Lang: Stillstände vermeiden, Anlagen transparent machen Steuerungsfunktion fördert Predictive Maintenance

Von Lang GmbH & Co. KG 2 min Lesedauer

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Die Positioniersysteme der Lang GmbH & Co. KG erhalten eine Funktion zur Unterstützung von Predictive Maintenance. Die neue Funktion für Automationssysteme wurde im März 2026 auf der W3+ Fair in Wetzlar vorgestellt.

Die Steuerung LSmart Express von Lang unterstützt Predictive Maintenance: Eine Schleppfehler‑Analyse erkennt frühzeitig Verschleiß und ermöglicht zustandsorientierte Wartungsplanung.(Bild:  Lang)
Die Steuerung LSmart Express von Lang unterstützt Predictive Maintenance: Eine Schleppfehler‑Analyse erkennt frühzeitig Verschleiß und ermöglicht zustandsorientierte Wartungsplanung.
(Bild: Lang)

Durch die kontinuierliche Analyse des Schleppfehlers erkennen die Automationssysteme frühzeitig Veränderungen im Bewegungs- und Systemverhalten von Achsen. Dadurch wird eine zustandsorientierte Wartungsplanung möglich, die ungeplante Produktionsausfälle reduziert und Anlagenressourcen effizienter nutzt. Die Funktion wird in die Steuerungen der Serien LStep Express, LStep PCI Express und LSmart Express integriert und lässt sich direkt im WIN-Commander visualisieren. Lang präsentierte die Neuentwicklung auf der W3+ Fair in Wetzlar.
Die Applikation unterstützt Anwender dabei, Wartungsmaßnahmen auf Basis realer Betriebsdaten zu planen – statt ausschließlich nach festen Wartungsintervallen oder erst nach dem Auftreten eines Defekts zu reagieren. Dadurch lassen sich Anlagenverfügbarkeit und Prozesssicherheit deutlich erhöhen.„Mit der Integration der Schleppfehleranalyse erweitern wir unsere Steuerungen um eine praktische Funktion zur Zustandsüberwachung“, erklärt Ralf Rink, Entwicklungsleiter Automationssysteme bei Lang. „Anwender erhalten zusätzliche Transparenz über das Verhalten ihrer Achsen und können Wartungsmaßnahmen gezielt und planbar durchführen.“

Mit dieser Entwicklung geben wir unseren Kunden ein Werkzeug an die Hand, mit dem sie den Zustand ihrer Anlagen besser verstehen und Wartungsentscheidungen fundierter treffen können.

Lang-Steuerung unterstützt Predictive-Maintenance-Ansatz

Mechanische Komponenten wie Motoren, Getriebe, Kugelgewindetriebe oder Lager unterliegen konstruktionsbedingt einem Verschleiß. Wird ein Defekt erst nach seinem Auftreten erkannt, kann dies zu ungeplanten Stillständen und zu Beeinträchtigungen der vor- und nachgelagerten Produktionsprozesse führen.
Auch Wartungen in festen Intervallen berücksichtigen den tatsächlichen Zustand einer Anlage nur eingeschränkt und können unnötige Eingriffe oder Produktionsunterbrechungen verursachen.
Die neue Funktion der Lang-Steuerungen unterstützt deshalb einen Predictive-Maintenance-Ansatz: Wartungsmaßnahmen können dann eingeplant werden, wenn Betriebsdaten auf Veränderungen im Systemzustand hinweisen.

Schleppfehleranalyse als Indikator für Verschleiß

Kern der Lösung ist die kontinuierliche Auswertung des Schleppfehlers, also der Abweichung zwischen Soll- und Ist-Position einer Achse. Veränderungen in diesem Wert können Hinweise auf mechanische Veränderungen oder steigende Belastungen im Antriebssystem liefern.
Voraussetzung dafür ist eine Encoder-Auswertung an den betreffenden Achsen. Diese kann sowohl antriebsseitig (motorseitig) als auch abtriebsseitig erfolgen. Die Steuerung erfasst kontinuierlich die Daten. Trends oder auffällige Veränderungen im Bewegungsverhalten der Achse können applikationsseitig erkannt werden.

Visualisierung und Analyse im WIN-Commander

Die Auswertung erfolgt direkt auf Steuerungsebene und wird im WIN-Commander, der zentralen Bedien- und Visualisierungssoftware der Steuerungen, dargestellt. Anwender können Positions- und Bewegungsdaten sowie den Verlauf relevanter Kennwerte grafisch analysieren.
Eine integrierte Oszilloskop-Funktion unterstützt die detaillierte Betrachtung von Bewegungsprofilen und Systemreaktionen. Über die Lange-API lässt sich die Anwendung zudem in bestehende Automatisierungsumgebungen integrieren. Damit eignet sich die Lösung sowohl für Neuanlagen als auch für bestehende Systeme – sofern die erforderlichen Encoder vorhanden sind.

Mehr Transparenz für stabile Produktionsprozesse

Vor allem Produktionsumgebungen mit hohen Anforderungen an Verfügbarkeit und Prozessstabilität – etwa in der Feinmechanik, Werkzeugfertigung oder Medizintechnik – profitieren von der neuen Funktion. Wartungsmaßnahmen lassen sich gezielter planen, Stillstandszeiten reduzieren und mechanische Baugruppen effizienter nutzen. „Mit dieser Entwicklung geben wir unseren Kunden ein Werkzeug an die Hand, mit dem sie den Zustand ihrer Anlagen besser verstehen und Wartungsentscheidungen fundierter treffen können“, so Ralf Rink.

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