauten:

  • Transparenz: Zunächst muss eruiert werden, welche Daten überhaupt existieren.
  • Struktur: Rohdaten ohne Kontext sind wertlos. Eine Temperaturangabe ohne Zeitstempel oder Maschinenbezug ist für eine KI unlesbar, da die einheitliche Struktur und Semantik fehlen.
  • Auswertbarkeit: Daten müssen in Echtzeit und in einer Qualität vorliegen, die eine Analyse überhaupt erst ermöglicht. Silo-Lösungen sind deshalb kontraproduktiv.
Er kann sich entspannt zurücklehnen. Nach der Einführung des MES nutzen die Produktions- Mitarbeitenden KI für die adaptive Planung. (Bild:  MPDV/Midjourney)
Er kann sich entspannt zurücklehnen. Nach der Einführung des MES nutzen die Produktions- Mitarbeitenden KI für die adaptive Planung.
(Bild: MPDV/Midjourney)

Digitales Rückgrat

Wie schafft man diese Basis technisch? Hier kommt das Manufacturing Execution System (MES) ins Spiel. Es fungiert als Nervensystem der Produktion und liefert die vertikale Integration vom Shopfloor bis zum ERP-System. Der Grundstein für die Anknüpfungspunkte der KI ist damit gelegt.

Die Kombination mit einer Integrationsplattform sorgt dafür, dass unterschiedliche Protokolle und Legacy-Systeme dieselbe Sprache sprechen. Ohne diese „Dolmetscher“ bleibt die KI isoliert und kann ihre volle Wirkung nicht entfalten. Da KI in der Regel in bestehende Systeme in der Produktion implementiert wird, ist es ein großes Plus, wenn die Integrationsplattform bereits vorhanden ist. 

Gerade bei der Produktionsplanung entfaltet sich das Potenzial von KI. Produktionsleiter geben die Prioritäten vor, die KI plant anhand der Vorgaben in Echtzeit.  (Bild:  Gorodenkoff /stock.adobe.com, phonlamaiphoto /stock.adobe.com, MPDV)
Gerade bei der Produktionsplanung entfaltet sich das Potenzial von KI. Produktionsleiter geben die Prioritäten vor, die KI plant anhand der Vorgaben in Echtzeit.
(Bild: Gorodenkoff /stock.adobe.com, phonlamaiphoto /stock.adobe.com, MPDV)

Volle Wirkung

Produktionsunternehmen, die die Möglichkeiten strukturierter Daten erkannt und auf Digitalisierung per MES gesetzt haben, sind bei der KI-Einführung eindeutig im Vorteil: Sie können Maschinendaten, Qualitätsinformationen und Prozesskennzahlen, die im MES zusammenlaufen von KI analysieren, interpretieren und die Erkenntnisse in Maßnahmen umsetzen lassen wie beispielsweise:

  • Qualitätsprognosen
  • Ausschussanalyse
  • Maschinenleistungsanalyse
  • Rüstzeitprognosen
  • OEE-Optimierung

Wer im Bereich Feinplanung bereits mit einem APS arbeitet und KI einsetzt, profitiert von einer Qualitätssteigerung durch:

  • Adaptive Produktionsplanung: Neben anstehenden Aufträgen berücksichtig die KI auch Maschinenzustandsdaten, den Werkzeugeinsatz sowie die Materialflüsse in Echtzeit.
  • Personaleinsatzplanung: Dank intelligenter Datenauswertung können auch die Qualifikationen und Verfügbarkeiten der Mitarbeitenden berücksichtigt werden.
  • Szenarien-Vergleiche: Ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen, können per KI neue Planungsszenarien simuliert und verglichen werden.

„Die KI kann die Masse an Informationen in der Fertigungsplanung viel besser abbilden als der Mensch. Bei uns im Unternehmen ist das unabdingbar – die KI ist unser wesentliches Element in diesem Zusammenhang,“ erklärt Kevin Mahler, COO bei Vacom GmbH.

Produktionsunternehmen die eine technische Lösung für ein echtzeitnahes Produktionsleitsystem wie ein MES nutzen, profitieren von KI-Lösungen laut einer Fraunhofer-Studie am meisten. (Bild:  jahidmoon026/stock.adobe.com)
Produktionsunternehmen die eine technische Lösung für ein echtzeitnahes Produktionsleitsystem wie ein MES nutzen, profitieren von KI-Lösungen laut einer Fraunhofer-Studie am meisten.
(Bild: jahidmoon026/stock.adobe.com)

KI-Kompetenz aufbauen

Künstliche Intelligenz in der Fertigung einzuführen, ist kein reines IT-Projekt, mit dem Sie Ordnung schaffen. Vielmehr erfordert KI eine tiefgreifende Transformation in der Arbeitswelt und eine klare Strategie sowie ein Commitment von der Unternehmensführung. Damit Algorithmen messbare Produktivitätssteigerungen liefern, müssen Produktionsleiter den Aufbau von KI-Know-how ins Zentrum ihrer Strategie rücken. KI-Systeme sind nur so effektiv wie die Menschen, die sie bedienen.

Um den nachhaltigen Erfolg von KI-Systemen in der Produktion zu sichern, sollte in der Produktion ein strategischer Experten-Mix sichergestellt werden. Dies gelingt entweder durch den Aufbau fester Partnerschaften mit externen Dienstleistern oder gezieltes Recruiting spezialisierter KI-Experten. 

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