Der Lean-Ansatz ist seit vielen Jahren ein bewährtes Mittel, um Wertschöpfungsketten möglichst schlank und frei von Verschwendung zu halten. Man könnte meinen, dass die Einführung einer großen, übergreifenden, oftmals schwerfälligen Software nicht zu diesem Konzept passt und zusätzlichen Aufwand generiert. Doch ein Blick unter die Haube lohnt sich und zeigt, welch einzigartiges Potenzial hinter der Symbiose aus Lean-Management-Methoden und dem richtigen Manufacturing Execution System (MES) steckt.
Die Hauptidee hinter Lean-Management ist relativ einfach auf den Punkt gebracht: es geht darum, ein bestmögliches Ergebnis mit einem Minimum an Ressourceneinsatz zu erreichen.
(Bild: istock.com/bankrx)
Die Hauptidee hinter Lean-Management ist relativ einfach auf den Punkt gebracht: es geht darum, ein bestmögliches Ergebnis mit einem Minimum an Ressourceneinsatz zu erreichen. Bewährte Methoden helfen dabei, Verschwendung zu identifizieren und zu beseitigen. Diese kann in vielen Formen auftreten. Einige Beispiele dafür sind überflüssige Arbeitsschritte, Wartezeiten, Überproduktion, hohe Lagerstände, Ausschuss und hoher Energieverbrauch. Ein wichtiges Lean-Prinzip ist zudem die kontinuierliche Suche nach Verbesserungspotenzial. Demnach gibt es kein Optimum, das zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht wird. Im Sinne eines PDCA-Zyklus gibt es immer wieder Stellschrauben, an denen man drehen und Prozesse weiter verbessern kann.
Wo besteht also die Notwendigkeit für eine MES-Software in einem Unternehmen, das den Lean-Gedanken verinnerlicht hat und ohnehin seine Wertschöpfungskette laufend optimiert? Auf den ersten Blick eine berechtigte Frage - aber eben nur auf den ersten Blick.
MES = Daten, Informationen und Transparenz
Wie erwähnt, setzt der Lean-Ansatz auf eine laufende Optimierung der Unternehmensprozesse. Dafür braucht es vor allem Wissen über die Abläufe im täglichen Betrieb. Und genau hier kommt eine leistungsstarke Software wie Cronetwork MES ins Spiel. Sie ermöglicht die umfangreiche und lückenlose Erfassung von (Shopfloor-)Daten in Echtzeit. Dies beginnt bei simplen Maschinenstati und -leistungen, erstreckt sich über Informationen aus Warenwirtschaftssystemen wie Auftragsdaten oder Personalinformationen, und reicht bis hin zu Qualitätsdaten. Und damit sei nur die Spitze des Eisbergs an potenziellen Infos genannt. Die sich eröffnenden Potenziale sind nahezu grenzenlos, exemplarisch seien an dieser Stelle vier entscheidende Vorteile für den integrierten Einsatz von Lean-Management und einem MES genannt:
1. Lean-Management-Methoden bringen Echtzeitdaten als Entscheidungsbasis auf den Tisch
Eine softwaregestützte Fertigungsumgebung liefert vor allem Echtzeitdaten. Richtig erfasst und interpretiert, decken diese Daten Probleme und Ungereimtheiten unmittelbar auf und ermöglichen schnelles Reagieren und Gegenwirken. Als Beispiel sei ein ansonsten möglicherweise länger unentdeckter Maschinenfehler oder gar ein Stillstand genannt. Mit den richtigen Rückschlüssen (ebenfalls datenbasiert) kann zudem im Sinne des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (Kaizen) für die Zukunft dazugelernt werden. Denn Ausfälle am Shopfloor können schnell zum Problem werden und viel Zeit und Geld kosten. Auf Basis historischer Daten aus der Fertigung können Unternehmen Wartungsarbeiten planen und prädiktiv agieren, anstatt erst im Notfall zu reagieren. Ungeplante Stillstände können so massiv reduziert werden.
2. Transparenter Shopfloor
Die Integration des MES in die Lean-Initiativen erhöht also die Transparenz in der Produktion. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen über eine einheitliche Informationsbasis, was integratives Arbeiten und eine gemeinsame Ausrichtung und Zielerreichung massiv fördert. Moderne Technologien wie No-Code und Pido- & Portal-Technologie von Industrie Informatik ermöglichen die integrative Gestaltung verschiedenster Daten- und Informationsquellen und fördern so auch die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit. So ist beispielsweise ein Echtzeitblick für Produktions- und Lagerabteilungen auf Bestandsentwicklungen möglich. Diese können Maßnahmen setzen, um Überproduktion zu vermeiden und weitere Planungsschritte setzen.
3. Effizienzsteigerung durch Lean-Management-Methoden
Lean-Management zielt also immer darauf ab, den Einsatz von Ressourcen zu optimieren. Mit einem MES haben Unternehmen ihre Maschinen, Materialien, Werkzeuge und natürlich ihr Personal immer im Blick. Dadurch können sie Prozesse gezielt verbessern und Verschwendung vorbeugen. Zum Beispiel können Unternehmen mithilfe eines MES, Engpässe in der Produktion identifizieren und die Arbeitszeiten der MitarbeiterInnen flexibel daran anpassen, u.a. unter automatischer Berücksichtigung von Qualifikationen und Arbeitszeitmodellen. Damit erreichen Produktionsunternehmen direkt eine verbesserte Auslastung ihrer Ressourcen und damit auch signifikante Kosteneinsparungen.
4. Kontinuierliche Verbesserung
Betriebe können dank der unterschiedlichen Funktionen des Lieferanten-Dokumentationssystems die Dokumentationen ihrer Partnerunternehmen effizient überprüfen und diese zu einer normen- und richtlinienkonformen Gesamtdokumentation zusammenfügen. Eine regelbasierte Vollständigkeitskontrolle und eine automatisierte Fristenverwaltung sorgen dafür, dass alle an der Supply Chain Beteiligten ihre Aufgaben rechtzeitig erledigen.
Stand: 16.12.2025
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Eine intelligente Supply Chain zu schaffen, ist keine Zukunftsmusik mehr. Mit modernen digitalen Werkzeugen wie einem cloudbasierten Lieferanten-Dokumentationssystem treten Unternehmen den Herausforderungen, die aktuell auf Lieferketten zukommen, erfolgreich entgegen. Die zentralen Säulen sind dabei Cloud, Prozessorientierung und – mit rasch steigender Bedeutung – Low-Code.
Lean-Management-Methoden und MES: Effizienz in den Unternehmen signifikant steigern
Ein MES und Lean-Management-Methoden schaffen im Zusammenspiel ungeahnte Synergien, die die Effizienz in den Unternehmen signifikant steigern und somit auch den Wettbewerbsvorteil absichern. Die Datenerfassung mittels Betriebs- und Maschinendatenerfassung ermöglicht es, Verschwendung schon in frühen Stadien zu identifizieren oder bereits im Vorhinein zu verhindern. Lean-Methoden ergänzen dies durch ihren KVP-Ansatz, was in der Symbiose zu agilen und resilienten Unternehmen führen kann, die sich schnell an veränderte Marktbedingungen anpassen können. Für ein nachhaltiges Wachstum werden zudem die verfügbaren Ressourcen optimal genutzt.
Joachim Pfeifer Presales Consultant bei Industrie Informatik