Die individuell angepasste Smart Factory auf Basis einer standardisierten MES-Lösung, releasefähig und investitionssicher – was womöglich wie ein Widerspruch klingt, wird für die Zukunft der digitalen Fertigung eine essenzielle Rolle spielen.
(Quelle: DNY59/istock.com)
Eine Sache ist klar: Der Weg zur „smarten Fabrik“ ist kein Sprint oder eine einmalige Aufgabe. Es handelt sich vielmehr um einen evolutionären Prozess, der zudem einem ständigen Wandel unterworfen ist. Grundvoraussetzungen und technische Möglichkeiten verändern sich, Anforderungen wachsen und Ziele werden laufend neu definiert. Eine große Herausforderung für Industriebetriebe besteht darin, dieser Dynamik Herr zu werden und mit maßgeschneiderten und beständigen Softwarelösungen das Maximum aus der eigenen Fertigung zu holen. Eine zentrale Frage ist dabei: Sollten Unternehmen auf stabile und erprobte, jedoch auch starre Standardsoftware setzen, oder in Individualprogrammierung investieren, die zwar auf den ersten Blick wie ein Maßanzug sitzt, in Sachen Projektierungszeiten und und Zukunftsausrichtung aber klare Schwächen offenbart?
MES-Lösung: Standard- versus Individualprogrammierung
Die Vor- und Nachteile einer Standardlösung: Durchaus erprobt und bewährt weiß man relativ schnell, woran man ist. Die Software ist, mehr oder weniger bei allen Usern auch über Unternehmensgrenzen hinweg, wie sie ist. In Sachen Planbarkeit punktet Standardsoftware mit gut kalkulierbarem Ressourcenaufwand sowohl finanziell, als auch kapazitiv. Klingt gut, birgt aber auch die Gefahr von unangepassten sowie starren digitalen Prozessen, die wenig mit ihrem realen Pendants in der individuellen Produktion gemeinsam haben und diese nicht ausreichend stützen können. Fehlende User-Akzeptanz und damit einhergehender Misserfolg von Softwareprojekten sind oftmals die Folge.
Also doch lieber auf Individualprogrammierung setzen? Ein System, das zu 100 Prozent auf die eigenen Anforderungen zugeschnitten ist und passt, erscheint als logische Alternative und kann vermutlich kurzfristig durchaus überzeugen. Im direkten Vergleich mit standardisierten Lösungen stehen allerdings mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit spürbar höhere Initialkosten und -aufwände gegenüber. Hinzu kommt oft, dass derartige Lösungen wenig erprobt und damit meist fehleranfällig sind. Eine weitere meist unüberwindbare Herausforderung entsteht durch die enorme Agilität der Digitalisierung. Ein allzu hoher Individualitätsgrad macht Anpassungen, Updates und Weiterentwicklungen praktisch unmöglich.
MES-Lösung – Die individualisierbare Standardsoftware
Eine Lösung dieses Dilemmas liegt auf der Hand: individualisierbare Standardsoftware. Klingt logisch und simpel und genau das soll es auch sein: zumindest für den User. MES-Anbieter Industrie Informatik feilt seit vielen Jahren an dieser Softwarephilosophie, der folgende Erkenntnis zugrunde liegt: Digitalisierungsmaßnahmen in verschiedenen Betrieben unterscheiden sich in Tiefe und Ausprägung meist ebenso, wie die Fertigungen selbst – und doch finden sich immer wieder Parallelen und Ähnlichkeiten. Genau hier entsteht der Hebel, an dem es anzusetzen gilt.
Mit der MES-Lösung des Anbieters (cronetwork) steht grundsätzlich eine Standardsoftware bereits, allerdings eine mit einer besonderen Update-Philosophie: Alle User verfügen über einen einheitlichen Softwarestamm, der in der aktuellsten Version stets alle jemals entwickelten Funktionen, Lösungen und Updates bereitstellt. Kommen neue Entwicklungen hinzu, fließen diese in das jährliche Update ein und stehen so auch wieder der gesamten User-Community zur Verfügung – Individualprogrammierungen gibt es damit nicht. Warum spricht der Anbieter also von einer „individualisierbaren“ Standardsoftware? Weil alle User die gleiche Software verwenden (Standard), diese sie jedoch auf verschiedenste Art und Weise (individuell) einsetzen.
Baukasten und Online-Shop für die Smart Factory
Der Anbieter setzt dafür auf eine selbst entwickelte Portal-Technologie und liefert damit die Antwort auf Individualisierungsanforderungen der Smart Factory. Von einfachen Dashboards, bis hin zu komplexen Workflows werden neue Lösungen als Portale entworfen. Der Anwender bedient sich aus einem Baukasten an Standardelementen (Portlets), die für ihre Einsatzzwecke optimiert sind, häufig benötigte Aufgaben übernehmen und einfach parametriert (aber nicht programmiert) und damit angepasst werden können. Mit wenig Aufwand können so schnell neue, maßgeschneiderte Portale gebaut werden. Alle Portale bleiben zu 100 Prozent release- und updatefähig und fügen sich auch in künftige Versionen der Software ein. Zudem verspricht Industrie Informatik die laufende Neu- und Weiterentwicklung der angebotenen Lösungen.
Stand: 16.12.2025
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Aus dem Solution Store, einem Online-Shop, können Anwenderunternehmen einzelne Portlets, vorkonfigurierte Portale, aber auch systemübergreifende Prozesse und mehr herunterladen und ins eigene System implementieren.
Die offene Systemlandschaft
Wichtiger Aspekte der individuellen Fabrik der Zukunft ist der enge Zusammenschluss verschiedener Systeme, Technologien und Anwendungen zu einer Systemlandschaft. Standardtechnologien wie Webservices, können ein essenzieller Schlüssel für derartige Fremdsystemintegrationen sein und einzigartige „Best-of-Breed“-Lösungen ermöglichen – User wählen das Beste aus allen Welten und vereinen es zu einer integrativen, leistungsstarken Fertigungsplattform, die trotz aller Individualität auf Standardtechnologien basiert. In diesem Zusammenhang seien auch innovative Low-Code und No-Code-Technologien genannt, die Usern ein rasches und selbstständiges Gestalten von individuellen Lösungen und Anwendungen auch ohne tiefe Programmierkenntnisse ermöglichen.
Standardisierte MES-Lösung – Fazit
Individualisierbare Standardsoftware liefert sicher auch die eine oder andere Einstiegshürde. Initialkosten und -aufwände können im Vergleich zur Lösung von der Stange durchaus etwas höher ausfallen und bis zum erstmaligen Einsatz benötigt es gezielten Know-how-Aufbau. Doch wie Einstiegs erwähnt, ist der Weg zur smarten Fabrik kein Sprint, sondern ein evolutionärer Prozess. Mit den richtigen Technologien und Ansätzen kann man von Beginn an die eigene Smart Factory individuell gestalten und an die realen Fertigungsprozesse anpassen - und das bei umfangreicher Flexibilität, steter Weiterentwicklung und Investitions- sowie Updatesicherheit.
Der Autor Markus Maier ist Leiter Corporate Marketing sowie Presse- & Öffentlichkeitsarbeit bei Industrie Informatik.