Change2Twin zielt darauf ab, die Technologie zur Erstellung eines digitalen Zwillings für KMU zugänglich zu machen. Open Call gestartet.
(Quelle: Chesky/Shutterstock)
Ein digitaler Zwilling ermöglicht es Fertigungsunternehmen, digitale Kopien physischer Produkte, Prozesse oder sogar ganzer Anlagen zu erstellen, was ein enormes Potenzial für Kostenersparnis bietet
Change2Twin zielt darauf ab, die Technologie zur Erstellung eines digitalen Zwillings für KMU zugänglich zu machen. Open Call gestartet.
Ein erster Open Call ist nun offen für Einreichungen von kleinen und mittelgroßen Unternehmen, die ihr Digitalisierungspotenzial von lokalen Digital Innovation Hubs bewerten lassen möchten
Change2Twin ist ein europäisches Projekt, das im Rahmen des Programms „Horizon 2020“ finanziert wird. Ziel des Projekts ist es, Fertigungsunternehmen in ihrem Digitalisierungsprozess zu unterstützen indem es ihnen Hilfe auf dem Weg zum ersten digitalen Zwilling bietet. Das Konzept des digitalen Zwillings ist einer der großen Game Changer in der Fertigung und ermöglicht es Unternehmen, ihre globale Wettbewerbsfähigkeit deutlich zu steigern. Nun hat das Projektkonsortium, in dem auch das Wiener Hightech-Unternehmen TTTech vertreten ist, seinen ersten Open Call gestartet, der bis zu 25 ausgewählte europäische Unternehmen auf ihrem Weg zum digitalen Zwilling beurteilen und anleiten wird.
Digitaler Zwilling: Erster Open Call erhebt Potenzial in Unternehmen
Das Projekt stößt bereits auf großes Interesse: „Als das Projekt im Dezember 2020 auf dem österreichischen Summit Industrie 4.0 vorgestellt wurde, fand es sofort ein großes interessiertes Publikum“, so Marcela Alzin, Communication and Exploitation Manager für Change2Twin bei TTTech. „Wir glauben, dass dieses Interesse auf europäischer Ebene noch zunehmen wird. Der digitale Zwilling ist derzeit einer der wichtigsten Trends im Bereich Industrial Tech.“
Im Rahmen des im Januar 2021 gestarteten Open Calls wird ausgewählten Einreichenden ein “Assessment Voucher“ im Wert von bis zu 10.000 Euro zur Verfügung gestellt. Dieser Voucher kann bei einem von der Europäischen Kommission zertifizierten Digital Innovation Hub (DIH) gegen eine gründliche Evaluierung und drei Umsetzungskonzepte eingelöst werden. Der Open Call ist noch bis zum 29. März 2021 geöffnet und richtet sich speziell an KMUs und Midcaps aus der EU und assoziierten Ländern. Ein zweiter Open Call ist für Juni 2021 geplant. Dieser wird dann sogenannte „Deployment Voucher“ im Wert von bis zu 90.000 Euro bereitstellen, um die erstellten Konzepte in fertige digitale Zwillinge zu übersetzen.
Digitaler Zwilling ist Game Changer für Fertigungsunternehmen
Was genau ist ein digitaler Zwilling? „Einfach ausgedrückt ist ein digitaler Zwilling ein digitales Modell eines physischen Objekts – wie eines Produkts, einer Maschine oder sogar einer kompletten Produktionsanlage,“ erklärt Dr. Francesca Flamigni, Technical Project Manager für Change2Twin bei TTTech. „Die Kombination dieser digitalen Nachbildung mit Echtzeitdaten von einer Edge/IoT-Plattform macht den digitalen Zwilling zu einer sehr leistungsstarken Technologie, um vorausschauende Wartung zu ermöglichen, Ausfallzeiten zu vermeiden, innovative Produkte zu entwickeln oder die Kundenzufriedenheit zu verbessern.“
TTTech Industrial stellt dem Projekt seine offene Edge Computing Plattform Nerve Blue zur Verfügung. Sie dient der Erfassung von Echtzeitdaten von der Maschine oder Produktionslinie und wird in mehreren Pilotprojekten implementiert. So soll der Einsatz von Edge Computing für die Implementierung eines digitalen Zwillings demonstriert werden.
Eine neue Grundlage für Geschäftsentscheidungen
Das Besondere an einem digitalen Zwilling ist, dass er als Grundlage für effizientere Geschäftsentscheidungen dienen kann. Wichtige Entscheidungen auf der Grundlage digitaler Daten zu treffen, kann Kosten auf allen Fertigungsstufen sparen, insbesondere für KMU und Midcaps. So können Wartungs- oder Austauscharbeiten nach Bedarf durchgeführt werden, nicht mehr nach einem festen Zeitplan. Der gesamte Produktionsprozess kann digital eingerichtet werden, bevor tatsächlich irgendetwas produziert wird. Ziel des EU-finanzierten Change2Twin-Projekts ist es, möglichst vielen europäischen Unternehmen das dafür erforderliche technologische Know-how und die nötigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen und damit die industrielle Digitalisierung auf dem gesamten Kontinent zu beschleunigen.
Neben TTTech umfasst das Projektkonsortium Forschungs- und Technologieorganisationen wie SINTEF, TNO und die Universität Bologna, Technologieanbieter wie Jotne EPM Technology AS, CloudBroker GmbH und BOC GmbH sowie Business Accelerators und -inkubatoren wie Funding Box und Images & Reseaux.
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