Kommentar: Die Corona-Pandemie als Innovationstreiber

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 1 min Lesedauer

In ihren Auswirkungen ist die aktuelle Corona-Pandemie immense. Sie erzeugt menschliches Leid und die Wirtschaft steht in Teilen still. Gibt es auch eine positive Sicht? von Jan Bihn

(Quelle:  Photocreo Michael Bednarek/Shutterstock)
(Quelle: Photocreo Michael Bednarek/Shutterstock)

Die positive Seite der Corona-Pandemie ist, dass Menschen aus vielen Bereichen Lösungen suchen und diese entwickeln, um uns aus dieser Krise herauszubringen oder sie besser zu meistern. Dabei fokussieren diese Ideen nicht nur direkt auf den medizinischen Bereich, sondern sehr stark auf die Gesellschaft, die Digitalisierung sowie Technologien wie den 3D-Druck und Daten-Analysen. Aber es scheint: Alle denken mit.

Das lang bekannte Konzept der Remote-Arbeit darf sich in der Corona-Krise endlich beweisen, indem vorwiegend die Büro-Arbeit in physischer Abwesenheit erledigt wird. Das wird gerade in einem nie gekannten Ausmaß getestet. Wir dürfen nun weiter denken.

In einer (hoffentlich fernen) künftigen Pandemie könnten die Autohersteller vermutlich ihre Produktion besser aufrechterhalten, weil auch die Werker mehr von zuhause erledigen könnten. Und zwischenzeitlich wird es der Maschinenbediener seinem Chef danken, wenn er in der Wochenendschicht nur noch auf Abruf in der Maschinenhalle anwesend sein muss (in einigen Betrieben ist das bereits Realität). Weniger Fehlteile dürfte es in der Zukunftskrise auch geben: Additive Fertigung, Automation und andere Technologien verlagern (adhoc) mehr Arbeit in die Region zurück.

Diese Krise verlangt uns viel ab. Trotzdem sind ihre Auswirkungen zumindest teils auch wirtschaftlich und gesellschaftlich, positiv zu sehen, denn die Ideen, die jetzt entstehen, resultieren in künftigen Produkten und Lösungen, die nach der Krise helfen, die Wirtschaft wieder mit anzukurbeln. In dieser Sicht ist die Pandemie ein Innovationstreiber für künftigen Wohlstand.

Jan Bihn, Digital Manufacturing und Digital Engineering Magazin, 27. März 2020

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