Digitaler Zwilling im CAM-Umfeld: Kollisionen erkennen und vermeiden

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 1 min Lesedauer

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Wenn Maschinenkopf und Werkstück, Werkzeug und Spannmittel oder Spindel und Maschinentisch zusammenstoßen, wird es teuer. Tebis bietet bereits eine Lösung, mit der mögliche Kollisionen auf Basis digitaler Zwillinge in der CAM-Umgebung erkannt und behoben werden. Diese wurde mit Version 4.1 um das Feature "Kopfkollisionskontrolle" ergänzt.

(Quelle:  Tebis)
(Quelle: Tebis)

Damit die integrierte Kontrolle von Kollisionen funktioniert, wird die Bearbeitungssituation mit Tebis in der virtuellen Welt reproduziert. Dazu zählen alle Geometrien inklusive Maschinen, Komplettwerkzeuge, Spannmittel und Endschalter. Tebis verzichtet dabei auf eine vereinfachte Ersatzgeometrie: Grundlage für die NC-Berechnung ist in der Regel das abgenommene Maschinenmodell. Auf dieser Basis lässt sich im CAM-Umfeld ein digitaler Zwilling des realen NC-Codes erzeugen.

Kollisionen vermeiden: Maschinenkopf wird jetzt auch berücksichtigt

In der Version 4.1 werden bei möglichen Kollisionen mit dem Maschinenkopf Fräsbereiche bei der NC-Berechnung automatisch verkleinert oder von der Bearbeitung ausgeschlossen.

Die ebenfalls neue automatische Bereichsverkleinerung kommt in der Regel beim 3-achsigen Schruppen zum Einsatz: Fräsbereiche, die sich mit dem verwendeten Werkzeug – zum Beispiel aufgrund von Kollision mit dem Maschinenkopf – nicht bearbeiten lassen, werden automatisch abgeschaltet. Auf Basis der Bereichsverkleinerung nutzt der Anwender für jede Fräsbearbeitung die kürzestmöglichen Werkzeuge und sorgt so für optimale Schnittbedingungen.

Im Rahmen der Maschinenkinematik lässt sich zudem der Kopf oder Tisch während der Berechnung interaktiv um die C-Achse drehen. Der Vorteil zeigt sich vor allem bei asymmetrischen Köpfen: Es wird das mit dem gewählten Werkzeug maximal mögliche Material abgetragen. Unnötiges Restmaterial wird vermieden. Die interaktiven Drehbewegungen werden bei der Bereichsverkleinerung unmittelbar berücksichtigt.

Neu: Zusätzliche Funktionen rund um das Ausweichfräsen

Wenn sich Maschine und Steuerung dafür eignen, können 3+2-achsig programmierte Werkzeugwege zur Kollisionsvermeidung auch automatisch in 5-achsige simultane Werkzeugwege gewandelt werden. In Tebis lassen sich die Werkzeugbewegungen auch interaktiv über Vektoren steuern: So hat der Anwender die Möglichkeit, die Schnittbedingungen optimal an die konkrete Bearbeitungssituation anzupassen. Die Vektoren bestimmen Werkzeuganstellung und Schwenkbewegung.

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