IT-Change-Prozesse dürfen die Ressourcen der Kunden nicht überfordern, sollen sie erfolgreich sein. Wie dies gelingen kann, zeigt das Beispiel Krombacher. Der Mittelständler hat in einem Leuchtturmprojekt gemeinsam mit dem SAP-Beratungshaus NTT DATA Business Solutions eine Migration auf SAP S/4HANA vorgenommen und will nun gleich das nächste Projekt in Angriff nehmen.
(Quelle: industrieblick/AdobeStock)
Die Umsetzung von Digitalisierungsstrategien, gerade im Mittelstand, scheitert immer dann, wenn sie auf einen Schlag alles verändern will, statt etappenweise vorzugehen. Dazu ist es unbedingt notwendig, in die Planung des Projektes miteinzubeziehen, welche IT-Ressourcen beim Kunden vorhanden sind. Denn: Nicht nur das Verhältnis von Umsatz zu IT-Kostenbudget ist bei Mittelständlern ein anderes als in Großkonzernen, auch die Anzahl der Menschen, die an der Umsetzung beteiligt sind und auch nach dem eigentlichen Change-Prozess die Systeme weiter betreuen, ist eine andere.
Der Change-Prozess und seine Herausforderungen
Das bestätigt auch die Transformationsstudie 2023, die NTT Data Business Solutions gemeinsam mit Natuvion durchgeführt hat. Demnach liegt die Herausforderung bei solchen Prozessen nicht nur auf der technischen Seite. Vielfach unterschätzt wurden ebenso Steuerung und Organisation des gesamten Vorhabens. Gleichwohl wollen und müssen mittelständische Unternehmen ihre teils angestaubten Applikationen auf den neusten Stand bringen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
(Bei der Conversion zu SAP S/4HANA stehen Unternehmen mehrere Optionen für die Betriebsart zur Verfügung. Bild: NTT Data Business Solutions)
Veränderung in Etappen bei Krombacher
Wie also kann ein erfolgreicher IT-Change-Prozess im Mittelstand gelingen? Indem man sich dem Thema „Schluck für Schluck“ annimmt. Das heißt: Auch große Projekte können gelingen, wenn man sie in zu den Unternehmenskapazitäten passenden Etappen unterteilt. Wie im Fall der deutschen Privatbrauerei Krombacher. Das Familienunternehmen agiert in einem extrem dynamischen Umfeld und ist zugleich permanent auf Wachstumskurs. Um Businessprozesse effizient zu gestalten, Ressourcen nachhaltig einzusetzen, innovative Services einzusetzen und Kundenansprüchen gerecht zu werden, wünschte sich das Unternehmen deshalb die Implementierung einer neuen, leistungsfähigeren digitalen Infrastruktur. SAP S/4HANA kann hier punkten, weil es unter anderem durch modulare KI- und Analysefunktionen dafür ausgelegt ist, innovative Geschäftsmodelle und -prozesse auf globaler Ebene weiterzuentwickeln. Ein großes Projekt, zumal die Datenbanken des Unternehmens dazu nicht nur von MSQL auf HANA umgestellt werden mussten, sondern auch viele parallele Projekte zeitlich, inhaltlich und technisch fortlaufend zu synchronisieren und dabei die umfangreiche Schnittstellenlandschaft mitzudenken waren.
Wichtig war also zunächst zu definieren, welche Schritte wo nötig sind und wie diese nacheinander realisiert werden können. Dazu wurden in einem Vorprojekt gemeinsam mit dem Kunden die Businessprozesse, aber auch wichtige Themen wie Cybersicherheit unter die Lupe genommen. So entstand eine S/4HANA-Roadmap als Entscheidungsbasis für die Conversion, die die notwendigen Maßnahmen in händelbare Teilschritte dividierte.
(Der Betrieb von SAP S/4HANA in der Cloud bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile. Bild: NTT Data Business Solutions)
Umsetzung nach dem Brownfield-Ansatz
Die Frage, wie die Conversion vollzogen werden sollte, wurde ebenfalls im Vorfeld eruiert. Aufgrund des hohen Anteils der Eigenentwicklungen, die in diesem Fall für die Konsumgüterbranche nötig sind, entschieden sich die Projektpartner schnell für eine Migrationsstrategie nach dem Brownfield-Ansatz. Die Nutzdaten wie Dokumente und Daten, Prozesse und Einstellungen des alten Softwaresystems wurden also behalten und in das neue Softwaresystem überführt, statt komplett bei null anzufangen und alles neu aufzusetzen.
Dies geschah jedoch keineswegs von einem Tag auf den anderen. Zunächst schufen die Fachleute von NTT Data Business Solutions eine Wartungslandschaft, auf der der Kunde vollkommen unbehelligt vom Conversion-Projekt weiterarbeiten konnte. Auf einer Sandbox wurden dann alle notwendigen Migrationen wie beispielsweise HANA und Unicode vorgenommen und eine S/4HANA-Conversion implementiert. Erst als sich der Umgang mit dem neuen System auch auf Anwenderseite eingespielt hatte, wurde die produktive Conversion vorgenommen, von der alle User betroffen waren. Die einzige Herausforderung, die der Weg über die Sandbox mit sich bringt: Sämtliche Änderungen, die in der Wartungslandschaft vorgenommen werden, müssen in der Projektlandschaft manuell oder mithilfe digitaler Tools nachgezogen werden. Dennoch ist dieser Schritt unabdingbar, da beide Systeme identisch bleiben müssen.
Change-Prozess: Highspeed und Ordnung im System für neue Möglichkeiten
Nach dem Roll-out über das produktive System des Kunden zeigten sich unmittelbare Verbesserungen: Die Businessprozesse liefen schneller und performanter. Hintergrundverarbeitung, die bisher über Nacht laufen musste, weil sie unter Umständen acht Stunden in Anspruch genommen hatte, war nun häufig in nur einer Stunde abgeschlossen. Auch Planungszyklen wurden seit Einführung massiv verkürzt. Gerade für die sequenziellen Businessprozesse, von denen es bei Krombacher viele gibt, bringt die neue Infrastruktur signifikante Verbesserungen, etwa in der Abwicklung von Kundenanfragen.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Der Autor Udo Lange ist Head of Technology Consulting (Consulting Services-Platforms & Integration) bei NTT Data Business Solutions.