Wächst ein Unternehmen, muss auch die Informationstechnologie mithalten. INDAG Maschinenbau führte aus diesem Grund ein neues ERP-System ein. Mit ihm will das Unternehmen schrittweise den Digitalisierungsgrad erhöhen und sich für weitere Expansionen wappnen.
(Quelle: INDAG Maschinenbau)
PSIpenta in der Praxis: Seit Monaten steigt die Nachfrage nach Mischern von INDAG, mit denen sich zum Beispiel Erdnussbutter mit Schokostückchen, Schmelzklebestoffe oder Shampoos produzieren lassen. Entsprechende Maschinen sind dafür ausgelegt, unterschiedliche Medien zu mischen, zum Beispiel eine Flüssigkeit mit festen Bestandteilen, und bei der Herstellung jeweils die korrekte Viskosität, Temperatur oder den richtigen Druck zu berücksichtigen. Ein wesentlicher Aspekt ist zudem, dass es sich hierbei um Inline-Mischer handelt, das heißt um Systeme für das kontinuierliche (englisch „inline“) Mischen.
Neue IT für INDAG
Schon seit über 70 Jahren ist die INDAG Maschinenbau GmbH (INDAG) in dieser Nische erfolgreich und beliefert neben der Lebensmittelindustrie auch die Kosmetik- und Pharmabranche ebenso wie Unternehmen aus den Bereichen Chemie, Plastik und Umwelt – und zwar in über 75 Ländern. Aktuell sind die Auftragsbücher so voll wie noch nie, und ein Ende ist nicht in Sicht. „Wir beschäftigen aktuell zirka 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an unserem Standort in Borsfleth in Schleswig-Holstein und suchen – wie viele andere mittelständische Unternehmen auch – händeringend nach qualifizierten Fachkräften“, sagt Geschäftsführer Wilko Willuhn, der vor über 30 Jahren die Unternehmensleitung von seinem Vater und Gründer, Martin Willuhn, übernahm. Neben der Einstellung weiterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist der Spezialist für kontinuierliches Mischen vor allem auch gefordert, seine IT neu aufzustellen.
PSIpenta macht Schluss mit Papierlisten
Durchschnittlich 110 Aufträge bearbeitet INDAG zurzeit in der Fertigung. „Die hiermit verknüpften Anforderungen konnte unser altes ERP-System, das wir vor rund elf Jahren eingeführt haben, nicht mehr erfüllen. Oder anders ausgedrückt: Wir sind dem System einfach entwachsen“, beschreibt Wilko Willuhn die Ausgangssituation. Das zeigte sich unter anderem darin, dass sich wichtige Prozesse nicht abdecken ließen. Aus Excel-Listen und Co. schnell verlässliche Zahlen für die Unternehmenssteuerung zu ermitteln, wurde angesichts der zunehmenden Anzahl an Aufträgen immer schwerer. „Uns war klar, dass wir einen höheren Digitalisierungsgrad brauchen und ein ERP-System, das perspektivisch auch eine weitere Expansion ermöglicht“, betont der Geschäftsführer.
INDAG schaute sich 30 ERP-Lösungen an, von denen es drei in die ausführliche Prüfung und Endauswahl schafften. In die anschließende Bewertungsphase beziehungsweise in den Entscheidungsprozess mittels eines Punktvergabesystems waren auch 16 der 20 späteren Anwender eingebunden. Das Rennen machte schließlich das ERP-System PSIpenta des Berliner Unternehmens PSI Automotive & Industry (PSI).
Standardprozesse für unterschiedliche Fertigungstypologien
Ausschlaggebend war unter anderem, dass das ERP-System für den Maschinen- und Anlagenbau konzipiert ist. Als solches bildet es Prozesse unterschiedlicher Fertigungstypologien standardmäßig in einem System ab – von der Angebotserstellung und -annahme über den Einkauf und die Fertigung bis zur Ausstellung der Lieferscheine und die Rechnungslegung. Da das Portfolio von INDAG nicht nur Standardmaschinen, sondern auch Sondermaschinen auf Kundenwunsch umfasst, war dies ein weiteres schlagkräftiges Argument. Wilko Willuhn: „Jeder Mischer, den wir herstellen, ist eine zentrale Komponente für das Geschäft des jeweiligen Unternehmens und entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden. Nicht immer lassen sich die Anforderungen mit einem Standard umsetzen. Das ist nicht zuletzt aufgrund der unterschiedlichen Branchen, die wir bedienen, unheimlich abwechslungsreich und ein Punkt, der mich auch noch nach so vielen Jahren reizt und fasziniert.“
(INDAG fertigt sogenannte Inline-Mischer. Das sind Maschinen, die unterschiedliche Medien kontinuierlich vermengen und dabei jeweils die korrekte Viskosität, Temperatur oder den richtigen Druck berücksichtigen. Bild: INDAG Maschinenbau)
Hohes Datenvolumen im Griff
Anspruchsvoll ist in diesem Zusammenhang auch das hohe Datenvolumen: Über 20.000 Teile mit jeweils bis zu 200 zugeordneten Sachmerkmalen verwaltet das System. „In diesem Bereich ist PSIpenta wirklich stark“, betont Wilko Willuhn. Überall dort, wo INDAG hingegen individuelle Prozesse lebt, kann das Unternehmen die Standardfunktionen des ERP-Systems um individuell programmierbare Skripte erweitern. Unerlässlich ist für den Maschinenbauer beispielsweise ein Skript, das sämtliche Sachmerkmale aller Teile automatisch in allen Formularen, Listen und Reports vom Deutschen ins Englische übersetzt.
Unternehmenskennzahlen auf Knopfdruck in PSIpenta
Auch wenn INDAG noch nicht alle Prozesse digitalisiert und ins System integriert hat, profitiert der Spezialist für Inline-Mischer schon heute von seiner neuen ERP-Lösung. „Aus Geschäftsführersicht wird dies besonders bei unseren wöchentlichen Projektbesprechungen deutlich, in die 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Abteilungen involviert sind. Buchstäblich auf Knopfdruck erhalten wir heute aktuelle Unternehmenskennzahlen, mit denen wir viel präziser planen und wirtschaften können“, betont Wilko Willuhn. Das Unternehmen spart vor allem Zeit und profitiert von einer hohen Datentransparenz, die eine verlässliche Entscheidungsunterstützung bietet. Aus diesem Grund hat das Maschinenbauunternehmen bereits weitere Pläne geschmiedet und arbeitet an der Einbindung des MES-Moduls Betriebsdatenerfassung. Ebenfalls ganz oben auf der To-do-Liste stehen die Einführung des PSIpenta-Leitstands sowie eines Moduls für die Kapazitätsplanung.
Stand: 16.12.2025
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Digitales Fundament für die Zukunft
INDAG Maschinenbau digitalisiert mithilfe der ERP-MES-Branchenlösung PSIpenta schrittweise sämtliche Unternehmensprozesse und ersetzt konsequent ineffiziente, auf Papier basierende Abläufe. Mit diesem Ansatz stärkt das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit und legt ein solides digitales Fundament für zukünftiges Wachstum.
Der Autor Normann Wild ist Vertriebsleiter Nord Division Industry bei PSI Automotive & Industry.