VDMA: Das sagt der Verband zu den EU-Plänen für eine Gas-Notlage

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 1 min Lesedauer

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Die EU will für den Fall einer europäischen Gas-Notlage die prioritär zu versorgenden Bereiche definieren. Was der VDMA dazu sagt.

(Quelle:  Mike Mareen/Adobestock)
(Quelle: Mike Mareen/Adobestock)


Zu den EU-Plänen für eine Gas-Notlage sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann: "Gerade die mittelständische Industrie in Europa braucht verlässliche Planungen der EU, wie Gas im Fall einer echten Knappheit verteilt wird. Solange die Bundesnetzagentur und andere europäische Institutionen kein Wissen über die Auswirkungen selektiver Kürzungen haben, sprechen wir uns für eine gleichmäßige Belieferung aller industriellen Verbraucher aus. Nur so können Wertschöpfungsketten im Krisenfall, wenn auch mit großen Schwierigkeiten, erhalten bleiben. Auch der Diskurs über den absoluten Vorrang privater Haushalte ist wichtig."

Grundsätzlich sage die EU-Kommission viel Richtiges in Ihrer Kommunikation zur Gas-Notfall-Vorsorge. Ihre Betrachtung zu den bevorzugt zu beliefernden industriellen Verbrauchern bringe allerdings keine neuen Impulse. Denn nach wie vor gäbe es zu wenige Daten über Lieferketten und -netzwerke und die dafür notwendigen Vorprodukte. Flexible Maßnahmen zur Umstellung auf andere Brennstoffe sei wichtig, um Europas Industrie im kommenden Winter am Laufen zu halten. Noch wichtiger sei, dass die Maßnahmen zur Dekarbonisierung der Wirtschaft und Gesellschaft dabei nicht über Bord geworfen werden.

Brodtmann schließt: "Die Bundesregierung sollte in jedem Fall die Brüsseler Empfehlungen zur Einsparung von Energie am Arbeitsplatz umsetzen, bevor der Winter und damit die Heizperiode kommt. Denn die Betriebe brauchen rechtzeitig Planungs- und Rechtssicherheit. Wir fordern deshalb die Politik auf, die Arbeitsstättenverordnung zeitnah anzupassen, damit die Betriebe einen entsprechenden Beitrag zur Eindämmung der Energiekrise leisten können. Dass bei allen Maßnahmen die Gesundheit der Beschäftigten im Vordergrund stehen muss, versteht sich von selbst."

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